Forschungsprojekte

Aging Tissue – Effekte des Alterns in der Geweberegeneration

In dem von der Stadt Wien (MA23) geförderten Kompetenzteam für Forschung werden sich drei MitarbeiterInnen der FH Technikum Wien dem hochaktuellen Thema „ Effekte des Alterns in der Geweberegeneration“ widmen.

Das Hauptziel des Kompetenzteam für Forschung „AgingTissue“ liegt in der Fortführung und nachhaltigen Sicherung der aktiven Forschung und der damit eng verbundenen und qualitativ hochwertigen Lehre im Bereich Tissue Engineering an der FH Technikum Wien. Die in vorangegangenen Projekten aufgebaute Expertise im Bereich der mechanischen Zell-Stimulierung in 3D Konstrukten durch verschiedenste Bioreaktorsysteme soll in diesem Projekt um den Einflussfaktor „Alterung“ erweitert werden. Damit können die bereits etablierten Geweberegenerationsmodelle für Herz-/Skelettmuskel-, Nerven- und Knorpelgewebe genutzt werden, um altersassoziierte Erkrankungen und dabei involvierte Zellreaktionen und molekulare Mechanismen näher zu untersuchen. Die dabei künstlich durch Alterung beeinflussten Geweberegenerationsmodelle sollen in weiterer Folge verwendet werden, um potentielle „Anti-Aging“ Präparate in spezifischer 3D Umgebung zu testen.


Das Kompetenzteam wird die bisherigen Methoden zur Züchtung von gesundem bzw. auch krankem Gewebe in Bioreaktoren erweitern, um den Einflussfaktor Alterung in der Geweberegeneration abbilden zu können. Damit wird der produktive Forschungsschwerpunkts „Tissue Enigneering and Molecular Life Science Technologies“ der FHTW fortgeführt. Durch die enge Verzahnung von Forschung und Lehre wird die hohe Qualität und Aktualität der Lehre im Tissue Engineering Bereich aufrechterhalten und kann mit neu gewonnenem Know-how bereichert und weiterentwickelt werden. Im Mittelpunkt der Lehrtätigkeiten soll vorrangig die Einbindung aktueller Inhalte der Forschungsprojekte in die praktischen Laborübungen der Studierenden des Masterstudiengangs Tissue Engineering & Regenerative Medicine“ stehen. Die methodische Aufarbeitung dieser Inhalte soll mithilfe von angepassten Konzepten des Problembasierten Lernens mit Hilfe des Projektteams „Problembased Learning in Molecular Life Science Technologies und Technisches Umweltmanagement“ erfolgen. Das Themengebiet Alterung soll auch disziplinenübergreifend für andere Studiengänge des Departments Life Science Engineering aufbereitet und genutzt werden, da die Eingliederung der Forschungsergebnisse & der generellen Thematik für die Ausbildung in mehreren Fachbereichen/Studiengängen der FHTW relevant ist. Die aktive Forschungstätigkeit des Kompetenzteams in dem interdisziplinären Forschungsfeld Tissue Engineering unterstützt und fördert die Wahrnehmung der FHTW als möglicher Kooperationspartner bei nationalen und internationalen Forschungsprojekten. Die enge Koppelung und direkte Verbindung von Forschung und Lehre zum Thema Tissue Engineering und regenerative Medizin sichert außerdem den Stellenwert der FH Technikum Wien als Bildungseinrichtung für exzellente Studierende in diesem zukunftsträchtigen Bereich, um topaktuell ausgebildete Fachkräfte für Wiener Unternehmen auszubilden.

Zeitraum

März 2021 bis Februar 2024

Fördergeber

Stadt Wien

Department

Life Science Engineering

Forschungsschwerpunkt

Tissue Engineering & Molecular Life Science Technologies

Projektteam

Zupkovitz Gordin FHTW

Dr. Gordin Zupkovitz

Senior Lecturer/Researcher
+43 1 333 40 77 - 4509
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Foto Szwarc

Dorota Szwarc, MSc

Junior Lecturer/Researcher
+43 1 333 40 77-5429
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Carina Hromada FHTW

Carina Hromada, MSc

Junior Lecturer/Researcher
+43 1 333 40 77-8658
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Anna Weihs

Anna Weihs, PhD

Competence Team SignalTissue
+43 1 333 40 77-5347
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Mikroplastik und Nanopartikel

In dem von der Stadt Wien (MA23) geförderten Kompetenzteam für Lehre werden sich drei MitarbeiterInnen der FH Technikum Wien dem hochaktuellen Thema „Mikroplastik und Nanopartikel als Umweltrisiken“ widmen.


