Forschungsprojekte

SAMY - FFG Produktion der Zukunft

Kollaborationsfähiger Robotersysteme können in der industriellen Praxis noch nicht das komplette Potential entfalten da jede Modifikation Einfluss auf die Sicherheit hat. In SAMY werden Methoden entwickelnt um kollaborationsfähiger Industrieroboter basieren auf formalen Aufgabenbeschreibungen autonom zu programmieren und deren Verhalten zu verifizieren.

Projektpartner

  • Fraunhofer Austria Research Gesellschaft mit beschränkter Haftung (Leadpartner)
  • JOANNEUM RESEARCH Forschungsgesellschaft mbH
  • Eberle Automatische Systeme GmbH & Co KG
  • HENKEL CENTRAL EASTERN EUROPE OPERATIONS GESELLSCHAFT MBH
  • TDK Electronics GmbH & Co OG
  • Franz Josef Mayer Gesellschaft m.b.H.
  • SSI Schäfer Automation GmbH

Zeitraum

April 2020 bis September 2022

Fördergeber

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG

Institut

Industrial Engineering

Forschungsschwerpunkt

Automation & Robotics

Projektteam

Wilfried Wöber, MSc

Senior Lecturer/Researcher
+43 1 333 40 77 – 3157
anrufen E-Mail senden

Jakob Langthaler, BSc

+43 1 333 40 77 – 7225
anrufen E-Mail senden

AI Anwenden und Verstehen - Stadt Wien Call 26

Artificial Intelligence bedeutet einen Paradigmenwechsel – für alle Branchen. Potentielle Einsatzmöglichkeiten, konkreter Nutzen sowie Risiken und Gefahren sind allerdings in vielen Anwendungen noch unklar. Die Überführung von theoretischen Ansätzen in die Praxis und die Abschätzung der Auswirkungen im täglichem Geschäft sind im Unternehmen oft nicht leistbar. Das Projekt „AI Anwenden und Verstehen“ ist eine von der FH Technikum Wien initiierte Wissensdrehscheibe. Ziel ist die Identifikation potentieller Nutzen und Risiken durch Artificial Intelligence in Unternehmen. Inhaltlich bestimmt durch Teilnehmerinnen bzw. Teilnehmer und begleitet von den Expertinnen und Experten der FH Technikum Wien wird die Wissensdrehscheibe einerseits Know-How zur Verfügung stellen und andererseits Forschung und Praxis miteinander vernetzen.

Mehr zum Projekt: 

Projektseite AIAV

Zeitraum

März 2020 bis Februar 2023

Fördergeber

Stadt Wien

Institut

Industrial Engineering

Forschungsschwerpunkt

Automation & Robotics

Projektteam

Judith Klamert-Schmid

FH-Prof. Mag. (FH) Dr. Judith Klamert-Schmid

Studiengangsleitung
+43 1 333 40 77-6691
anrufen E-Mail senden
Sabine Zangl

Sabine Zangl, MBA

Stv. Leitung
+43 1 333 40 77-4671
anrufen E-Mail senden

Wilfried Wöber, MSc

Senior Lecturer/Researcher
+43 1 333 40 77 – 3157
anrufen E-Mail senden
Gerhard Käfer

DI Gerhard Käfer

Projektleiter Technologietransfer & Lektor für Managementlehre
+43 1 333 40 77-2640
anrufen E-Mail senden
Lars Mehnen

FH-Prof. DI Dr. Lars Mehnen

Senior Lecturer/Researcher
+43 1 333 40 77-5868
anrufen E-Mail senden
Felix Mödritscher FHTW

DI Dr. Felix Mödritscher

Kompetenzfeldleitung Artificial Intelligence & Data Analytics
+43 1 333 40 77-2863
anrufen E-Mail senden

Smart Maintenance - Stadt Wien Call 27

Übergeordnetes Ziel des Projektes SMART MAINTENANCE ist die Demonstration eines konkreten Vorschlags zur Nutzung von Chancen der
digitale Transformation für den Wirtschaftsstandort Wien. Mobilität ist ein Grundbedürfnis der Menschheit, Grundlage des menschlichen
Wirtschaftens und somit wesentlicher Standortvorteil. Ziel der Stadt Wien ist daher die Bereitstellung von optimalem Öffentlichen Personennahverkehr
(ÖPNV). Wesentliches Element der gesicherten Bereitstellung des ÖPNV ist die Instandhaltung der Systeme. Die Digitalisierung erlaubt hier innovative
neue Ansätze in der Instandhaltung – namentlich „Predictive Maintenance“.

