eHealth Summer School: Wenn Leidenschaft für Medizin auf Informations-Technologie trifft

Zum ersten Mal fand dieses Jahr eine Summer School mit dem Thema „eHealth“ am Technikum statt. TeilnehmerInnen waren internationale Studierende, welche sich auf eine Kombination aus Wissen an eHealth und der Schönheit der Stadt Wien freuten.

Das Key-Word dieser Woche lautete „eHealth“. Hier treffen zwei Welten aufeinander. eHealth kombiniert das spannende Themengebiet der Medizin mit modernen IT-Lösungen, um eine verbesserte und zeitgemäße Gesundheitsversorgung zu gewährleisten. Somit setzte sich auch die Gruppe der Interessierten aus Medizin-Studierenden und Studierenden der Ingenieurswissenschaften zusammen.

Der erste Tag begann mit einer Begrüßung der Vortragenden, einer kurzen Einleitung zum Thema „Technologien des Gesundheitswesens, Aufzeichnungen und Fernüberwachung“. Nach einem Kennenlernen mit Kaffee und Gebäck starteten die Studierenden in ihre erste Vorlesung. Jeder Tag unterteilte sich in zwei Abschnitte. Der Vormittag widmete sich den „Keynotes“, wobei die jungen Frauen und Männer in Form von Vorlesungen theoretischen Input zu verschiedenen eHealth-Themen bekamen. Nach der Mittagspause folgte der zweite Teil. Am Nachmittag gab es Workshops, dabei konnten die Studierenden ihr theoretisches Wissen in die Praxis umsetzen. Eine ständige Begleiterin war „Sisi“, sie trägt den Namen der ehemaligen Kaiserin, weist auch einige Gemeinsamkeiten mit ihr auf und diente als Fallstudie.

Das Thema des ersten Tags lautete „Entdecken und Managen des Patienten“ und „Zugang zum Österreichischen Gesundheitssystem“. Als ein Highlight zeigte sich Dr. Clemens Martin Auer, Sektionschef des Bundesministeriums für Gesundheit. Nach einem Input in das österreichische Gesundheitssystem, stellte dieser auch Fragen, die die Studierenden zum Nachdenken anregen sollten: „Wer ist der Besitzer von Gesundheitsdaten?“, „Warum macht die Digitalisierung überall große Fortschritte, aber zuletzt im Gesundheitsbereich?“ oder „Wie kann man das Recht auf Gesundheit gewähren, während man sich mit Digitalisierung und Gesundheitsdaten beschäftigen muss?“. Dieser motivierenden Ansprache folgte Dr. Günter Rauchegger, CEO der ELGA GmbH, der aus erster Hand Einblicke in die IT-Architektur der österreichischen Gesundheitsakte lieferte, und über künftige Themenschwerpunkte informierte. Der erste Tag wurde mit einem abendlichen Heurigenbesuch, gesponsert von der ELGA GmbH, abgerundet.

Dienstag ging es weiter mit „Medizinische Überwachung und Informationserfassung“. Dabei wurde über die Einbringung von medizinischen Geräten und die Qualität der Gesundheitsdaten diskutiert. Als Keynote Speaker konnte Dr. Eurico Gaspar, Direktor der Pädiatrie eines großen Spitalverbundes in Portugal, gewonnen werden. Er berichtete über klinische Use Cases unter der Einbindung von Telemonitoring Lösungen. Ihm folgte Réne Schwarz, von gsm, welcher über die Planung von Spitälern referierte.

„Erstellung von elektronischen Gesundheitsakten“ und „Klinische Dokumente“ waren die Hauptthemen am Mittwoch, wobei der Schwerpunkt auf standardisiertem Datenaustausch und Datenmodellierung und Terminologie lag. Hierzu konnte Carina Seerainer, von ELGA GmbH, für einen spannenden Vortrag über die Erstellung und Verwaltung von medizinischen Terminologien gewonnen werden. Abends erwartete die Studierenden ein „Healthineer Dinner“ gesponsert von Siemens Healthineers.

Donnerstags drehte sich alles um das Thema „Datensicherheit“ und nachmittags wurde an den individuellen Projekten gearbeitet. Am Abend wurde bei portugiesischem Wein, Öl und Marmeladen die geplanten kommenden Summer Schools in Jena, Deutschland und Vila Real, Portugal, vorbesprochen.

Am Freitag arbeiteten die Studierenden an ihren eigenen Projekten weiter, welche sie nachmittags vor der Gruppe präsentierten. Zum Abschluss gab es eine „Farewell Party“ um die Woche gemeinsam ausklingen zu lassen.