Projekt Prosperity4All: Technologie barrierefrei gestalten

Technik nimmt im Alltag einen immer größeren Stellenwert ein. Viele Menschen können aber an diesen Vorteilen nicht oder nur eingeschränkt teilhaben. Mögliche Hürden sind spezielle Bedürfnisse durch eine körperliche oder geistige Einschränkung, aber auch mangelhafte IT-Kompetenzen oder altersbedingte Beschwerden.

Mit mehr als 20 Forschungspartnern und einer Laufzeit von 4 Jahren handelt es sich bei „Prosperity4All“ um ein großes „Integrated Project“ der Europäischen Kommission mit einem Fördervolumen von ca. 8 Mio. Euro. Das Ziel des im Februar gestarteten Projektes ist es, die technischen Möglichkeiten für adaptive Benutzerschnittstellen radikal zu erweitern: Nicht der Mensch soll sich an die Technik anpassen, sondern Technik an den Menschen – vom TV-Gerät im Hotelzimmer, das Dialoge automatisch in der Sprache des Gastes anzeigt, bis zur Website, die Oberfläche und Informationstiefe an die individuellen Bedürfnisse der UserInnen anpasst.

Die FH Technikum Wien ist im Rahmen des Projektes „Prosperity4All“ für ein sogenanntes „Component Repository“ verantwortlich, also eine Komponentenbibliothek für Assistierende Technologien.  EntwicklerInnen von Informationstechnologien erhalten durch die entwickelten Komponenten und Werkzeuge neue Möglichkeiten für eine kostengünstige und barrierefreie Gestaltung. Dadurch profitieren nicht nur die IT-Fachleute, sondern auch die Industrie und vor allem die EndkundInnen.

Das Institut für Embedded Systems kann hier Kompetenzen aus bereits abgeschlossenen oder laufenden Projekten im Bereich Smart Homes und Unterstützungstechnologien einbringen, beispielsweise AsTeRICS und Modulaar. Diese Kompetenzen finden auch Eingang in die Lehre, beispielsweise im Bachelor-Studiengang Elektronik mit Schwerpunkt Smart Homes und Assistive Technologies.