Durch Einsatz moderner, digitaler Technologien zur Optimierung des Betriebs (speziell der Instandhaltung) von Fahrzeugen eines öffentlichen
Verkehrsunternehmens (Predicitve Maintenance) können unmittelbar Kosten dieses Unternehmens gesenkt und somit finanzielle Mittel frei gemacht werden.
Ebenso können daraus unternehmerische Innovationen entwickelt sowie gleichzeitig KundInnen- aber auch MitarbeiterInnenzufriedenheit und die Qualität
öffentlicher Leistungen weiter gesteigert werden. Dazu werden innovative digitale Sensorkonzepte mit modernen Data Science/-Mining Methoden kombiniert,
um die Effizienzpotenziale zu heben und Systemverfügbarkeiten zu erhöhen.

Im Rahmen eines inter- und transdisziplinären Forschungsansatzes wird eine umfassende technische Lösung für Predicitve Maintenance entwickelt und
an einem Anwendungsfall des öffentlichen Verkehrsunternehmens demonstriert werden. Diese technische Lösung wird gemeinsam mit den betroffenen
Menschen hinsichtlich BenutzerInnen-Akzeptanz sowie Technikfolgenabschätzung begleitend optimiert. Zusätzlich wird der Mehrwert für den
Wirtschaftsstandort ganzheitlich erforscht. Die Forschungsergebnisse finden breiten Eingang in die Fachhochschullehre sowie in Ausbildungsprogramme
der Technikum Wien Academy für die Wiener Unternehmen.

Zeitraum

März 2020 bis Februar 2023

Fördergeber

Stadt Wien

Institut

Industrial Engineering

Forschungsschwerpunkt

Automation & Robotics

Projektteam

Wilfried Kubinger

FH-Prof. Dr. Wilfried Kubinger

Departmentleitung Electronic Engineering
+43 1 333 40 77-2584
anrufen E-Mail senden

Aufreinigungskaskade - BMNT Altlastenforschung

Das Forschungsprojekt „Aufreinigungskaskade“ fokussiert auf innovative physikalische und biochemische Verfahren zur in-situ Sanierung von persistenten Kohlenwasserstoff­schäden (MKW, aber auch PAK) und prüft Anwendungsmöglichkeiten für einen kombinierten Einsatz am Beispiel der Altlast N77 „Petroleumfabrik Drösing“. Der Großteil der Arbeiten wird in den Labors der wissenschaftlichen Partner mit kontaminiertem Material aus Drösing durchgeführt und dient der Entwicklung neuartiger Verfahren, die in einem ersten Schritt die Hauptfracht an Schadstoffen durch Einsatz von Pflanzenöl-Mikroemulsionen und Vliesen aus dem Untergrund bergen. In einem zweiten Schritt werden im Untergrund verbliebene Kontaminanten mittels Enzymen metabolisiert. Dadurch soll der in-situ Abbau von persistenten Kohlenwasserstoff-Gemischen, wie sie an gealterten Schadensfällen bzw. Altlasten vorzufinden sind, ermöglicht und signifikant beschleunigen werden. Daraus resultiert eine erhebliche Verkürzung von Sanierungszeiten und eine Reduktion der damit verbundenen Kosten. Durch die Einbindung von wirtschaftlichen Partnern (KMU) wird die Feldanwendung von Erkenntnissen bereits zu Beginn der Forschungsarbeiten mitgedacht und in weiterer Folge in der Verfahrensentwicklung berücksichtigt. Das gegenständliche Projekt baut auch auf einem abgeschlossenem KPC-Projekt auf (ISPAK - Entwicklung eines Pflanzenöl-basierenden Verfahrens zur in-situ-Sanierung von PAK-kontaminierten Böden). Die Vorteile dieser Technologie sollen auf MKW-Kontaminationen umgelegt und in die neue Verfahrenskombination integriert werden. Das Konsortium besteht aus drei KMU, einer Fachhochschule und einer Universität. Die federführenden Wissenschaftler sind Prof. Dr. Andreas Loibner, Dr. Doris Ribitsch, PD DI Dr. Maximilian Lackner und Dr. Hermann J. Heipieper.

