FH-Mitarbeiter testen Global Players der Medizin-IT

Mathias Forjan, MSc, und Ing. Philipp Urbauer, MSc, im Einsatz als "Monitors".

m April fand zum 14. Mal der Connectathon, der internationale Testevent der „Integrating the Healthcare Enterprise“ (IHE), statt. Mitarbeiter aus demForschungsschwerpunkt eHealth der FH Technikum Wien waren, wie bereits beim Connectathon 2009, maßgeblich beteiligt.

Hersteller testen beim jährlich statt findenden Connectathon die Interoperabilität ihrer Systeme auf Basis der von der IHE international etablierten Rahmenbedingungen und Profile. Das positive Abschließen des Connectathons wird dem Hersteller durch das „Integration Statement“ bestätigt, welches zum Beispiel ein wichtiges Zeugnis für die Teilnahme der IT Systeme an der Elektronischen Gesundheitsakten ELGA ist.

FH-Mitarbeiter als „Monitors“

In diesem Jahr waren über 110 IT-Systeme zum Testevent im Vienna International Center registriert, darunter vor allem jene der Global Players der Medizin-IT, wie beispielsweise AGFA, GE, Siemens oder Philips. Dafür müssen alle Tests positiv abgeschlossen werden. Ob die Tests korrekt durchgeführt wurden, wird von einer 50 köpfigen Gruppe von SpezialistInnen, bezeichnet als „Monitors“, überwacht. Ing. Philipp Urbauer, MSc, vom Institut für Information Engineering & Security und Mathias Forjan, MSc, vom Institut für Biomedizinische Technik waren als Monitors aktiv.  

Sie überprüften die Software der teilnehmenden Hersteller auf  Sicherheitsaspekte (Authentifizierungsprozesse, Auditierung, Austausch von Authentifizierungs- und Authorisierungsinformationen über Organisationsgrenzen), Fähigkeit zum interoperablen Austausch von Medizinischen Dokumenten und Erfüllung der Anforderungen zur Verwendung der Software in dem EU Projekt  epSOS.

Die Einhaltung der von der IHE veröffentlichten Profile und Frameworks ermöglicht es den Herstellern ihre Produkte weltweit zum Einsatz zu bringen und über „Herstellergrenzen“ hinweg zu kommunizieren. Die Vernetzung medizinischer Systeme auf diese Weise bietet nicht nur einen ökonomischen Vorteil für die Hersteller, sondern vor allem auch viele Vorteile für die integrierte Gesundheitsversorgung von PatientInnen.

Langjährige Erfahrung

Das Team des Forschungsschwerpunkts eHealth der FH Technikum Wien, ist seit vielen Jahren auf dem Gebiet der Standardisierung medizinischer Systeme und Software tätig. Es hat bereits 2012 am Plugfest der Continua Health Alliance  mit Teilnehmern erfolgreich die weltweit erste Android App zur Übertragung medizinischer Daten, entsprechend den Sicherheitsanforderungen der Continua Health Alliance, getestet.

2013 war das Team als Hersteller von Interoperabler Medizinsoftware  selbst am Connectathon in Istanbul und erhielt das Integration Statement für die entwickelte Software zum Einbringen und Abrufen von Dokumenten wie sie bei der Elektronischen Gesundheitsakte ELGA benötigt wird. Die Tätigkeit als Monitor auf dem IHE Connectathon ist ein weiterer großer Schritt im Ausbau der Kompetenzen in diesem Forschungsschwerpunkt.

Link

IHE Connectathon 2014