Wirtschafts- informatik
Hier bewerben
Infofolder bestellen
Headerbild
Suche

FAQ

Worum geht es bei den folgenden Fragen und Antworten?

Nachfolgend werden einige typische Fragen beantwortet, die bei zahlreichen Veranstaltungen den VertreterInnen unseres Studienganges immer wieder gestellt wurden und die auch mit unseren Studierenden laufend diskutiert werden. Wir sehen unser Studium der Wirtschaftsinformatik als einen lebenden Prozess: Es wird laufend angepasst, verbessert und gemeinsam mit unseren Studierenden und Vortragenden weiterentwickelt. Die folgenden Infos und Statements geben einen Einblick, wie wir das Studium im Umfeld und im Vergleich zu anderen ähnlichen Ausbildungen und Studienrichtungen sehen.

Wo findet man in Unternehmen für Wirtschaftsinformatikerinnen typische Aufgabenstellungen?

In den letzten Jahren wurden in Unternehmen zahlreiche Geschäftsprozesse mittels IT-Systemen abgebildet, zentrale betriebliche Abläufe werden mit Softwareunterstützung durchgeführt und überwacht. Eine reibungslose und intelligente Abwicklung dieser unternehmensinternen Prozesse ist ein enorm wichtiger Erfolgsfaktor.

ExpertInnen, die solche Prozesse gestalten, überprüfen oder deren Abbildung in IT-Systemen planen und umsetzen, müssen daher umfangreiches Fachwissen im Bereich betrieblicher Geschäftsprozesse besitzen. Sie müssen aber auch wissen, welche technischen Möglichkeiten zur Verfügung stehen, um diese Prozesse elektronisch abbilden und für die Anwender und das Unternehmen sinnvoll einsetzen zu können. Überall, wo wirtschaftliche bzw. betriebliche Prozesse auf moderne Informationssysteme treffen, ist daher die Wirtschaftsinformatik die Kerndisziplin, die ein intelligentes "Miteinander" erst ermöglicht.

Wo liegt die Abgrenzung zur "klassischen Informatik"?

Die aktuell bei der Softwareentwicklung eingesetzten Technologien werden immer vielfältiger, komplexer und flexibler. Dies ist aber auch mit einem enormen Wissenszuwachs verbunden, den Softwareentwickler nur durch lebenslanges Lernen bewältigen können. Aber auch die Strategien und Konzepte, wie moderne Unternehmen organisiert werden und "funktionieren", entwickeln sich ständig fort, weshalb die damit befassten ExpertInnen einen vergleichbaren Wissenszuwachs meistern müssen. Dabei zeigt sich, dass sowohl IT-, als auch Wirtschafts-expertInnen immer spezialisiertere Ausbildungen absolvieren müssen – das besonders wichtige, interdisziplinäre Verständnis kommt dabei häufig zu kurz. Die Wirtschaftsinformatik bietet daher ein besonders breites Ausbildungsfeld bei dem jene interdisziplinären Fachgebiete im Mittelpunkt stehen, die an den Schnittstellen zwischen Informationstechnologie und Wirtschaft liegen.

Wie wirkt sich diese zunehmende Spezialisierung im IT-Bereich aus?

Ein Grund für die zahlreichen Softwarepakete, die aus Anwendersicht ungeeignet oder ineffizient zu bedienen sind, ist, dass die SoftwareentwicklerInnen bei deren Spezifikation und Entwicklung die AnwenderInnen nicht einbezogen haben. Weiters werden häufig über Jahre hinweg entwickelte, bewährte Prozesse in Unternehmen an neue IT-Systeme angepasst anstatt diese an den bestehenden Prozessen zu orientieren. Standardsoftwarepakete bieten daher zwar finanzielle Vorteile, jedoch mangelt es oft an Flexibilität und Anpassbarkeit (Customizing). Bedenkt man, dass gerade die individuellen Geschäftsprozessen meist die Vorteile und Unterscheidungsmerkmale von am Markt konkurrierenden Unternehmen ausmachen, dann geht ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil verloren, wenn alle Unternehmen aufgrund identischer Standardsoftware die gleichen Prozessabläufe verwenden. ExpertInnen der Wirtschaftsinformatik verfügen über eine wirtschaftlich fundierte Grundausbildung, um diese Zusammenhänge zu verstehen und können daher den Informatikern besonders im Unternehmenskontext klare Vorgaben für die Entwicklung oder Anpassung von IT-Systemen geben.

