Eine Woche in den Vereinigten Arabischen Emiraten – ein multikulturelles Umfeld

Dubai Chamber of Commerce & Industry

Nach dem Erfolg der Studienreise 2013 nach Indien gab es für die Studierenden desMaster-Studiengangs Internationales Wirtschaftsingenieurwesen auch 2014 die Möglichkeit, an einer Studienreise teilzunehmen. Diese führte zwanzig Studierende für eine Woche in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE).

„Auf Grund der hohen Diversität in der Bevölkerung und der Möglichkeit, sich offen mit dem Islam auseinander zu setzen, sind die VAE ein ideales Ziel für eine Studienreise. Die VAE sind ein äußerst dynamischer Wirtschaftsstandort und gleichzeitig ein Ruhepol in einer sehr bewegten Region.“, so Studiengangsleiter FH-Prof. DI Dr. Erich Markl, der die Studierenden begleitete.

Von den rund fünf Millionen Einwohnern der VAE sind nur ca. ein Fünftel Emiratis während sich die restliche Bevölkerung aus Arbeitsimmigranten („Expatriates“ oder kurz „Expats“) zusammensetzt. Dadurch werden die wenigen Städte zu einem Schmelztiegel unterschiedlicher Kulturen und bieten auf engstem Raum auch Eindrücke der jeweiligen Herkunftsländer der Expats – führend darunter Indien, Pakistan, Bangladesch, die Philippinen oder der Iran. Hinzu kommt die Möglichkeit sich unvoreingenommen mit dem Islam auseinander zu setzen und diesen von einer anderen Seite kennen zu lernen, als es von Europa aus möglich ist.

Wegen der zentralen Lage innerhalb der Emirate, der ausgezeichneten Infrastruktur sowie der großen Auswahl an attraktiven Firmen und Projekten wurde das Emirat Dubai als Ausgangspunkt der Studienreise gewählt, wo neben Terminen bei der Dubai Chamber of Commerce & Industry und dem Dubai International Financial Center auch ein Besuch des Sheikh Mohammed Centre for Cultural Understanding auf dem Programm stand.

Gerade Dubai ist weltweit bekannt für seine spektakulären Tourismusprojekte – Grund genug, auch einmal hinter die Kulissen eines dieser Projekte zu blicken: Im Rahmen einer Führung durch den Aquaventure Waterpark bekam die Delegation einen Einblick in den sonst nicht zugänglichen Bereich der Wasseraufbereitung und -behandlung und die Möglichkeit, direkt mit den leitenden MitarbeiterInnen nicht nur die technischen Herausforderungen der Anlage zu diskutieren, sondern auch mehr über deren persönliche Erfahrungen als Expats in Dubai zu erfahren.

Gemeinhin werden die VAE nicht mit grüner Energie assoziiert. Dass dies so nicht stimmt, sieht man an Hand zahlreicher Projekte wie zum Beispiel der Testanlage des jungen Biogasunternehmens GESS, welches elektrischen Strom aus dem auf Mülldeponien entstehenden Gärgas gewinnt. Ein weiterer Termin führte die Studierenden in das Emirat Fudschairah, wo nicht nur ein Tanklager für Erdölprodukte und die zugehörigen Verladeeinrichtungen besichtigt wurden sondern im Rahmen eines Vortrags auch näher auf die relevanten Sicherheits- und Qualitätsvorgaben eingegangen wurde.

Den Abschluss bildete eine Fahrt in das größte der sieben Emirate, nach Abu Dhabi, wo nach einem Stop in Masdar City, einer „CO2-neutralen Wissenschaftsstadt“, im Anschluss an das traditionelle Freitagsgebet die Sheikh Zayed Grand Mosque – immerhin die drittgrößte Moschee des Islam – besucht wurde, bevor es wieder zurück nach Dubai ging.

Studienreisen als Ergänzung des Studiums

Internationale WirtschaftsingeneurInnen arbeiten im internationalen Umfeld und sind laufend mit Partnern aus unterschiedlichen Ländern und Kulturkreisen konfrontiert. Die Studienreisen bilden daher die ideale Ergänzung zu den Lehrveranstaltungen und den wesentlichen Schwerpunkten des Master-Studiengangs Internationales Wirtschaftsingenieurwesen.