Zeitraum

September 2019 bis August 2021

Fördergeber

Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus

Institut

Computer Science

Forschungsschwerpunkt

Automation & Robotics

Projektteam

Maximilian Lackner

PD DI Dr. Maximilian Lackner , MBA

Studiengangsleitung
+43 1 333 40 77-8926
anrufen E-Mail senden

addmanu knowledge - FFG Qualifizierungsnetze

Wissenstransfer additive Fertigung - aktuelle Forschung für die österreichische Wirtschaft

Das Gebiet der additiven Fertigung (AM) entwickelt sich mit hoher Dynamik. Das Zusammenwirken von Forschung, Entwicklung und technischen Umsetzung ist der Faktor für erfolgreiche Umsetzung am Markt. Sowohl von nationaler Seite als auch europäischer Seite laufen eine Reihe von geförderten F&E Projekten, die eine Vielzahl von relevanten Erkenntnissen für die Anwendung von additiver Fertigung hervorbringen.

Für den wirtschaftlichen Erfolg bildet der rasche Transfer von Wissen in die Unternehmen einen essentiellen Erfolgsvorteil.
Ausgehend vom addmanu Konsortium soll frei verfügbares Wissen aus den Forschungsprojekten für die Weitergabe in Form eines Lehrganges aufbereitet werden und so an interessierte Unternehmen weitergegeben werden.

Die Inhalte des Lehrgangs, der im Rahmen eines FFG Qualifizierungsnetzwerk‐ Projektes entwickelt und durchgeführt werden, konzentriert sich auf die Vermittlung folgender Inhalte.

  • Neue Werkstoffe für additive Fertigung – Metalle, Kunststoffe, Keramiken und Hybride
  • Neue AM Verfahren für additive Verarbeitung dieser Materialien, incl. neuer Ansätze im Postprocessing
  • Bauteilcharakteristik‐ und Eigenschaften von gedruckten Bauteilen
  • Anwendung von Software für Design und Topologie‐Optimierung in der additiven Fertigung
  • Design und Konstruktionsrichtlinien für AM Bauteile
  • Aufbereitung von Konstruktionsdaten für den additiven Druck
  • Automatisierung von additiver Fertigung und digitale Einbindung in Produktionsketten
  • Robotik und additive Fertigung
  • Neue Businessmodell, Kennzahlen zur Bewertung und Einführung von AM Lösungen, Kostenbetrachtungen in der Produktionskette
  • Begleitthemen der additiven Fertigung, wie zum Beispiel Sicherheitskonzepte bei Pulverhandling und Anlagensicherheit
  • Qualitätssicherungskonzepte und Prozess‐ bzw. Bauteilüberwachung

Das zu vermittelnde Wissen soll in Lehreinheiten in Form von Vorlesungen, Laborübungen und Workshops angeboten werden; zur Vertiefung des erlernten Wissens und zur nachhaltigen Verankerung im Unternehmen ist eine abschließende Projektarbeit geplant.

addmanu knowledge Logo

Zeitraum

Februar 2019 bis Juli 2020

Fördergeber

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG

Institut

Industrial Engineering

Forschungsschwerpunkt

Automation & Robotics

Projektteam

Wilfried Kubinger

FH-Prof. Dr. Wilfried Kubinger

Head of Competence Center
+43 1 333 40 77-2584
anrufen E-Mail senden
Maximilian Lackner

PD DI Dr. Maximilian Lackner , MBA

Studiengangsleitung
+43 1 333 40 77-8926
anrufen E-Mail senden

ENGINE: Engineering goes international - Stadt Wien Call 22

Zur Vorbereitung auf unterschiedliche Arbeitsmärkte und für die Rekrutierung internationaler Studierender wird das Angebot fremdsprachiger (insbesondere englischer) Hochschullehre mit internationalem Profil immer wichtiger. Das Projekt ENGINE adressiert diesen Bedarf mit mehreren Maßnahmen.

Gemeinsam mit internationalen Partnern entwickelt ENGINE auf Basis umfassender Vorerfahrungen aus hochschulübergreifenden Workshops und Fallstudien eine Engineering-Fallstudie in international gemischten Teams, die auch Studierenden mit eingeschränkter physischer Mobilität (z.B. aufgrund von Berufstätigkeit) eine – virtuelle – Auslandserfahrung ermöglicht: Im Rahmen einer typischen Produktentwicklung lösen die Teams technische und nicht-technische, länderspezifisch unterschiedliche Aufgaben und präsentieren dies online den weltweit verteilten LektorInnen. Zur Absicherung der Berufsfeldorientierung beruhen die Fallstudienszenarien auf Anwendungsfällen aus Unternehmen. Ein kleiner (20%) Forschungsanteil des Projektes dient der Entwicklung länderspezifisch parametrierbarer Demonstratoren für die Fallstudie (z.B. 3D-gedrucktes Roboterfahrzeug).

