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Lehre

Sprachkompetenz in der Lehre

Die Verwendung von Sprache ist immer mit Handeln in verschiedenen Rollen verbunden. Daher steht die praktische Sprachhandlungskompetenz im Vordergrund, für deren durchgehende Entwicklung unsere LektorInnen, meist "native speakers" aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern und Ländern, sorgen.

 

Unser Kompetenzmodell umfasst die folgenden vier Dimensionen des sprachlichen Handelns:

Digital – Erstellung von verbalen, inhaltsbezogenen Mitteilungen

Dazu zählen die Wiederholung, Festigung und Erweiterung eines Repertoires an Strukturen und Redemitteln, das thematisch und situativ richtig eingesetzt wird. Die Erweiterung in Richtung technisch-wirtschaftlicher Kompetenz betrifft einerseits Wortschatz und Semantik, die auf die Studiengänge individuell zugeschnitten werden, aber auch oft erhebliche Unterschiede in der Textgrammatik.

Analog – Herstellung emotionaler Beziehungen zum/zur PartnerIn

Diesem Ziel dienen verschiedenste Aktivitäten, die einerseits sprachliches Handeln fördern, andererseits positive Auswirkungen auf die Gruppendynamik zeitigen und somit persönlichkeitsbildend wirken. Im Unterricht werden zu diesem Zweck die unterschiedlichsten Sozialformen eingesetzt, die die friktionsfreie Zusammenarbeit garantieren und die emotionalen Bindungen verstärken.

Interkulturell – Wissen über und Einhalten von Normen der Zielkultur

Diese Dimension vermittelt Wissen um die Interdependenz von Sprache, Sprecher, Partner und kulturellem Kontext, um die Wirkung der Sprachhandlung adäquat einschätzen zu können. Die Verwendung der englischen Sprache als moderne Lingua franca verlangt eine Haltung, die Sitten und Gewohnheiten von PartnerInnen unterschiedlicher kultureller Hintergründe respektiert. Interkulturelle Kompetenz wird durchgehend in allen Semestern durch ent- sprechende Inhalte sowie durch Lehrbeauftrage unterschiedlicher Herkunft vermittelt.

Humanistisch – Kenntnis und Respekt ethischer Grundsätze - Thinking outside the box

Die humanistische Dimension bildet die Grundlage für informierte Entscheidungsprozesse und dient als stützende und regulative Instanz in der praktischen und wissenschaftlichen Arbeit. An erster Stelle steht dabei die Berufsethik für Techniker, also für eine Gruppe, an deren Entwicklungen das Wohl der Gesellschaft hängt. Zusätzlich wird auch eine humanistische Perspektive des Fortschritts und der Veränderung der Gesellschaft eingezogen. Gesellschaftlich-philosophische Themen – sowohl im Rückblick als auch in Vorausschau auf zukünftige Entwicklungen – eignen sich dazu besonders, denn sie bieten Raum für Reflexion und für kreatives, unkonventionelles Denken.