Studieren, Saunieren und Schlitten fahren

Armin Brandstetter Outgoing-Studierender an der Vaasa University of Applied Sciences

„Eigentlich habe ich einen Schwedisch-Kurs als Freifach belegt und wollte daher primär nach Schweden – doch schlussendlich wurde es das zweisprachige Vaasa in Finnland.“

Armin Brandstetter (Bachelor Informatik), erzählt von den ersten Eindrücken seines Auslandssemesters und wie er auf die Idee kam, für ein Semester ins Ausland zu gehen:

Foto: Armin Brandstetter„Das erste Mal habe ich von Andreas Dünser von der Möglichkeit eines Auslandssemesters erfahren. Andreas betreut beim Erasmus Student Network (ESN) am Technikum Wien Incoming-Studierende aus aller Welt. Ein weiteres Mal wurde ich beim Get-Together eines Vortrags am Technikum darauf aufmerksam – wo ich mit einem Absolventen, namens Michi, ins Gespräch kam.

Michi hat mir von seinen vielfältigen Erfahrungen im Ausland berichtet und wie ihn diese geprägt haben. Er legte mir ans Herz, die Möglichkeit zu nutzen, wenn ich die Chance habe. Das Gespräch war sehr inspirierend!

Nach den beiden Begegnungen, habe ich mich dazu entschlossen nähere Informationen bei einem Informationstermin im International Office einzuholen, wo auch alle offenen Fragen geklärt wurden. Man ist hier wirklich gut aufgehoben und bekommt Unterstützung die den Einstieg in die Thematik sehr erleichtert.“

Besonders in der Bewerbungs- und Vorbereitungsphase kamen ein paar Sorgen darüber auf, welche Kurse von der Studiengangsleitung angerechnet werden. Doch nach einem Gespräch mit FH-Prof. Harald Wahl waren die Unsicherheiten schnell verflogen.

Im ersten Schritt wird eine Auswahl von Kursen an einer Hochschule, die von größtem Interesse sind erstellt und bespricht diese mit seiner Studiengangsleitung. In diesem Gespräch wird geklärt welche Kurse in Frage kommen. Die Studiengangsleitung war dabei sehr unterstützend!

Freizeit in Vaasa

Die persönliche Betreuung von den Lehrenden und Internationalen Koordinatoren ist auch an der Vaasa AUS besonders angenehm für Erasmus-Studierende und neben dem Studium im Ausland sammeln Outgoing-Studierende auch viele andere Erfahrungen.

Foto: Lea UckelmannBeispielsweise die vom Erasmus Student Network organisierten Reisen nach Lappland, zu den norwegischen Lofoten-Inseln oder die zweitägige Partyfähre von Helsinki nach Stockholm und retour.

„Es war der Wahnsinn! In Lappland fuhren wir bei einer Husky-Schlittenfahrt durch die finnischen Wälder, haben Nordlichter gejagt, waren bei -20° in der Sauna und erfrischten uns im eisigen Wasser.“

Neben den einmaligen Erfahrungen nimmt man vor allem wunderbare Freundschaften, unvergessliche Momente und wertvolle Eindrücke für die persönliche Weiterentwicklung aus der Zeit im Auslandssemester mit.

Auslandssemester finanzieren

Doch damit der Traum eines Auslandssemesters in Erfüllung gehen kann, ist es wichtig, dass der finanzielle Aspekt geklärt wird.

„Auch wenn das Leben in Finnland wesentlich teurer ist als in Wien, gibt es ein paar Sachen, die sogar günstiger sind: Beispielsweise ein Gericht in der Mensa für 2,60€ oder Zimmer in Studierendenwohnheimen für unter 300€ mtl.“

Alle Studierenden, die an einer Partnerhochschule in Europa ein Semester verbringen, bekommen einen monatlichen Erasmus+ Zuschuss von rund 400€ monatlich. Außerdem können Studierende, die Studienbeihilfe oder ein Selbsterhalterstipendium beziehen, ab Herbst 2019 zusätzlich um Auslandsbeihilfe ansuchen. Weiteres bekommen Studierende bis 24 Jahren Kinderbeihilfe.

Für berufstätige Studierende bietet die Bildungskarenz eine Möglichkeit sich für einen bestimmten Zeitraum von der Arbeit karrenzieren zu lassen und sich damit zusätzlich die Finanzierung eines Semesters im Ausland zu erleichtern.

Zu guter Letzt möchte Armin folgenden Gedankenanstoß mitgeben:

„Ich empfehle allen Studierenden zumindest einmal ernsthaft mit der Idee eines Auslandssemesters zu befassen! Stelle dir einfach mal die Frage – wo du schon immer mal hin wolltest? Welches Land, welche Kultur, welche Sprache finde ich faszinierend?

Natürlich gibt’s Partnerhochschulen bei denen der Weg doch etwas einfacher ist, als komplett als free Mover durchzustarten. Aber im Prinzip bist du vollkommen frei und kannst zu allem Ja sagen! Außerdem ist es auch toll sich nicht auf eine spezielle Location zu fixieren. Mein ursprünglicher erster Gedanke war übrigens Island, bis ich dann schnell auf Schweden und letztlich nach Finnland umgeschwenkt bin. Und glaub mir, wenn ich dir sage, dass ich dort wo ich letztlich gelandet bin auch überaus zufrieden bin!

Als Abschluss möchte ich dir noch eine letzte Frage stellen und beantworte sie für dich selbst ehrlich – Warum nicht?“

Studierenden, die sich für ein Auslandssemester in Vaasa, in Finnland oder generell für einen Auslandsaufenthalt interessieren steht Armin Brandstetter gerne zur Verfügung, er kann via armin.brandy@gmail.com kontaktiert werden. Weitere Eindrücke gibt’s auch auf seinem Instagram Profil instagram.com/arminbrandy.

Sollten Studierende Informationen zu Finanzierung und Planung von Auslandsaufenthalten Fragen haben, können sie beim International Office unter outgoing.students@technikum-wien.at konkretere Informationen und allgemeine Möglichkeiten einholen.

Autoren: Johanna Wachter & Armin Brandy