Im Zuge der Fallstudienentwicklung erweitert ENGINE das bestehende internationale Hochschulnetzwerk und festigt für die FHTW-Studiengänge Mechatronik/ Robotik, Maschinenbau und internationales Wirtschaftsingenieurwesen jeweils 1-3 Fokuspartner, mit denen eine besonders intensive Kooperation gepflegt werden soll (z.B. Joint Degree, gemeinsame Curriculumsentwicklung, FuE-Projekte).

Um die Studiengänge dauerhaft international anschlussfähig (d.h. als Hochschulpartner attraktiv) zu machen, prüft ENGINE, in welchen Bereichen der Engineering-Ausbildung gemeinsam mit den internationalen Partnern ein fremdsprachiges Lehrangebot geschaffen werden kann, und verankert entsprechende Internationalisierungsmaßnahmen in den Curricula (Lernziele, -inhalte, Methoden, Vortragende, Literatur und auch Mobilitätsfenster). Inhaltlich identifiziert ENGINE dazu fachspezifi-sche Differenzierungsnotwendigkeiten der Lehre im Engineering-Umfeld (z.B. aufgrund unterschiedlicher technischer Standards, interkultureller Besonderheiten, abweichender Finanz-/ Rechtssysteme). Lehrende können ggf. durch Fortbildung unterstützt werden. Wichtig sind auch Gender-/ Diversity-Ziele, z.B. gendergerechte Lehre (Berücksichtigung der heterogenen Berufswelten von IngenieurInnen, die weltweit in prinzipiell gleichartigen Engineering-Projekten tätig sind).
Studierende der FHTW profitieren von diesem Angebot vielfach: Sie sind befähigt, ihre Fachkenntnis¬se in der internationalen Wissenschaftssprache aktiv anzuwenden. Sie sind fachlich besser auf den internationalen Arbeitsmarkt vorbereitet und verfügen selbst dann über erste eigene interkulturelle Erfahrungen, wenn ihre persönliche Situation (z.B. Beruf, Pflegeverpflichtung, Finanzierung, gesundheitliche Einschränkung) keinen Auslandsaufenthalt erlaubt. Als Synergieeffekt steigert ENGINE durch die Festigung des weltweiten Partnernetzwerks die Möglichkeiten für Auslandsaufenthalte bzw. ermöglicht internationale Begegnungen mit Incoming Students „at home“.

Gezielte Dissemination-Maßnahmen stellen die FH-interne Mehrfachnutzung und die externe Zugänglichkeit der Projektergebnisse für Wiener (Hoch-)schulen, Firmen und die Bevölkerung sicher.

Zeitraum

November 2017 bis Oktober 2020

Fördergeber

Stadt Wien

Institut

Electronic Engineering

Forschungsschwerpunkt

Automation & Robotics

Projektteam

Corinna Englehardt-Nowitzki

FH-Prof. Dr. Corinna Engelhardt-Nowitzki

Departmentleitung
+43 1 333 40 77-8723
anrufen E-Mail senden

Biokunststoffe - vom Wissen zur Anwendung

An fünf Tagen erfolgt eine umfassende Schulung von zehn österreichischen Unternehmen zum Thema Biokunststoffe. Neben Experten und Expertinnen der FH Technikum Wien, wo zwei Tage der Schulung abgehalten werden, tragen Fachleute aus Österreich und Deutschland vor. Am TCKT (Wels) werden auch Versuche zur Verarbeitung von Biokunststoffen durchgeführt. Weitere Vortraege gibt es an der NDU St. Pölten und am IFA Tulln/BOKU.

