Auf die Plätze: FHTW-Studierende testeten Startbeschleunigung von Leichtathleten

Für ihr Gruppenprojekt im vierten Semester führten drei Studierende des Bachelor-Studiengangs Human Factors and Sports Engineering ein praxisbezogenes Messtechnik-Projekt mit Leichtathleten durch.

Im Bachelor-Studiengang Human Factors and Sports Engineering (HFS) beschäftigen sich die Studierenden intensiv mit der Entwicklung ergonomischer Produkte mithilfe moderner Materialien, aber auch mit der Erfassung und der biomechanischen Analyse menschlicher Bewegungen.

Die Anwendung der Messtechnik und die Auswertung der Ergebnisse nach wissenschaftlichen Standards können die Studierenden dabei in praxisorientierten Projekten erlernen. Hannes Riedesser, Niklas Voss und Daniel Huber beispielsweise wählten für ihr Gruppenprojekt im vierten Semester ein Leichtathletik-bezogenes Thema. Auf dem Trainingsgelände des Wiener Leichtathletikverbands (WLV) in der Nähe des Ernst-Happel-Stadion führten die HFS-Studierenden kürzlich Testmessungen mit Athleten beim Sprint-Start durch. Ziel war es, dabei herauszufinden, bei welchem Hüftgelenkswinkel zwischen Oberschenkel und Rumpf sich beim Start die bestmögliche Beschleunigung erzielen lässt.

Niklas Voss, der selbst Leichtathlet ist, stellte sich dazu gemeinsam mit einigen WLV-Kollegen als Proband zu Verfügung. Für die Tests wurden die Sportler mit Sensoren an Oberschenkeln und Hüfte ausgestattet. Vor jedem Start veränderten die Probanden jeweils den Fußabstand am Startblock und damit auch den Neigungswinkel beim vorderen Bein. Mithilfe von Videos, Lichtschranken und zwei IMUs (Inertial Measurment Units) nahmen die Studierenden dabei die Winkelgeschwindigkeit und Beschleunigung der jeweiligen Körpersegmente auf den ersten fünf Metern auf. Für eine höhere Messgenauigkeit wurde jeder Start zweimal durchgeführt. Über die Auswertung der Ergebnisse konnten die Studierenden schließlich die ideale Startposition für jeden Athleten ermitteln.