Sind WirtschaftsinformatikerInnen also keine vollwertigen TechnikerInnen?

Doch! Ein großes Missverständnis ist, dass durch die breite Ausbildung in der Wirtschaftsinformatik die "Tiefe" – also das Detailwissen – verloren geht. Dies ist insofern falsch, als der Lehrplan unseres Studiums im Vergleich zu anderen technischen Studien eine Besonderheit aufweist: Pro Semester werden zahlreiche Fächer unterschiedlichster technischer und wirtschaftlicher Disziplinen abgehalten, die in sich geschlossen sind und einen sehr guten und auch tiefen Einblick in das jeweilige Fachgebiet bieten. Je weiter man im Studium fortschreitet, desto mehr unterschiedliche Fachgebiete lernt man kennen. Überall werden die wesentlichsten Inhalte, Methoden und Werkzeuge erlernt, anhand von praxisorientierten Aufgabenstellungen und Fallstudien geübt und gemeinsam mit den Vortragenden aus der Wirtschaft analysiert. In Summe erhalten unsere AbsolventInnen einen Gesamtüberblick, der in seiner Breite einzigartig ist. Zusätzlich können sich die Studierenden bereits während des Studiums spezialisieren und daher selbst entscheiden, wie tief sie in die Technik einsteigen möchten.

Welche anderen Fachgebiete außerhalb der Technik lernt man in der Wirtschaftsinformatik kennen?

Neben der Ausbildung im Bereich moderner IT-Systeme und Software-Technologien liegen die Schwerpunkte auf Fachgebieten, die den Studierenden dabei helfen zu verstehen, "wie Unternehmen funktionieren", welche Geschäftsprozesse dabei wesentlich sind und welche Voraussetzungen bestehen, um ein erfolgreiches Unternehmen aufzubauen bzw. zu betreiben. Dazu zählen ausgewählte Inhalte aus dem betrieblichen Rechnungswesen und dem Controlling, moderne Organisationsformen sowie Konzepte der Führung. Auch die projektmanagement-orientierten und rechtlichen Aspekte im informatischen Umfeld sind ein wesentlicher Bestandteil der Ausbildung. Zahlreiche Lehrveranstaltungen beschäftigen sich zudem mit innerbetrieblichen Geschäftsprozessen sowie mit jenen Prozessen, die über die Grenzen eines Unternehmens hinweg bestehen. Hierzu gehören Enterprise Resource Planning (ERP), Geschäftsprozessmodellierung, eBusiness, Systemintegration etc.

Liegen die Schwerpunkte des Studiums somit auf Wirtschaft & Technik?

Ja. Und neben diesen beiden Schwerpunkten ist noch ein dritter – besonders wesentlicher – sehr ausgeprägt im Studienplan enthalten: Die "Managementkomponente". Diese wird in der heutigen Arbeitswelt leider oft vernachlässigt. Man achtet nur mehr auf Effizienz und Rationalisierung, auch wenn dies unter dem Strich manchmal bedeutet, dass der/die KundIn auf die gewünschte Leistung länger wartet. Effizienz ist daher ein Begriff, der oft falsch verstanden wird. Im Rahmen des Studiums der Wirtschaftsinformatik lernen Studierende in zahlreichen Lehrveranstaltungen, wie Teams funktionieren, welche Methoden und Werkzeuge man anwenden kann, wenn es in diesem Bereich "kriselt", oder wie man bei Verkaufsgesprächen vorgehen kann, um erfolgreich zu sein. Wichtig zu erwähnen ist auch, dass Englisch sowohl im technischen als auch im sozioökonomischen Zusammenhang innerhalb des Studiums einen besonderen Platz einnimmt und daher auch sehr zielorientiert und praxisnahe unterrichtet wird.

Worauf kann man sich im Studium spezialisieren?