Es wird ein maßgeschneidertes Seminar über Biokunststoffe und deren Anwendung durchgeführt. Motivation: „Biokunststoffe“ sind Werkstoffe, die aus nachwachsenden Ressourcen herstellt werden und/oder biologisch abbaubar sind. Bekannte Beispiele sind thermoplastische Stärke (TPS) und Polymilchsäure (PLA); Biokunststoffe zeichnen sich durch eine höhere Nachhaltigkeit gegenüber fossilen Kunststoffen aus (Stichworte Ressourcenerschöpfung, Klimawandel, Mikroplastik im Meer). Allerdings sind sie auch teurer als fossile Kunststoffe und haben ein engeres Verarbeitungsfenster. Heute haben Biokunststoffe einen Marktanteil von 2%, und ihre Verbreitung nimmt stetig zu. In der Praxis kämpfen Firmen mit unbekannten Eigenschaften und Verarbeitungsschwierigkeiten von Biokunststoffen, sowie mit Fragestellungen der Positionierung. Angebot Bildung/Wissensstand Biokunststoffe: Bei konventionellen Kunststoffen gibt es einen hohen Wissensstand; Biokunststoffe erfordern spezielles Wissen, welches nicht gängig ist. Dieses Wissen wird typischerweise von den Herstellern individuell aufgebaut, und es gibt kein breites Bildungsangebot in Bezug auf Biokunststoffe. Dies wurde durch eine Recherche bei gängigen Bildungsinstituten im deutschsprachigen Raum im Juli 2017 bestätigt. Geplante Qualifikations-Ziele: Die teilnehmenden Firmen haben Erfahrung mit konventionellen Kunststoffen; Das Wissen zu Biokunststoffen ist bei ihnen derzeit noch sehr eingeschränkt. Ziel ist es, das Wissensniveau der Biokunststoffe auf das der konventionellen Kunststoffe zu bringen. Das Seminar zielt auf konkrete Anwendungen ab (1 Produkt pro Teilnehmerfirma). Im Rahmen dieses Projekts soll den Firmen geholfen werden, produktionssichere und marktgängige Biokunststoffprodukte zu identifizieren, zu entwickeln und zu positionieren. Im Vorfeld gab es einen gemeinsamen Vorbereitungsworkshop (1/2 Tag am 09. Juni 2017) zur Detailausarbeitung des Bedarfs der Firmen. Die Maßnahme besteht aus einer 5-tägigen Schulung. Nach der Schulung gibt es ein individuelles Follow-up mit den Teilnehmern (jeweils 1 Tag), um den Transfer in die Praxis sicherzustellen (außerhalb von Projektbudget und -umfang, gestellt von den Organisatoren). Der Fokus der Qualifizierungsmaßnahme liegt auf der praktischen Umsetzbarkeit. Daher wird angestrebt, dass die Firmen Mitarbeiter aus ihrer gesamten Wertschöpfungskette zum Seminar entsenden (Einkauf, Entwicklung, Produktion, Marketing/Verkauf). In Parallelsessions wird für die jeweiligen Experten relevante Wissensvermittlung angeboten, um die Firmen zu befähigen, Biokunststoffprodukte erfolgreich einzuführen.

Zeitraum

Oktober 2017 bis März 2018

Fördergeber

FFG

Institut

Industrial Engineering

Forschungsschwerpunkt

Automation & Robotics

Projektteam

Maximilian Lackner

PD DI Dr. Maximilian Lackner , MBA

Studiengangsleitung
+43 1 333 40 77-8926
anrufen E-Mail senden

Natural3D - FFG Produktion der Zukunft

3D-Druck (FDM, fused deposition modeling) ist eine beliebte, aufstrebende Fertigungstechnik geworden, allerdings nutzt das Verfahren durch den schichtweisen Aufbau nicht das volle Potential der Werkstoffe. In diesem Projekt „Natural3D“ werden Werkstoffe und Prozesse zum Freiform-3D-Drucken entwickelt, um Kunststoffstränge frei im Raum, in Richtung der Kraftflüsse, zu deponieren. Dazu kommen kurz- und endlosfaserverstärkte Biokunststoffe zum Einsatz, die über einen Roboter manipuliert werden. Das Projekt, welches von K Wood geleitet wird und an dem auch die Shanghai Universitaet mitarbeitet, dauert 3 Jahre. Der Schwerpunkt der Forschung an der FH Technikum Wien liegt im Bereich Material- und Prozessenwicklung. Bachelor- und Masterstudenten sollen in das Projekt eingebunden werden.

