Studium mit guten Berufsaussichten: Wirtschaftsinformatik

Seit vielen Jahren bringen die Bachelor- und Master-Studiengänge Wirtschaftsinformatik erfolgreiche Fach- und Führungskräfte für verschiedenste Branchen hervor. Florian Eckkrammer, stellvertretender Studiengangsleiter im Bachelor, und Christine Docsek, Studiengangsassistentin und Lektorin, sprechen über die Besonderheiten dieses Bereichs an der Schnittstelle zwischen IT und Management. 

Florian Eckkrammer und Christine Doscek

 
Wie erklären Sie Studieninteressenten den Begriff Wirtschaftsinformatik?
Florian Eckkrammer:
Wirtschaftsinformatik ist mehr als Informatik mit Wirtschaftselementen. Sie enthält auch Themen, die weder im Informatik- noch im Wirtschaftsstudium vorkommen, also einzigartig für die Wirtschaftsinformatik sind. Dazu gehören zum Beispiel Prozessmodellierungen: Man analysiert, wie in Organisationen gearbeitet wird, und überlegt, wo Verbesserungen vorgenommen werden können. Erst dann kommt eine mögliche Unterstützung durch IT dazu. Wie sehen Prozesse aus? Was muss Software können, um sie zu unterstützen?

Für wen ist ein Wirtschaftsinformatik-Studium interessant? 
Christine Docsek:
Für alle, die technikaffin sind, aber nicht nur ein rein technisches Interesse haben, sondern sich auch für Wirtschaft und Management begeistern. Der Vorteil unserer Studiengänge ist, dass man während der Ausbildung seine Interessen entwickeln kann. Jeder kann sich seinen Begabungen entsprechend spezialisieren. Kreativität ist gefragt. Eine Wirtschaftsinformatikerin muss diese Kreativität planen und umsetzen können.

Wie sehen die Berufsaussichten aus?
Eckkrammer:
Nach dem Studium bleiben nur wenige in der reinen Software-Entwicklung. Aus unserer Sicht sollte es für WirtschaftsinformatikerInnen nach dem Programmieren weitergehen, beispielsweise im Projektmanagement oder als LeiterIn eines Teams, also in einer Rolle, in der sie auf ihr  technisches Know-how zurückgreifen, aber gleichzeitig gestalten. Es ist eigentlich ein branchenübergreifendes Studium. Jedes Unternehmen ab einer gewissen Größe braucht Wirtschaftsinformatikerinnen und Wirtschaftsinformatiker, sowohl intern als auch zur Unterstützung bei den Kunden. 

Also ein Studium für KarrieristInnen?
Docsek:
Unsere Absolventinnen und Absolventen haben beste Berufsaussichten, aber Wirtschaftsinformatik hat auch eine gesellschaftliche Aufgabe. In Prozessen bleibt der Faktor Mensch im Mittelpunkt und auch soziale Aspekte müssen mit bedacht werden. Bei uns an der FH spielt soziale Kompetenz folgerichtig eine wichtige Rolle. In zahlreichen Lehrveranstaltungen wird das vermittelt. Man hat außerdem viel mit Menschen zu tun, muss viel kommunizieren – und zwar mit beiden Seiten. Der Wirtschaftsinformatiker versteht beide Welten, die Welt der IT und gleichzeitig auch die anderen Kräfte im Unternehmen.
Eckkrammer: Nach einem Master-Abschluss und mit entsprechender Berufserfahrung kann man als Abteilungsleiter oder Bereichsleiter in größeren Unternehmen arbeiten, aber je nach Fokus genauso in Start-ups anheuern. Da geht es dann eher ums Produkt, schließlich sind die Prozesse in jungen Unternehmen noch nicht so ausdefiniert. Aber prinzipiell kommen Wirtschaftsinformatik-AbsolventInnen in allen Unternehmensgrößen zum Einsatz. Wirtschaftsinformatik ist definitiv ein Studium mit guten Berufsaussichten.

