Smart City und Gesellschaft

Poster-Präsentation zum Abschluss der Lehrveranstaltung

Im Sommersemester fand im Bachelor-Studiengang Verkehr und Umwelt in der Vertiefung „Smart Cities“ erstmals die Lehrveranstaltung „Soziotechnische Aspekte von Smart Cities“ statt. Geleitet wurde die Lehrveranstaltung von DI Dr. Bente Knoll. Acht Studierende nahmen teil und erhielten eine Einführung das Themenfeld Gesellschaft und Technik unter besonderer Berücksichtigung von Geschlechter- und Diversitätsfragen. Sie konnten vertiefend sozio-technische Aspekte von Smart Cities in den Themenbereichen Energie, IKT und Mobilität – auch unter Anwendung von empirischen Erhebungsmethoden – bearbeiten. Die Einführung in das Thema erfolgte in Präsenzterminen im Hörsaal sowie durch Recherchen und Dokumentenanalysen sowie durch das Lesen und Exzerpieren von wissenschaftlicher Literatur im Selbststudium.

Für den Themenbereich Energie haben die Studierenden zunächst in Zweiergruppen das eigene Energienutzungsverhaltens im Haushalt reflektiert und anschließend ein Energieberatungsgespräch mit Wien Energie durchgeführt, um konkrete Vorschläge und Maßnahmen zur Reduktion des Verbrauchs von Endenergie zu erarbeiten.

Für den Themenbereich IKT wurden unterschiedliche Apps mit Personen in den Altersgruppen 18 bis 21 Jahre, 35 bis 45 Jahre und über 60 Jahre mit Hilfe von Thinking Aloud Tests auf deren Usability hin überprüft.

Für den Themenbereich Mobilität wurden von den Studierenden in Zweiergruppen Erhebungsraster für die quantitative Verkehrszählung von motorisierten Fahrzeugen, Fahrrädern und Personen entwickelt und an vier Standorten an der Wallensteinstraße im 20. Bezirk in Wien durchgeführt.

Die Studierenden haben dann in Zweiergruppen die drei Themenbereiche inhaltlich vertieft und folgende Aufgabenstellungen bearbeitet:

  • Konzeption eines Workshops für junge Erwachsene Fokus: Sensibilisierung für das Thema Energie-Sparen; Erarbeitung von Energiespartipps mit dem Fokus auf Gerätetausch und Sanierung sowie mit dem Fokus auf Bewusstseinsbildung mit Hilfe eines transtheoretischen Modells;
     
  • IKT und Energie zum Smart Meter und mögliche Konsequenzen am Beispiel der Stadt Wien; Entwicklung von Ideen für neue Apps anhand von beigestellten Ergebnissen von Cultural Probes; Erarbeitung von Empfehlungen zur Verbesserung der Usability für Smart City-Apps; Analyse des Aufbaus und der Usability der Applikation AnachB, Erstellung von Verbesserungsvorschlägen dazu;
     
  • Auswertung der Verkehrszählungen und kritischer Betrachtung der Vor- und Nachteile der jeweiligen Erhebungsraster; Kontextualisierung den baulichen Strukturen und Fotodokumentation; Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten und Grenzen von quantitativen Erhebungsmethoden unter Berücksichtigung der Diversität der Personen und deren (möglicher) Ansprüche an Smart Cities.