Forschungsaufenthalt bei der NASA

Patrick Moosbrugger, Studierender und Junior Researcher und am Institut für Embedded Systems der FH Technikum Wien und Johannes Geist, seit kurzem Absolvent des Master-Studienganges Embedded Systems, verbrachten über den Sommer und Frühherbst 2014 mehrere Monate am NASA Ames Research Center in Mountain View, Kalifornien/USA für einen Forschungsaufenthalt.

 

In enger Zusammenarbeit mit den NASA-Experten Dr. Johann Schumann und Dr. Kristin Y. Rozier der Intelligent Systems Division arbeiteten sie an einer neuartigen Methode zur Verifikation sicherheitskritische Systeme. Ein Ziel des Projekts war es, diese neu entwickelte Technologie direkt auf Unmanned Aerial Systems (UAS) der NASA zu testen. Dabei wurde auch eine wissenschaftliche Publikation erarbeitet und bei der RV2014-Konferenz in Toronto, Kanada, präsentiert.

Die Forschungsgruppe in einem Windkanal am NASA Ames Research Center in Mountain View.
Die Forschungsgruppe in einem Windkanal am NASA Ames Research Center in Mountain View.

On-Board Runtime Verification

Konkret geht in es im neuartigen Ansatz darum, autonome Flugsysteme während des Fluges in Echtzeit auf korrekte Funktionalität zu prüfen (Runtime Verification) und im Fall von Problemen automatisch Rückschlüsse auf deren Ursache zu ziehen (Runtime Reasoning), um so gegebenenfalls Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Dieses neue Fehlerkorrekturverfahren wurde prototypisch auch in das „Dragoneye UAS“ der NASA integriert, das zukünftig zur Unterstützung bei der Bekämpfung von Waldbränden bei den U.S. Firefighters eingesetzt werden soll.

Die vielversprechende Technologie stellt generell durch die Verbreitung sicherheitskritischer Systeme und insbesondere durch die steigende Bedeutung von UAS eine hochrelevante Entwicklung dar und schließt die Kluft zwischen wissenschaftlichen Ansätzen und der industrieller Praxis.

Nationale und internationale Kooperationen

Johannes Geist und Patrick Moosbrugger beschäftigten sich bereits in ihren Bachelorarbeiten im Bachelor-Studiengang Elektronik mit der Verifikation von Embedded Systems im Rahmen des Projekts CevTes, einer Kooperation der TU Wien, der FH Technikum Wien und der RWTH Aachen.

„Das Interesse der NASA an dem Projekt zeigt nicht nur die Bedeutung der Forschung im Bereich von sicherheitskritischen Systemen und das hohe Niveau, auf dem sich die Ausbildung an der FH Technikum Wien bewegt, sondern auch den Stellenwert von nationalen und internationalen Forschungskooperationen“, meint Patrick Moosbrugger, der sein neu gewonnenes Wissen nun auch in das Josef Ressel Zentrum für Verifikation von eingebetteten Computersystemen am Institut für Embedded Systems der FH Technikum Wien einfließen lässt.

Erfahrung sammeln durch Auslandsaufenthalte

Johannes Geist und Patrick Moosbrugger sind sich einig, dass man jede Gelegenheit für einen Auslandsaufenthalt im Rahmen seines Studiums nützen sollte. „Das Wort, welches für mich meine Erfahrungen im Ausland am besten zusammenfasst ist „lehrreich“. Aber nicht nur fachlich, sondern auch persönlich war es eine absolut großartige Zeit für mich“, so Johannes Geist.

Ähnlich sieht es auch Patrick Moosbrugger, der im Rahmen des Studiums bereits ein Auslandssemester in Australien sowie eine Summer School in China besucht hat. „Das Beeindruckendste für mich war der rege Wissensaustausch. Außerdem kann man durch solch einen Auslandsaufenthalt den eigenen Horizont sehr gut erweitern.“

Auch abseits der Arbeit berichten die beiden sehr positiv von ihren Eindrücken aus Silicon Valley, dem Technologiezentrum der USA: „Wir gingen mit Freunden wandern, die bei Google oder Facebook arbeiten oder wurden bei Apple zum Lunch eingeladen. Zudem haben wir viele Freundschaften geschlossen von denen wir noch unser Leben lang, und sicher auch beruflich, profitieren werden.“