Medizinischer Strahlenschutz: VMSÖ-Award für FHTW-Absolventin

Daniela Loisinger hat an der FH Technikum Wien das Studium Biomedical Engineering absolviert. Für ihre Bachelor-Arbeit wurde sie nun mit dem Holeczke-Young Investigator Award des Verbandes für Medizinischen Strahlenschutz in Österreich ausgezeichnet.

Daniela Loisinger mit Holeczke Award
Daniela Loisinger wurde für ihre Bachelor-Arbeit mit dem Holeczke-YIA ausgezeichnet.

Der Verband für Medizinischen Strahlenschutz in Österreich (VMSÖ) vergibt den Dr.-Franz-Holeczke-Young Investigator Award (Holeczke-YIA) bereits seit 1994 für besondere wissenschaftliche Leistungen. Mit der Auszeichnung werden Bachelor-, Master- oder Doktorarbeiten gewürdigt, die maßgeblich zur Weiterentwicklung des Strahlenschutzes in der Medizin beitragen. Bei der Jahrestagung des VMSÖ am 9.10. wurde Daniela Loisinger, die an der FH Technikum Wien den Studiengang Biomedical Engineering absolviert hat, für ihre Bachelor-Arbeit mit dem Holeczke-YIA ausgezeichnet.  

In ihrer Abschlussarbeit befasste sich Loisinger mit Dosismessungen mit Iridium 192 in der sogenannten Brachytherapie. Dabei handelt es sich um eine radiologische Therapie, bei der die Strahlenquelle in unmittelbarer Nähe oder direkt in einen Tumor eingebracht wird. Für die erforderlichen Bestrahlungsberechnungen stehen eigene Planungssysteme zur Verfügung, die speziellen Richtlinien unterliegen und regelmäßigen Überprüfung unterzogen werden müssen. Damit soll sichergestellt werden, dass bei der Bestrahlung eines Patienten auch stets die richtige Dosis zum Einsatz kommt.

Die entsprechenden Normen enthielten bislang für diese Therapie allerdings keine Vergleichsmessungen zwischen Planungswert und den Bestrahlungswert, wie sie bereits in der Teletherapie verwendet werden. Für ihre von der FHTW-Lektorin Claudia Waldhäusl betreute Arbeit überprüfte Loisinger in einer Studie, ob mit Detektoren, die in der Teletherapie zum Einsatz kommen, Messungen auch im Brachybereich – also auf sehr kurze Distanz – möglich sind. „Ich konnte dabei sehr gute Ergebnisse erzielen und so im Rahmen der Studie nachweisen, dass die Messmethoden auch für die Brachytherapie anwendbar sind“, erklärt Loisinger.

Die VMSÖ-Jury würdigte dies mit dem Holeczke-YIA, die Ergebnisse der Bachelor-Arbeit sollen nun außerdem in die für diesen Bereich maßgebliche ÖNORM S 5296 aufgenommen werden.