Frauen@FHTW: Berufliche Wege an der Hochschule

Serie Frauen@FHTW: Maria Meyer-Mölleringhof

Die erste Frage ist keine Überraschung: Seit wann arbeiten Sie an der FH Technikum Wien?

Ich habe im September 2007 als Teilzeitkraft an der FH begonnen, und zwar als Studiengangsassistentin im Master-Studiengang Sports Equipment Technology.  

Das heißt, Sie waren gar nicht von Beginn an im Personalservice?

Die Abteilung Personalservice in ihrer jetzigen Form gab es damals noch nicht. Ich habe mich für die ausgeschriebene Studiengangsassistenz-Stelle beworben, da mich der Themenbereich interessiert hat. Das Personalservice wurde 2010 als eigene Abteilung eingerichtet und ich habe von Beginn an die Leitung übernommen.

Von der Studiengangsassistentin zur Leiterin des Personalservice. Wie hat sich das ergeben?

Die Stelle wurde damals intern ausgeschrieben. Ich habe die Chance ergriffen, mich beworben und den Job bekommen. Ich habe vor meiner Tätigkeit an der FH Technikum Wien viel Erfahrung im Bereich Personalmanagement gesammelt. Einerseits war ich viele Jahre im Bankettmanagement in leitender Funktion tätig, wo ich Führungserfahrung sammeln konnte. Danach habe ich in Deutschland in einem mittelständischen Unternehmen als Assistentin der Geschäftsführung gearbeitet und hatte sehr viel mit Personalagenden zu tun. Ich war dort unter anderem für die Konzeption und Organisation des Schulungsplans der Mitarbeiter-Akademie, also der internen Weiterbildungseinrichtung, zuständig. Alles in allem entsprach mein Qualifikationsprofil also gut den Anforderungen der an der FH ausgeschriebenen Stelle.

Ein sehr interessanter Berufsweg. Abgesehen davon, haben Sie neben dem Beruf auch Weiterbildungen gemacht?

Ja, als ich wieder in Österreich war, habe ich eine Coaching-Ausbildung gemacht und im Anschluss die Ausbildung zur Lebens- und Sozialberaterin. Letzteres teilweise dann schon während meiner Assistentinnentätigkeit an der FH.

Ist Weiterbildung noch immer ein Thema?

Ja, Weiterbildung ist mir immer schon wichtig gewesen. Es gibt immer wieder neue Bereiche, die mich interessieren und in denen ich mein Wissen gerne vertiefen möchte.

Worin sehen Sie die größte Herausforderung in Ihrer jetzigen Position?

Ich finde, die größte Herausforderung ist es, die Ziele der Fachhochschule im Auge zu haben und gleichzeitig die Kolleginnen und Kollegen als Person mit individuellen Bedürfnissen zu sehen. Das ist nicht immer leicht, weil es nicht immer zusammenpasst. Hier immer die Balance zu finden ist eine Challenge. Und dann ist es mir natürlich immer ein Anliegen, die richtige Person für die richtige Stelle zu finden. Das ist aus meiner Sicht besonders wichtig für den Erfolg eines Unternehmens und die Zufriedenheit der Mitarbeiterin oder des Mitarbeiters.

Erfolg ist ein gutes Stichwort: Haben Sie einen Tipp für Frauen, die an der FH Technikum Wien erfolgreich eine Karriere machen möchten?

Ich lebe sowohl im Beruf als auch im Privatleben nach dem Motto: Es gibt immer eine Lösung für alles. Und wenn diese Lösung nicht auf den ersten Blick erkennbar ist, dann ist das völlig in Ordnung. Denn Dinge brauchen Zeit um sich zu entwickeln.

Haben es Frauen schwerer, Karriere zu machen?

Nein. Das ist mein erster Gedanke, auch wenn das vielfach dem widerspricht, was man beispielsweise in den Medien hört. Es kommt aus meiner Sicht immer darauf an, was man will und was nicht, welche Ziele man hat. Ich würde aber auch nicht von mir behaupten, dass ich Karriere gemacht habe. Ich habe einen Job, der mir Spaß macht und das ist für mich das Wichtigste.

Welche Karrierepfade Frauen an der FH Technikum Wien sonst noch gehen, erfahren Sie ab sofort monatlich im Newsletter der FH Technikum Wien. Im Februar gibt es das nächste Frauenportrait.

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