Die neue Studienarchitektur löst sowohl an FHs wie an Universitäten das ältere zweistufige Studiensystem Diplom-Doktorat ab. Damit werden auch die bekannten akademische Titel wie z.B. der "Magister" oder "Diplomingenieur" in Zukunft nicht mehr vergeben. Aufgehoben wird mit dem Bachelor-Master-System auch die bisherige Unterscheidung zwischen Abschlüssen an Universitäten und Fachhochschulen. Der Zusatz "(FH)" wird bei allen an FHs verliehenen Titeln gestrichen. Dadurch wird es künftig für Fachhochschul-StudentInnen und AbsolventInnen insbesondere auf dem internationalen Arbeitsmarkt einfacher, wo der Zusatz "(FH)" in der Vergangenheit immer wieder für Verwirrung gesorgt hat.
Die sechssemestrigen Bachelorstudiengänge setzen auf Maturaniveau (Reifeprüfung) auf und schließen an der FH Technikum Wien mit dem akademischen Grad "Bachelor of Science in Engineering" (BSc) ab. Der Bachelor ist – neben dem Diplom – der Qualifikationsnachweis für ein anschließendes Masterstudium.
Die Masterstudien dauern zwischen zwei und vier Semester. AbsolventInnen tragen nach Abschluss eines Masterstudiums an der FH Technikum Wien den akademischen Titel "Master of Science of Engineering" (MSc). Nach dem Masterstudium besteht die Möglichkeit, ein Doktoratsstudium an einer Universität zu absolvieren.
Die Umstellung auf das neue Studiensystem findet ihre Begründung in dem so genannten Bologna-Abkommen von 1999. Mit dem laufenden Bologna-Prozess wird ein Europäischer Hochschulraum mit mittlerweile 46 Ländern geschaffen, der die gegenseitige Anerkennung von Hochschul-Abschlüssen erleichtert. Dadurch soll die Mobilität von Studierenden, Lehrenden, WissenschaftlerInnen und Verwaltungspersonal gefördert werden.
Ing. Peter Idinger
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