Ab dem 5. Semester werden drei Spezialisierungsrichtungen angeboten:

  • Industrie & Handel: Hier stehen die Geschäftsprozesse im Mittelpunkt; besonders wird dabei auch der KMU-Bereich betrachtet. Schwerpunkte sind wirtschaftsinformatische Themen aus der Logistik, eCollaboration, Customer Relationship Management und Enterprise Resource Planning.
  • Ausgewählte Dienstleistungsbranchen: Hier werden wiederum drei Schwerpunkte gesetzt und zahlreiche interessante Spezialthemen aus diesen Branchen behandelt: Informationssysteme aus dem Finanzbereich, eHealth und eGovernment
  • Semantic Web & Angewandtes Wissensmanagement: Der Schwerpunkt dieser Spezialisierung liegt auf der Anwendung der Methoden und Strategien Semantischer Netze im Wissensmanagementumfeld der Wirtschaftsinformatik.

Für wen ist dieses Studium besonders geeignet?

Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass die Studierenden je nach Interesse in drei Gruppen aufzuteilen sind: Jene Gruppe an Studierenden, die eine klassische Technikausbildung anstreben (z.B. Softwareentwicklung, Systemadministration, Webentwicklung) und zusätzlich auch das "große Ganze der Wirtschaft" genau kennen lernen wollen. Die zweite Gruppe sind die eher wirtschaftlich und Management-Interessierten, die in Bereichen der Wirtschaft arbeiten wollen, wo es um IT-Systeme oder IT-lastige Projekte geht, z.B. IT-Controlling, IT-Qualitätsmanagement oder -Projektmanagement, technischer Vertrieb oder Unternehmensorganisation. Und die dritte Gruppe sind die "klassischen WirtschaftsinformatikerInnen" – sie sind die SchnittstellenexpertInnen zwischen Wirtschaft und Informationstechnologie in KMUs oder Großunternehmen sowie im Bereich Consulting.  

Wie kann man sich auf den Reihungstest vorbereiten?

Auf den Reihungstest kann man sich nur individuell vorbereiten. Der Reihungstest besteht aus Fragen auf allgemeinem Maturaniveau. Beispiele für Fragen, wie sie im Reihungstest vorkommen können, finden Sie unter Fit für die FH?!.

Gibt es Unterlagen über den Reihungstest?

Da der Reihungstest als Grundlage für die Aufnahme in einen Studiengang dient, können dazu keine Unterlagen ausgehändigt werden.

Kann ich Kontakt zu Studierenden aufnehmen?

Ja, bei verschiedenen Informationsveranstaltungen (OPEN DAYS, Bildungsmessen) hat man die Möglichkeit persönlich mit StudentInnen zu sprechen

Kann ich an einzelnen Lehrveranstaltungen des Studiengangs teilnehmen?

Ja, im Bachelor-Studiengang Wirtschaftsinformatik haben Sie die Möglichkeit, einzelne Lehrveranstaltungen zu besuchen und eigene Eindrücke von den Inhalten und der Lehre zu sammeln. Bitte kontaktieren Sie die Studiengangsassistenz für weitere Informationen und die Terminkoordination.

Welche Zugangsvoraussetzungen gibt es?

Alle Informationen zu den Zugangsvoraussetzungen zum Bachelor-Studiengang Wirtschaftsinformatik finden sie hier.

Kann ich mir Vorkenntnisse anrechnen lassen?

Über die Anrechnung von Vorkenntnissen entscheidet die Studiengangsleitung. Die Anrechnung erfolgt individuell.

Besteht die Möglichkeit, ein Auslandssemester zu absolvieren?

Ja, ein Semester im Ausland wird an der FH Technikum Wien gefördert und unterstützt. Mehr Informationen finden Sie unter FH Technikum Wien International.

Muss ich ein Praktikum absolvieren?

Ja, es ist ein 12-wöchiges Praktikum bei einem Unternehmen Ihrer Wahl vorgesehen. Die Studiengangsleitung hilft gerne bei der Vermittlung von Praktikumsplätzen.
FACTS
OrganisationVollzeit und berufsbegleitend
Plätze30 in Vollzeit
15 berufsbegleitend
Dauer6 Semester
SpracheDeutsch
AbschlussBachelor of Science in Engineering (BSc)

Studiengangsleitung:
FH-Prof. DI Helmut Gollner
T: +43 1 333 40 77-363

 

Stv. Studiengangsleitung:
Mag. Florian Eckkrammer
T: +43 1 333 40 77-391

 

Studiengangsassistenz:
Mag. Christine Docsek
T: +43 1 333 40 77-363

TOOLBOX