Robotinos fahren durch die Fabrik der Zukunft

Übergabe der zwei Robotinos (v.l.n.r.):   FH-Prof. DI Dr. Erich  Markl, Studiengangsleiter Internationales Wirtschafts- ingenieurwesen und Leiter der Instituts für Advanced Engineering Technologies an der Fachhochschule Technikum Wien; DI Rainer Ostermann
Übergabe der zwei Robotinos (v.l.n.r.): FH-Prof. DI Dr. Erich Markl, Studiengangsleiter Internationales Wirtschafts- ingenieurwesen und Leiter der Instituts für Advanced Engineering Technologies an der Fachhochschule Technikum Wien; DI Rainer Ostermann

Die virtuelle Fabrik ist ein zentrales Thema von Industrie 4.0. In der Smart Factory der Zukunft werden virtuelle Prozesse und 1:1 Simulationen zum integrativen Bestandteil der Fertigung. Die Fachhochschule Technikum Wien arbeitet an einem spannenden Lehr- und Forschungsprojekt in diesem Bereich – die digitale Fabrik der Zukunft. 

 

Das Institut für Advanced Engineering Technologies an der Fachhochschule Technikum Wien arbeitet am Aufbau einer „digitalen Fabrik der Zukunft“, die wesentliche Aspekte von Industrie 4.0 in der praktischen Anwendung zeigt. So sollen zum Beispiel über RFID kommunizierende Werkstücke von Station zu Station geleitet werden, wo dann jeweils automatisiert werkstückspezifische Bearbeitungsschritte erfolgen. Dabei im Einsatz ist der mobile Lernroboter Robotino von Festo, der zwischen den Stationen als hochflexibles Transportsystem agiert. Zudem wird eine Industriekamera von Festo die zuverlässige Qualitätskontrolle der fertigen Werkstücke übernehmen.

Zwei Robotinos Premium Edition  werden in der „digialen Fabrik der  Zukunft“ der FH Technikum Wien  zum Einsatz kommen.  (c) Festo
Zwei Robotinos Premium Edition werden in der „digialen Fabrik der Zukunft“ der FH Technikum Wien zum Einsatz kommen. (c) Festo

Eines der zentralen Ziele ist die digitale Simulation der gesamten Anlage, sodass verschiedene Prozessabläufe in einem Hörsaal virtuell durchgespielt werden können, bevor diese „live“ auf der Maschine passieren. Besonders wichtig war es den Projektverantwortlichen der FH Technikum Wien daher, die Industrie von Anfang an einzubinden, denn nur so kann echte Praxisnähe gewährleistet werden. FH-Prof. Dipl.-Ing. Dr. Erich Markl, Studiengangsleiter Internationales Wirtschaftsingenieurwesen und Leiter der Instituts für Advanced Engineering Technologies: „Die enge Zusammenarbeit mit Partnern aus der Industrie eröffnet gute Chancen für Forschung und Lehre. Unsere digitale Fabrik wird interessante Einblicke in die Fertigung der Zukunft erlauben – von der 1:1 Simulation bis zur tatsächlichen Produktion auf der Anlage. Von den Erkenntnissen werden alle Beteiligten profitieren.“ 


Auf die neue Anlage freut sich auch Dipl.-Ing. Rainer Ostermann, Country Manager von Festo Österreich, der selbst viele Jahre in der Forschung und Entwicklung tätig war: „Die 4. industrielle Revolution bringt viele spannende Herausforderungen mit sich. Industrie, Forschung und Lehre müssen intensiv zusammenarbeiten, um die anstehenden Aufgaben zu lösen. Projekte wie dieses verschaffen interessante Einblicke und verbinden diese mit der Aus- und Weiterbildung für die Fertigung der Zukunft – Lernen wird ein zentrales Thema in der hochflexiblen Produktion der Industrie 4.0.“ Die Inbetriebnahme der Anlage ist für Juni 2015 geplant.