In den letzten Jahren ist das allgemeine Bewusstsein bezüglich dieser problematischen und persistenten Stoffe, und deren potenzieller Schadwirkung auf Umwelt und Mensch, gestiegen. Die Notwendigkeit Wirkmechanismen dieser Partikel zu untersuchen ist größer denn je.
Im Rahmen dieses Projektes werden zwei große Ziele verfolgt. Zum einen wird das Thema nachhaltig in die Lehre, v.a. im neugestalteten und in Österreich einzigartigen Master-Studiengang „Ökotoxikologie & Umweltmanagement“, eingebettet. Dies unterstützt und ermöglicht exzellente Ausbildung notwendiger Fachkräfte um diverse Stakeholder, wie z.B. politische EntscheidungsträgerInnen sowie Unternehmen in Sachen Umwelt- und Klimaschutz, beratend zu unterstützen. Des Weiteren ist ein Ausbau eines breitgefächerten Sortiments an Testsystemen für ganzheitliche öko- und humantoxikologische Risikobewertungen geplant, wobei v.a. Genotoxizitätstests im Vordergrund stehen. Diese werden in eigenen Forschungsprojekten angewandt, werden aber auch im Rahmen von Firmenprojekten KooperationspartnerInnen für Risikobewertungen zur Verfügung gestellt.

Zeitraum

März 2021 bis Februar 2024

Fördergeber

Stadt Wien

Department

Life Science Engineering

Forschungsschwerpunkt

Tissue Engineering & Molecular Life Science Technologies

Projektteam

Elisabeth Simböck FHTW

Mag. Dr. Elisabeth Simböck

Leader Competence Team Microplastics and Nanoparticles
+43 1 333 40 77 - 5115
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SPHERIOGRAPH - FFG Bridge

Das Projekt „Dynamic column-based 3D cell culture method for drug and radiotracer evaluation” wird in Kooperation mit der Firma DOC Medikus GmbH und der Medizinischen Universität Wien (Verena Pichler, PhD, klinische Abteilung für Nuklearmedizin) durchgeführt. Dieses Projekt soll durch die Kombination von Erfahrungen aus dem Tissue Engineering bzw. der 3D Zellkultivierung mithilfe von Biomaterialien (FHTW) mit Methoden der Nuklearmedizin (MedUni Wien) zur Entwicklung eines neuen Testsystems für Radiotracer führen. Das neuentwickelte System soll zu einer effizienteren PET-Tracerentwicklung (PET... Positronen-Emissions-Tomographie) und damit genaueren Detektierung und angepassten Therapie von Krebsgewebe beitragen. Weiters hat Spheriograph das Potential die benötigten Tierversuche im Rahmen einer Medikamentenentwicklung deutlich zu reduzieren.

Zeitraum

April 2020 bis März 2023

Fördergeber

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG

Department

Life Science Engineering

Forschungsschwerpunkt

Tissue Engineering & Molecular Life Science Technologies

Projektteam

Andreas Teuschl

Priv. Doz. DI Dr. techn. Andreas Teuschl

Studiengangsleitung Tissue Engineering and Regenerative Medicine
+43 1 333 40 77-2367
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PBL-Problem-based Learning - Stadt Wien Call 21

Im Projekt „Problem-based Learning (PBL) in Molecular Life Science Technologies und Technisches Umweltmanagement“ soll durch einen umfassenden Ausbau der vorhandenen Expertise in Problem-based Learning (PBL) und einer signifikanten Erhöhung des Anteils an PBL-Ansätzen vor allem in den beiden berufsbegleitenden Master-Studiengängen Tissue Engineering and Regenerative Medicine und Technisches Umweltmanagement und Ökotoxikologie sowie im Bachelor Studiengang Biomedical Engineering die Qualität der Lehre weiter erhöht werden.