Der traditionelle 3-Achs-3D-Druck hat in den letzten Jahren viel Aktivität erlebt, was zu zahlreichen Materialien, die verarbeitet werden können, geführt hat. Allerdings arbeiten praktisch alle Techniken an einem kartesischen 3-Achsen-Prinzip (x, y, z), sodass jede Materialschicht in 2D aufgebaut wird und aufeinanderfolgend eine Schicht auf die nächste Seite gestapelt wird, um einen 3D-Teil zu erzeugen. Diese Methode erzeugt in vielen Fällen Teile mit unzureichenden mechanischen Eigenschaften, einem Bedarf an Stützstrukturen und geometrischen Einschränkungen. Daher sind diese Teile aufgrund ihrer Einschränkungen, die durch das Additivherstellungsverfahren gegeben werden, oftmals nicht für industrielle Anwendungen geeignet.

In diesem Projekt werden sowohl die angewandten Materialien als auch der Prozess verbessert, um einen echten 3D-Druck mit hochfesten Materialien zu realisieren. Verbundwerkstoffe aus harten, aber biobasierten Polymeren werden mit langen Fasern (Naturfasern und karbonisierten Fasern) verstärkt, und die resultierenden Materialien werden in Richtung des erwarteten Kraftflusses frei in den Raum gedruckt (vergleiche die Wachstumsstruktur eines Baumes). Dabei kann das anisotrope Verhalten von orientierten Fasern ausgenutzt werden, da deutlich höhere Lasten aufgenommen werden können (was den Anwendungsbereich von 3D-Druckobjekten auf größere Strukturen erweitert und / oder die Verringerung des Materialverbrauchs ermöglicht). Dieser Ansatz erfordert einen Freiform-Oberflächendruck, daher wird das Projekt die Erzeugungsmethode der 5-Achs-Fused Filament Fabrication (FFF, zusätzliche Bewegung der Bauplattform) sowie 6 Achsen (Druckkopf auf Roboterarm) 3D-Druck auf der Grundlage der erwarteten Kraftflussrichtungen der Zielstrukturen. Die Druckstrategie kann entsprechend den Anforderungen der Endanwendung des Teils sowie den anisotropen Eigenschaften der faserverstärkten Polymermatrixsysteme angepasst werden. Die Realisierung von 5-Achsen- und 6-Achs-3D-Druckprozessen kann den Bedarf an Stützmaterial erheblich reduzieren oder ganz vermeiden sowie die geometrische Flexibilität erhöhen.

Zusätzlich ist die Anpassung der vorliegenden FFF-Druckkopf-Designs an die Bedürfnisse von Kompositmaterialien, die mit langen Fasern gefüllt sind, bis zu einer Faserbeladung von 60 bis 70%, Projektziel. Dies wird in Verbindung mit der gedruckten Lastpfadverstärkung die mechanische Leistung der gedruckten Teile stark erhöhen.

Im Laufe dieses Projekts werden sowohl die Materialien als auch das Druckverfahren entwickelt und verbessert, um ein fortschrittliches 3D-Druck-Verfahren zu realisieren, z.B. 5- und 6-Achs-Druck, wobei gleichzeitig faserverstärkte Naturmaterialien verwendet werden.

Dabei kann die Anwendung dieser neuartigen Methoden in Kombination mit dem verstärkten Material dazu beitragen, die Druckprozesszeit zu reduzieren und die Qualität des Endteils in Bezug auf die mechanischen Eigenschaften zu steigern.

Zeitraum

Juli 2017 bis Juni 2020

Fördergeber

FFG

Institut

Industrial Engineering

Forschungsschwerpunkt

Automation & Robotics

Projektteam

Maximilian Lackner

PD DI Dr. Maximilian Lackner , MBA

Studiengangsleitung
+43 1 333 40 77-8926
anrufen E-Mail senden
Mohamed Aburaia FHTW

Dr.techn. Mohamed Aburaia, MSc

Head of Competence Center

SIP 4.0 - Stadt Wien Call 19

Das Projekt ist im Stärkefeld Smart Production angesiedelt. Es beforscht eine essentielle Voraussetzung der intelligenten Produktion: die Sicherheit. Intelligente Produktionskonzepte wie Industrie 4.0, Smart Production (etc.) verändern Arbeitssituationen und damit die Anforderungen an die Sicherheit. Das hat mehrere Ursachen: Einerseits verschmelzen in der Zusammenarbeit von Mensch und Maschine die Grenzen (Collaborative Robotics), sodass zu klären ist, wie im gleichen Arbeitsraum Sicherheit erreichbar ist. Andererseits ist aufgrund des zunehmenden Softwareanteils in der intelligenten Produktion die Maschinensicherheit immer stärker von der IT-Sicherheit bestimmt. Maschinensicherheit (Safety) und IT-Sicherheit (Security) sind nicht mehr trennbar. Hinzu kommen neue Risiken und die Tatsache, dass sich aufgrund der Vernetzung lokale Risiken u.U. im Maschinennetzwerk exponentiell verstärken.

