Frauen@FHTW: Das Träumen nicht verlernen!

Serie Frauen@FHTW: Kata Papp

Wie und wann hat Ihre Karriere an der FH Technikum Wien begonnen?

Vor bald 14 Jahren. Ich habe im Jahr 2000 als Mitarbeiterin im technischen Support der FH Technikum Wien begonnen. Damals war die Fachhochschule noch sehr familiär. Seit dem hat sich viel verändert - die FH hat sich weiterentwickelt und ist sehr groß geworden.

Das heißt, Sie haben sich damals für die Stelle im IT-Support beworben?

Ja, genau. Ich habe nämlich Informatik studiert – schuld daran war mein Bruder (lacht). Ich habe aber sehr bald herausgefunden, dass Informatik mich nicht glücklich macht. Ich habe mich schon immer mehr für Menschen und Psychologie interessiert. Darum habe ich neben meiner Tätigkeit an der FH eine Ausbildung im Bereich Naturheilkunde in Ungarn absolviert und nebenbei eine Praxis als Heilpraktikerin und Life Coach aufgebaut.

Sind Sie nach der Arbeit immer nach Ungarn gependelt?

Nein, die Ausbildung fand geblockt statt – oft auch am Wochenende. Ich hatte aber immer weniger Zeit für meine Familie, daher wollte ich meine Stunden an der FH Technikum Wien reduzieren. Aber genau in dieser Zeit wurde mir die Leitungsfunktion angeboten. Und dieses Angebot habe ich angenommen. Zunächst war die Leitung beschränkt auf Reinigung und das Projekt FH-Ausweis. Es gab viel zu tun. Im Bereich Reinigung gab es keine Struktur. Ich habe von Grund auf alles reformiert. Auch mit dem Umzug ins neue Gebäude kamen neue Herausforderungen durch mehr Fläche und so weiter. Und weil alles gut funktioniert hat, wurde ich schließlich auch noch Leiterin des Empfangs. 

In welchem Zeitraum hat sich das abgespielt?

Das war alles innerhalb von dreiJahren.

Also eine relativ kurze Zeit für diese beachtlichen Schritte. Wie geht es Ihnen jetzt mit der Vereinbarung von Beruf und Familie?

Anfangs war es schwierig, weil die Funktion neu war und sich vieles erst einspielen musste. Zwischendurch habe ich gezweifelt, ob es richtig war, diese Herausforderung anzunehmen. Mittlerweile geht es mir sehr gut und die Arbeit macht mir großen Spaß. Nicht, weil ich Leiterin bin, sondern weil ich das Gefühl habe, dass mir die Leute vertrauen. Sie kommen nicht nur mit beruflichen, sondern auch mit privaten Problemen zu mir. Das bedeutet mir viel und zeigt mir, dass ich mich richtig entschieden habe. Ich kann mit Menschen arbeiten, das ist genau das, was ich wollte!

Gab es auf Ihrem Karriereweg auch Faktoren, durch die Sie gebremst wurden?

Natürlich. Ich meine, in 14 Jahren bei derselben Institution gibt es klarerweise gute und weniger gute Phasen. Aber wenn ich zurückblicke, ergibt alles einen Sinn. Oft erkennt man erst später, warum sich gewisse Dinge so entwickelt haben. Und ich kann sagen, dass ich großes Glück mit meinen Kollegen hatte. In schwierigen Zeiten, vor allem in meiner Anfangszeit als ich frisch aus Ungarn kam und niemanden kannte, sind meine Kollegen von Anfang an hinter mir gestanden.

Sie haben schon früh neben ihrer Tätigkeit an der FH eine Ausbildung gemacht. Spielt Weiterbildung jetzt auch eine Rolle für Sie?

Immer. Man muss sich weiterentwickeln. Ich habe vor kurzem das Gender-Seminar besucht und bin zertifizierte Gender und Diversity-Beraterin. Das hilft mir sehr in meinem Beruf. Ich arbeite mit vielen verschiedenen Menschen zusammen, Menschen aus unterschiedlichen Kulturen, Menschen die schlecht Deutsch sprechen und ein Großteil davon sind Frauen. Die Ausbildung hat mir geholfen, ihre Probleme, Wünsche oder Reaktionen  besser zu verstehen.

Was bedeutet Erfolg für Sie persönlich?

Dass Leute schätzen, was ich mache. Das ist Erfolg für mich.

Sie haben uns tolle Eindrücke in Ihren Karriereweg an der FH Technikum Wien gegeben. Haben Sie einen Tipp für andere Frauen, die hier Karriere machen wollen?

Ja: sich weiterbilden und auch als Erwachsene das Träumen nicht verlernen! Wenn man an sich und an seine Träume glaubt, werden Träume wahr! Davon bin ich fest überzeugt.

Welche Karrierepfade Frauen an der FH Technikum Wien sonst noch gehen, erfahren Sie ab sofort monatlich im Newsletter der FH Technikum Wien. Im Mai gibt es das nächste Frauenportrait.