Problem-based Learning (PBL) soll als Grundsatz der Wissensvermittlung Studierendenteams die eigenständige Arbeit an interdisziplinären, berufsfeldspezifischen Problemstellungen unter Anwendung praktischer und überfachlicher (sozial-kommunikativer) Kompetenzen ermöglichen. Die Entwicklung realitätsnaher Lernumgebungen mit hohem Laboranteil und Lehrende, die individuell auf Kleingruppen eingehen können, sorgen hierbei für einen hohen Anwendungsbezug und den Erwerb von in Unternehmen stark nachgefragten berufsspezifischen Fertigkeiten. Die systematische Erweiterung der fachdidaktischen und methodischen PBL Expertise des Lehrpersonals in der Organisation wird durch ein intensives Train-the-Trainer Konzept und durch Methodencoaching sowie durch ein Supportsystem, begleitende Evaluierung und Wissensmanagement umfassend unterstützt. Diese reflektierten Begleitmaßnahmen sichern die nachhaltige Verankerung von PBL an der FH Technikum Wien und Tragen zu einer Verbesserung der Studierbarkeit durch Flexibilität und gut abgestimmte und vorbereitete Lehrveranstaltungen bei. Der Aufbau eines internationalen Didaktik-Netzwerks, öffentliche Veranstaltungen, Workshops und Konferenzbesuche tragen zur Sichtbarkeit der FH Technikum Wien und des Standorts Wien für innovative und hochwertige Lehre in den Zukunftsbereichen der Life Sciences; Biomedizin, Umwelt und Biotechnologie; und zur Nutzbarkeit der Projektergebnisse auch für andere Bildungsträger bei.

Zeitraum

September 2017 bis August 2022

Fördergeber

Stadt Wien

Department

Life Science Engineering

Forschungsschwerpunkt

Tissue Engineering & Molecular Life Science Technologies

Projektteam

leitner rita

Rita Leitner, MA

Projektleitung PBL in Life Science Technologies
+43 1 333 40 77-3918
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DiseaseTissue

Die Hypothese, dass die extrakorporale Stoßwellentherapie nicht nur bei chronischen nicht-heilenden Wunden überzeugende Ergebnisse liefert, soll mit Hilfe von Krankheitsmodellen (Disease Models) unter mechanischer Stimulierung für die häufigste degenerative Gelenkserkrankung, die Osteoarthritis, überprüft werden. Der postulierte heilende Einfluss der Stoßwelle auf die einem frühen Stadium der Erkrankung entsprechenden Knorpelkonstrukte soll weiters mit epigenetischen Methoden untersucht werden. Dabei soll die auffallend höhere Erkrankungshäufigkeit bei Frauen durch Einbeziehung der Verwendung von Knorpelzell-Isolationen aus Hüftkopf-Explantaten besonders berücksichtigt werden. Zusätzlich zum Osteoarthritis Disease Model sollen weitere Krankheitsmodelle für chronisch degenerative Sehnenerkrankungen und kalzifizierende Herzklappen etabliert werden, um eine mögliche Wirksamkeit der Stoßwellentherapie bei diesen Erkrankungen zu prüfen. Die erzielten Ergebnisse und Erkenntnisse sollen auch über Folgeprojekte den Forschungsschwerpunkt Tissue Engineering sowie denMaster-Studiengang Tissue Engineering & Regenerative Medicine an der Fachhochschule Technikum Wien nachhaltig weiterentwickeln und festigen.

Zeitraum

November 2014 bis Oktober 2019

Fördergeber

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft - FFG

Department

Life Science Engineering

Forschungsschwerpunkt

Tissue Engineering & Molecular Life Science Technologies

Zellkulturtechniken

Der Stellenwert von Zellkulturtechniken in der Life-Science-Branche hat in den vergangenen Jahren erheblich zugenommen. Der Einsatz moderner zellbasierter Verfahren hat ein großes therapeutisches Potenzial; neue Ansätze in der Stammzellbiologie mit enormen gesellschaftlichen, medizinischen und wirtschaftlichen Implikationen und ein zunehmender Bedarf an ökotoxikologischen Testverfahren tragen zu diesem Bedeutungsaufschwung bei.

Im Rahmen des Projekts „Lehre - Zellkulturtechniken“ wird dieser Entwicklung Rechnung getragen und in den berufsbegleitenden Master-Studiengängen Tissue Engineering and Regenerative Medicine und Technisches Umweltmanagement und Ökotoxikologie bzw. im Bachelor-Studiengang Biomedical Engineering das Angebot an Zellkulturtechniken erweitert und weiterentwickelt. In enger Zusammenarbeit mit den Forschungsteams am Institut für Biochemical Engineeringwird der „Problem based Learning“-Ansatz im Labor umgesetzt und damit ein nachhaltiger Kompetenzerwerb sichergestellt.

