Gender & Diversity in der Forschung

Was hat Forschung mit Gender & Diversity zu tun?

Sehr viel. Denn ohne die Berücksichtigung von Gender- und Diversitätsaspektensind Forschung und Forschungsprozesse gar nicht möglich. Forschung hat mit Menschen zu tun und Menschen leben in Geschlechterrollen sowie in individuellen Lebensrealitäten.

Was haben Gender & Diversity mit Forschung zu tun?

Sehr viel. Individuelle Lebensrealitäten der NutzerInnengruppen (Geschlecht, Alter, Beeinträchtigungen, verschiedene Kulturen u.vm.) zu berücksichtigen, ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor in der Entwicklung technischer Produkte und Lösungen. Von einheitlichen oder stereotypisierten Zielgruppen auszugehen, birgt die Gefahr, dass das Ergebnis sogenannte „blinde Flecken“ aufweist und somit in der Umsetzung oder Anwendung Probleme auftreten (beispielsweise Gesichtserkennungssoftware ohne Berücksichtigung dunkler Hautfarbe, Stimmerkennungssoftware ohne Berücksichtigung weiblicher Stimmen, Mobilitätserhebungen ohne ausreichende Berücksichtigung älterer Menschen etc.). 

Um diese verschiedenen Bedürfnisse bestmöglich berücksichtigen bzw. integrieren zu können, ist insbesondere in Forschungsteams auf Vielfalt zu achten. Verschiedenen Perspektiven sind schon bei der Zielfestlegung des Forschungsvorhabens miteinzubeziehen. Unterschiedliche Perspektiven fördern Kreativität und Innovation, Wissen um Gender- & Diversitätsaspekte bildet eine Grundlage für Verständnis, Toleranz und Wertschätzung im Team.

Was wollen wir mit dieser Plattform erreichen?

Die FH Technikum Wien zeigt mit der Plattform auf, dass die Integration von Gender- und Diversitätsaspekten in die Forschung bzw. in Forschungsprojekte

  • sich an den unterschiedlichen Bedürfnissen in der immer vielfältiger werdenden Gesellschaft und Umwelt orientiert und damit Nachhaltigkeit beweist,
  • soziale Verantwortung aufzeigt, da benachteiligte Gruppen und deren Lebensrealitäten beachtet und einbezogen werden und
  • als Mehrwert zu betrachten ist und damit zur Sicherung von Qualität und Exzellenz von Forschungsergebnissen beiträgt.

Die Fachhochschule möchte mit dieser Forschungsplattform auf eine qualitativ hochwertige und nachhaltige Auseinandersetzung mit Gender- und Diversitätsaspekten in F & E aufmerksam machen. Die Relevanz der Integration von Gender- und Diversitätsaspekten in Forschungsteams und in Forschungsvorhaben soll sichtbar werden: 

  • als Informationsplattform für ForscherInnen im Allgemeinen sowie
  • als Möglichkeit für ForscherInnen, ihr Forschungsprojekt hinsichtlich der Integration von Gender- und Diversitätsaspekten und dahingehender Schwerpunktsetzungen darzustellen.
Christoph Veigl (links) und Friedrich Praus

Mit Technik Barrieren überwinden

Friedrich Praus und Christoph Veigl erklären, wie die Forschung im Bereich der unterstützenden Technologien Menschen mit unterschiedlichen Lebensrealitäten zu Gute kommt. 

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Juliane Herzog und Philipp Urbauer

Quer durch die Nationen und Berufsgruppen

eHealth gehört zu den Forschungsschwerpunkten unserer FH. Philipp Urbauer und Juliane Herzog erzählen, weshalb Diversity in diesem Bereich eine besondere Rolle spielt. 

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Harald Wahl (links) und Peter Franz

Technik gleichberechtigt und diversifiziert umsetzen

Peter Franz und Harald Wahl beschäftigen sich im Projekt EU-ASCIN mit Smart Cities. Im Interview erklären sie, warum Verkehr und Energie eng mit Gender und Vielfalt einhergehen.

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Benedikt Salzbrunn im Gespräch

Vielfalt erkennen und berücksichtigen

Benedikt Salzbrunn beschäftigt sich mit der Gebrauchstauglichkeit von Systemen. Menschen sind vielfältig, deshalb müssen Produkte unterschiedlichen Anforderungen gerecht werden, erklärt er. 

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