Erfahrungsbericht: Keine Zeit für Langeweile am Yangtse

Alexander Klicmann studiert Internationales Wirtschaftsingenieurwesen und absolviert gerade ein Auslandssemester an der Three Gorges University in China.

Als ich in der Stadt Yichang angekommen war, wurde ich als Erstes von dem angenehmen Duft der immergrünen Osmanthus Bäume und dem warmen Wetter begrüßt. Gleich danach wurde ich von einer Studentin willkommen geheißen und zum Campus der China Three Gorges University gebracht. Dort angekommen, bezog ich mein Zimmer in einem der Studentenwohnheime und machte mich in den nächsten Tagen auf, das Gelände und die Stadt zu erkunden.

Unendlich viele neue und unbekannte Eindrücke prasselten auf mich ein und luden mich dazu ein, eine andere Welt kennenzulernen und zu erforschen. Glücklicherweise halfen mir meine chinesischen Studienkollegen dabei, mich gut und sehr schnell einzuleben. Mit unglaublicher Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft zeigten sie mir ihre schöne Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten. Ob beim gemeinsamen Kochen oder Studieren, sie waren immer äußert freundlich und geduldig. Durch regelmäßige, von der Universität veranstaltete Events und Ausflüge lernte ich das Land und seine Bewohner immer besser kennen und verstehen.

Zeit zur Langeweile bleibt bei den vielen Möglichkeiten, die diese Stadt und das bergige Umland zu bieten haben, nicht. Von Wanderungen in den Bergen, Schiffsfahrten auf dem Yangtse Fluss bis zu einem Besuch des imposanten Drei-Schluchten-Dammes war für jeden Geschmack etwas dabei und ich hatte die Möglichkeit, viele unvergessliche Erinnerungen zu sammeln. Natürlich kommt auch die akademische Arbeit nicht zu kurz. In einem Büro mit anderen Studierenden, den vielen Labors und der freundlichen Betreuung durch die Professoren kann ich mich ganz der Vervollständigung meiner Arbeit widmen und weiß mich stets gut aufgehoben. In den wöchentlich stattfindenden Seminaren haben alle Studierenden die Möglichkeit ihre Forschungsergebnisse zu präsentieren und zu diskutieren.

Jetzt, in der Letzten Phase meines Aufenthaltes, freue ich mich wieder nach Wien zurückzukehren und bin doch gleichzeitig traurig, die vielen Freunde und diesen abenteuerlichen Ort zurückzulassen, an dem es so viel zu entdecken und zu lernen gibt. Ich hoffe mit diesen Zeilen andere zu motivieren und sich zu trauen, neue Erfahrungen zu machen und sich selbst auf ein Abenteuer einzulassen.