Nachruf: Adelheid Schaaf (1949-2016)

In Gedenken an eine Mitarbeiterin der ersten Stunde.

 
Adelheid Schaafs Engagement begann in den ersten Tagen unserer Fachhochschule. Im Gründungsjahr 1994 startete sie als Assistentin für den ersten Studiengang, noch bevor überhaupt die Rede von einer FH Technikum Wien sein konnte. Die ersten Formulare, Checklisten, Besprechungsprotokolle stammen von ihr. Noch heute gibt es Abläufe und Routinen in unserem Haus, die auf diese bemerkenswerte Kollegin zurückzuführen sind. 

In den knapp 15 Jahren ihrer Tätigkeit bei uns hat sie aber nicht nur viel Organisatorisches auf Schiene gebracht. Im Gedächtnis bleibt vor allem ihre unerschütterliche Art. Adelheid war ein echter Ruhepol, blieb immer cool, konnte aber trotzdem Studierenden oder Kollegen gut signalisieren, wann Grenzen überschritten wurden. 

Vom TGM über die Meldemannstraße bis an den Höchstädtplatz half sie, neue Kolleginnen auszuwählen, einzuschulen, Wissen zu vermitteln. Auch als sie 2001 ins Rektorat wechselte, gestaltete sie diesen Übergang reibungslos für alle Seiten. Sie betreute LektorInnen auf herausragende Weise, war mit auf ersten Workshops und Retreats, gestaltete improvisierte Weihnachtsfeiern. Noch heute kochen manche in der Weihnachtszeit den „Heidipunsch“ - und das, obwohl die leidenschaftliche Mittelmeerurlauberin ein ausgesprochener Sommermensch war.

Vor ihrem Pensionsantritt 2009 engagierte sich Adelheid als Betriebsrätin. Danach widmete sie sich ganz ihrer Familie und ihrem heimischen Refugium mit Garten. Aber sie begleitete uns noch auf erinnerungswürdige Betriebsausflüge, und als 2011 kurzfristig eine Vertretung gebraucht wurde, war sie für einen Monat zur Stelle. 

Wir werden noch lange von Adelheids Arbeit profitieren und uns noch länger an sie erinnern. 

Fritz Schmöllebeck, Rektor, im Namen der FH Technikum Wien