Zeitraum

September 2014 bis August 2017

Fördergeber

Stadt Wien

Department

Life Science Engineering

Forschungsschwerpunkt

Tissue Engineering & Molecular Life Science Technologies

Projektteam

Veronika Jesenberger FH Technikum Wien

FH-Prof. MMag. Dr. Veronika Jesenberger

Leiterin Kompetenzfeld Cell Technologies and Biomaterials
+43 1 333 40 77-3531
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Barbara Gepp

DI Dr. Barbara Gepp

Kompetenzfeldleitung
+43 1 333 40 77-4600
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Ökotoxikologie – Hormonaktive Stoffe in Wasser

Die Ökotoxikologie hat sich in den beiden letzten Jahrzehnten international als eigenständige Wissenschaft etabliert und vereint chemische, toxikologische sowie ökologische Betrachtungsweisen zur Gefährdungsabschätzung von Chemikalien in der Umwelt. Ziel des Projekts ist der Aufbau von Forschungskompetenz im Bereich Ökotoxikologie, um die Qualität der Lehre im Master-Studiengang Technisches Umweltmanagement und Ökotoxikologie sowie im Bachelor-Studiengang Verkehr und Umwelt nachhaltig zu sichern.

Dabei sollen einerseits ökotoxikologische Screening-Assays und umweltanalytische Methoden neu etabliert und optimiert werden, andererseits bereits an der FH Technikum Wien etablierte Zellkulturmethoden für ökotoxikologische Anwendungen adaptiert werden. Besonders aktuell sind dabei der Einsatz von Fischzellen, um ökotoxikologische Tests an lebenden Fischen zu ersetzen, sowie die Testung von Abwasser, Grundwasser und Trinkwasser auf hormonaktive Stoffe mittels Zellkulturmethoden.

Zeitraum

März 2014 bis Februar 2018

Fördergeber

Stadt Wien

Department

Life Science Engineering

Forschungsschwerpunkt

Tissue Engineering & Molecular Life Science Technologies

Cartiscaff

„Cartiscaff“ ist ein von der FFG gefördertes Projekt im Rahmen der „Bridge- Frühphase-Förderschiene*“. Dieses Projekt wird gemeinsam mit nationalen und internationalen Partnern durchgeführt. Ziel des Projekts ist es, eine bessere artikuläre Knorpelregeneration mithilfe von allogenem Knorpelgewebe und vorselektierten Stammzellen zu erreichen. Die Kombination von natürlicher Knorpelmatrix mit hochpotenten Stammzellen soll eine sofortige mechanische Stabilität im Kniegelenk und langzeitige Funktionalität garantieren. Das Institut für Biochemical Engineering an der FH Technikum Wien wird im Speziellen an der mechanischen Stimulation der generierten Konstrukte mithilfe von Bioreaktoren arbeiten.

Projektpartner

  • Rotes Kreuz Blutzentrale Linz
  • LBI Trauma
  • Eidgenössische Techn. Hochschule Zürich/Institute for Biomechanics 
  • AO Research Institute Davos
  • University Medical Center in Rotterdam/Department of Orthopaedics

Zeitraum

Januar 2014 bis Dezember 2016

Fördergeber

Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft - FFG

Department

Life Science Engineering

Forschungsschwerpunkt

Tissue Engineering & Molecular Life Science Technologies

Tissue Engineering International

Das Projekt Tissue Engineering International soll den im FHplus Projekt New Tissue – Neue Ansätze in der Geweberegeneration und Tissue Engineering erfolgten Kompetenzaufbau mit dem Ziel der internationalen Vernetzung weiterführen und dabei auch das 2012 gestartete Stadt Wien Kompetenzteam für Tissue Engineering Bioreaktoren unterstützen.

Einerseits sollen damit Forschungsaufenthalte von Tissue Engineers der FH Technikum Wien ermöglicht werden, andererseits sollen renommierte GastforscherInnen sowohl die Forschung als auch die Lehre im Master-Studiengang Tissue Engineering and Regenerative Medicine bereichern, um zusätzliche Forschungsaktivitäten zu initiieren.

Als spezieller neuer Anwendungsbereich soll die Miniaturisierung von Bioreaktoren erschlossen werden. Diesbezüglich wurden bereits entsprechende Vorprojekte mit Partnern außeruniversitärer Forschungseinrichtungen auf den Gebieten Mikroanalytik und Mikrosysteme begonnen.