Studieren an der FH Technikum Wien


Was macht das Wirtschaftsinformatik-Studium am Technikum aus?
Eckkrammer: Die Bachelor-Studiengänge haben einen starken technischen Bezug. Wir verfolgen die Philosophie, von den Tools, Werkzeugen und Technologien zu den Lösungen zu kommen. Wer in einem Technologieumfeld arbeitet, muss verstehen, wie Technologie funktioniert. Wir durchleben in sechs Semestern den gesamten Life Cycle der Softwareentwicklung – von den Anforderungen über Design, Implementierung, Ausbringung, Inbetriebnahme, Deployment, da ist alles dabei. Und die Studierenden bekommen einen Einblick in diesen ganzen Prozess.

Wo setzen die Master-Studiengänge an?
Eckkrammer: Im Master geht es stärker weg von der reinen Software. Master-Studierende sehen IT breiter und allgemeiner. Welche IT braucht mein Unternehmen? Wie plane ich ihren Einsatz? Welche Risiken muss ich berücksichtigen? Das Curriculum ist weniger technisch, weil schon vieles vorausgesetzt wird.

Das heißt, es braucht technische Vorkenntnisse, um im Master zu studieren?
Docsek: Technische Grundlagen sind Voraussetzung. Wer ein rein wirtschaftliches Bachelor-Studium absolviert hat, bringt davon nicht ausreichend mit. Der Master soll außerdem fürs höhere Management vorbereiten. Viele Studierende arbeiten während des Studiums schon in einer ersten Führungsposition.

Stichwort Kombination von Beruf und Studium: Kein anderes Studium an der FHTW bietet derart viele Varianten: Vollzeit, berufsbegleitend, Fernstudium. Wo liegen die Vorteile?
Docsek: Dank dieser Organisationsvielfalt können wir viele Zielgruppen ansprechen. Nicht nur die ganz Jungen, sondern auch die, die schon im Beruf sind und sich weiterentwickeln wollen, und alle jene, die viel unterwegs sind und gleichzeitig eine gute Ausbildung absolvieren wollen. Dieses breite Feld wollen wir abdecken. Das führt auch zu Diversität in den Gruppen. Und wir müssen unterschiedliche Lehr- und Lernmethoden einsetzen, damit man den Bedürfnissen der Zielgruppe entsprechen kann.

Kleine Gruppen und intensive Projektarbeiten führen zu starkem Zusammenhalt.
Docsek: Es entstehen lebenslange Freundschaften und wichtige Kontakte, auch für die Arbeitswelt. Die allerersten Wirtschaftsinformatik-Studierenden am Technikum sind heute noch miteinander in Kontakt. Das macht einfach diese Form des Studiums aus, dass sie nicht jeder für sich alleine arbeitet. Es entsteht immer ein guter Teamgeist. Du bist in diesem Studium nicht alleine, das ist ein wichtiger Faktor.
 

Die Organisationsformen im Überblick
  Bachelor Master
Vollzeit

Wirtschaftsinformatik

  • Sprache: Deutsch
  • Vollzeit-Variante mit Präsenzzeiten am Mittwoch, Donnerstag und Freitag
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Berufsbegleitend

Wirtschaftsinformatik - berufsbegleitend

  • Sprache: Deutsch
  • Abendform: dienstags, mittwochs und donnerstags von 17:50 bis 21:00

Wirtschaftsinformatik - berufsbegleitend

  • Sprache: Deutsch
  • berufsbegleitendes Studium mit Präsenz an drei Abenden pro Woche.

Information Systems Management part-time

  • Sprache: Englisch
  • mit Option auf Double Degree
Fernstudium 

Fernstudium Business Informatics

  • Sprache: Englisch
  • mit Präsenz- und Online-Phasen

Fernstudium Information Systems Management

  • Sprache: Englisch
  • mit Präsenz- und Online-Phasen