Aktuelle Sicherheitskonzepte genügen künftigen Anforderungen noch nicht. Kritisch ist insbesondere die fehlende Integration von Safety und Security. Eine wichtige Frage ist z.B., wie man in Sicherheitskonzepten mittels IT-Security die funktionale Safety gewährleisten kann. Da die Entwicklung technischer Standards und Normen hinter dem Tempo der Technologieentwicklung zurückbleibt, fehlen den Unternehmen technische Leitlinien und rechtssichere Regelwerke. Das fehlende Know-how gefährdet heutige und künftige Wettbewerbspositionen.

Hier sind aus Sicht des Innovations- und Wirtschaftsstandorts Wien insbes. die FHs gefordert, dem Arbeitsmarkt hochqualifizierte Fachkräfte zur Verfügung zu stellen. Allerdings entspricht der Erfahrungsstand österreichischer FHs, die sich mit Sicherheit in der Produktion beschäftigen, meist erst dem Stand Industrie 3.0. Insbes. fehlt derzeit die wichtige Integration der Gebiete Safety und Security.

 

Das Projekt analysiert die komplexen Wechselwirkungen von Safety und Security in der Smart Produktion für relevante Gefährdungen in 4 Anwendungsszenarien und entwickelt auf dieser Basis ein integriertes Sicherheitskonzept incl. Umsetzungsleitfaden in die Praxis, das TÜV-Anforderungen an zukunftsfähige, rechtssichere Sicherheit genügt. Dieses Sicherheitskonzept wird in der Digitalen Fabrik der FHTW als Pilotprojekt implementiert, validiert, und vom TÜV Austria zertifiziert; die Digitale Fabrik wird so zum „Living Lab“ für den Wissenstransfer an Unternehmen (insbes. KMUs) und Hochschulen. Anschließend wird in einem Leitprojekt mit einem Wiener Unternehmen die Praxistauglichkeit abgesichert. Das Forschungswissen wird breit in Fachartikeln publiziert und auf Veranstaltungen präsentiert.

Das Projekt ist in den FTI Schwerpunktfeldern IKT und Smart Production der Strategie „Innovatives Wien 2020“ angesiedelt, die Projektziele tragen zu 100% zur Wiener FTI Strategie bei. Die Digitale Fabrik soll zur Lern- und Forschungsplattform für Sicherheitslösungen mit Vordenkercharakter im Bereich Smart Production entwickelt werden, die allen WienerInnen unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Alter (etc.) attraktive Bildungs- und Innovationschancen eröffnet. Das Projekt fördert damit nachhaltig die Zukunfts-fähigkeit der FH Technikum Wien, und stärkt den Standort Wien mit den ansässigen Unternehmen, Hochschulen und weitere Institutionen im Umfeld der intelligenten Produktion.

„Technologiehotspots“ für die Smart Production wie Aspern IQ und die Digitale Fabrik der FHTW sind als FuE-Zentren, Lernstätte, Pilotplattform, Testfeld und Multiplikator gerade für Hochlohnstandorte unverzichtbarer Hebelfaktor im internationalen Wettbewerb. Sicherheit – im Sinne integrierter Safety und Security auf Industrie 4.0 Standard – ist hierfür unverzichtbar und sichert die Zukunftsfähigkeit vorhandene Stärkefelder nachhaltig ab.

Zeitraum

April 2017 bis März 2020

Fördergeber

Stadt Wien

Institut

Computer Science

Forschungsschwerpunkt

Automation & Robotics

Projektteam

Vinzenz Sattinger

DI(FH) Dr. Vinzenz Sattinger

Studiengangsleiter
Cecilia Perroni

Ing. Maria Cecilia Perroni, MSc

Lecturer/Researcher
+43 1 333 40 77-2879
anrufen E-Mail senden
Kemajl Stuja

DI Dr. Kemajl Stuja

Senior Lecturer/Researcher
+43 1 333 40 77-3951
anrufen E-Mail senden
Mann schwarz weiß Icon

Bernhard Kauzinger, BSc

Lektor
+43 1 333 40 77-3957
anrufen E-Mail senden