Zeitraum

November 2013 bis Oktober 2016

Fördergeber

Stadt Wien

Department

Life Science Engineering

Forschungsschwerpunkt

Tissue Engineering & Molecular Life Science Technologies

Projektteam

Carina Huber-Gries

FH-Prof. DI Dr. Carina Huber-Gries

Departmentleitung
+43 1 333 40 77-7230
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Purtscher Michaela

Michaela Purtscher, BSc

Laborantin
+43 1 333 40 77-965
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Mikroanalytik für Ökotoxikologie und Moderne Werkstoffe

Das Projekt startete im September 2012 unter der Leitung von Mag. Dr. Dominik Rünzler, Leiter des Instituts Biochemical Engineering und Studiengangsleiter desMaster-Studiengangs Technisches Umweltmanagement und Ökotoxikologie. Ziel des Projekts ist es, den Studierenden der Master-Studiengänge Technisches Umweltmanagement und Ökotoxikologie sowie Internationales Wirtschaftsingenieurwesen und den Bachelor Studiengängen Biomedical Engineering, Verkehr und Umwelt sowie Internationales Wirtschaftsingenieurwesendas Erlernen moderner Methoden der Mikroanalyse zu ermöglichen.

(Schad-)Stofferkennung mit Mikroanalyse - eine Übersicht der neuen Geräte

Mit Hilfe des neuen Röntgenfluoreszenzdetektors wird  die chemische Bestimmung von Elementen und deren Häufigkeiten in Mikrometerbereich von Festkörpern im bereits vorhandenen Rasterelektronenmikroskop der FH Technikum Wien möglich.

Das Lumineszenzspektrometer erlaubt die Bestimmung hormonähnlicher Stoffe in Umweltproben schon in geringsten Konzentrationen durch die Anwendung enzymatischer Reaktionen, die dem Glühwürmchen abgeschaut sind.

Das ATR-Infrarot-Spektrometer eröffnet in der Lehre die Möglichkeit, die chemische Zusammensetzung millimeterkleiner Partikel, wie etwa Kunststoffpartikel aus Fluss-, See- und Meeres-Sedimenten, oder die Abgaszusammensetzung durch die Messung in der Gasmesszelle zu bestimmen.

Komplexe Umweltproben können mit der Ultra-HPLC (Ultra High Performance Liquid Chromatography) in Minutenschnelle chromatographisch aufgetrennt und mit Standardproben verglichen werden.

Zeitraum

September 2012 bis August 2015

Fördergeber

Stadt Wien

Department

Life Science Engineering

Forschungsschwerpunkt

Tissue Engineering & Molecular Life Science Technologies

reacTissue - Tissue Engineering Bioreaktoren - Stadt Wien Kompetenzteam für Forschung

Am 1. April 2012 startete an der FH Technikum Wien das "Stadt Wien Kompetenzteam Tissue Engineering Bioreaktoren". Das Projekt baut auf den Kompetenzen des FHplus Projekts „NewTissue – Neue Ansätze in der Geweberegeneration und Tissue Engineering“ auf. Die bereits gewonnenen Erkenntnisse sollen für die Lehre noch besser nutzbar gemacht werden. Der neueMaster-Studiengang Tissue Engineering and Regenerative Medicine erhält durch die erweiterte Expertise des Kompetenzteams für Forschung ideale Voraussetzungen für eine aktuelle und anwendungsbezogene interdisziplinäre Ausbildung an der Schnittstelle zwischen Technik, Naturwissenschaften und Medizin.

Schwerpunkte: 

Der Projektinhalt besteht in der Weiterentwicklung und Optimierung von Bioreaktoren in Richtung klinischer Anwendung, die bereits im FHplus Projekt „NewTissue – Neue Ansätze in der Geweberegeneration und im Tissue Engineering“ entwickelt wurden. Bioreaktoren sind ein wichtiger Bestandteil bei der Züchtung von Zellen im Labor, da sie die Zellen „trainieren“. In den Bioreaktoren werden Zellen bestimmten Kräften ausgesetzt um später die für sie bestimmten Aufgaben übernehmen zu können (z.B. werden Muskelzellen einer Zugkraft ausgesetzt).

