Gender Day 2008

Gender Day 2008

Jeri Ellsworth, die bekannte amerikanische Computer Chip Designerin, eröffnete den GenderDay-08 mit sehr persönlichen und unterhaltsamen Einblicken in ihr Leben und ihren Werdegang. Ellsworth, die sich selbst mit einem Augenzwinkern als „quirky“ (sonderbar) bezeichnet, fiel schon als Kind durch ihr Begeisterung für das Erforschen des Innenlebens von Spielzeug auf. Diese Faszination für Technik spiegelte sich später auch in den Race Cars wider, die sie selbst baute und fuhr, und dem Computergeschäft, das sie eröffnete. 2004 wurde sie durch die Entwicklung des Joysticks mit integriertem Commodore 64 bekannt. 

Nach den Einblicken in das abwechslungsreiche Leben einer erfolgreichen Technikerin konnten die anwesenden SchülerInnen in Workshops die Technik für sich entdecken. Und Möglichkeiten gab es dazu viele: neben einem selbst zu programmierenden Mikrocontroller, dem eStick, wurde auch die digitale Speicherung von Audiodaten und die Vorbildwirkung der Natur für die Technik besprochen.
Auch die begleitende Ausstellung bot viele faszinierende Einblicke in die Technik. Die Palette der ausgestellten Projekte reichte von Kleidung mit integrierter Elektronik bis hin zu „Alan“, dem Servierroboter. Die Plakatreihe „Frauen-Technik-Geschichte“ stellte innovative Technikerinnen vor und lieferte biographische Hintergründe – wer hätte wohl gewusst, dass die österreichische Filmschauspielerin Hedy Lamarr auch einen wichtigen Beitrag zur Mobilfunktechnik lieferte?

Nach einer Vorstellung der Initiativen für Frauen in Technikberufen schloss der GenderDay-08 mit einer Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen aus den Bereichen Technik, Wissenschaft, Frauenförderung und Kunst. In der lebendig und zeitweise kontrovers geführten Diskussion wurden Meinungen und Erfahrungen zu den Möglichkeiten und Perspektiven für Frauen in der Technik ausgetauscht.