Die mechanische Stimulierung von Zell-Scaffold-Konstrukten* unter möglichst physiologischen Bedingungen ist entscheidend, um aus körpereigenen Zellen der PatientInnen ein funktionelles Gewebe im Labor zu züchten, dass dann re-implantiert werden kann. Die extrakorporale Anwendung von Stoßwellen kann dabei durch Stimulierung der Zellen zu einer verbesserten Gewebe-Regeneration führen, wie seit Jahren in der Behandlung von chronischen Wunden in der klinischen Anwendung beobachtet werden kann.

Offenbar spielt auch hier wie bei den Bioreaktoren das biologische Prinzip der Mechanotransduktion** eine entscheidende Rolle. Die abwechselnde mechanische Stimulierung im Bioreaktor und durch die Stoßwelle stellt einen innovativen Ansatz dar, der unter Nutzung hochkarätiger internationaler Kontakte zu einer internationalen Sichtbarkeit des Kompetenzteams beitragen kann.

Ziele:

Das Projektziel des Kompetenzteams für Forschung ist die Weiterführung des F&E-Schwerpunkts Tissue Engineering der Fachhochschule Technikum Wien. Dabei wird einerseits erforscht, wie Bioreaktoren zur mechanischen Stimulierung von Tissue-Engineering-Konstrukten verwendet werden können und andererseits der Einsatz von Stoßwellen zur Stimulierung von Zellen näher beleuchtet. Der internationale Anschluss an aktuelle Forschung durch Präsenz auf Konferenzen und eigene Publikationstätigkeit soll einen Beitrag zur Sichtbarkeit von Wien als F&E-Standort für Regenerative Medizin leisten.

Lehre: 

Der Beitrag für die Lehre setzt sich aus mehreren Komponenten zusammen: dem Etablieren aktueller Methoden an bereits vorhandenen Geräten, der Nutzbarmachung von F&E-Ergebnissen und -Erkenntnissen, den Erfahrungen, die Studierende in Firmenprojekten sammeln können und der Internationalisierung der Lehre. Die zusätzliche Förderung von Gastlektoraten internationaler Kooperationspartner soll besonders im neuen Master-Studiengang Tissue Engineering and Regenerative Medicine zur Sicherstellung der Qualität der Lehre beitragen. Dies dient sowohl dazu, den Anteil qualifizierter ausländischer BewerberInnen zu erhöhen als auch den Anteil an Outgoing-Studierenden zu steigern. Die Teilnahme an etablierten Aktionen zur Förderung des Nachwuchses soll das Interesse für die interdisziplinäre Thematik Tissue Engineering nachhaltig stärken.

Kooperationen: 

Insbesondere die langjährige Kooperation mit dem Ludwig Boltzmann Institut für klinische und experimentelle Traumatologie am benachbarten Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhaus und mit dem Austrian Cluster for Tissue Regeneration soll die Weiterführung internationaler Kooperationen durch das Kompetenzteam und die Verfügbarkeit hochqualifizierter Fachkräfte für Wiener Unternehmen ermöglichen. In einem Pilotprojekt mit SchülerInnen der HTL TGM werden erfolgreich Bioreaktormodelle gebaut. Auch Studierende werden in die Kooperation als StudienassistentInnen integriert. Der damit ermöglichte Aufbau eines Mittelbaus für einen der vier Forschungsschwerpunkte der FH Technikum Wien soll schließlich auch dem Austausch der Erkenntnisse mit anderen Fachhochschulen dienen. Die Zusammenarbeit erfolgt dabei vor allem über das FH-Bioforum, einen Zusammenschluss von acht biotechnologisch ausgerichteten Studiengängen der österreichischen Fachhochschulen.

* Zell-Scaffold-Konstrukte: Gerüstsubstanzen zur Herstellung von künstlichem Gewebe bzw. zur Ansiedelung von Zellen. 

**Mechanotransduktion: Bezeichnung für einen Vorgang, der mit einem mechanischen Impuls startet und mit einer biochemischen Reaktion endet. 

Zeitraum

April 2012 bis März 2015

Fördergeber

Stadt Wien

Department

Life Science Engineering

Forschungsschwerpunkt

Tissue Engineering & Molecular Life Science Technologies

Projektteam

Andreas Teuschl

Priv. Doz. DI Dr. techn. Andreas Teuschl

Studiengangsleitung Tissue Engineering and Regenerative Medicine
+43 1 333 40 77-2367
anrufen E-Mail senden
Anna Weihs

Anna Weihs, PhD

Karenziert