Vom Abschlussprojekt zu 400.000 Downloads

Master Thesen werden nur für die Schublade produziert? Von wegen: Das Projekt eines Absolventen erleichtert heute weltweit die Kalendersynchronisation.

Was vor mehr als zwei Jahren als Master Thesis im Studiengang Softwareentwicklung begann, erleichtert heute den Alltag von mehreren Hunderttausend Menschen: Der Outlook CalDAV Synchronizer von Absolvent Gerhard Zehetbauer und Betreuer Alexander Nimmervoll (Institut für Informatik) ermöglicht erstmals eine kostenlose Terminsynchronisation zwischen Microsoft Outlook, Google Calendar und Kalender-Oberflächen sogenannter CalDAV-Server (bspw. SOGo oder Horde) – und sorgt seit der Veröffentlichung für Furore. Mittlerweile wurde das Plugin mehr als 400.000 Mal heruntergeladen.

Im März wählte das Webportal SouceForge die Anwendung sogar zum Projekt des Monats. Auf der Seite findet sich auch ein ausführliches Interview mit Alexander Nimmervoll, in dem er die Hintergründe zum Projekt erklärt. Ein Monat davor präsentierte Nimmervoll das Erfolgskonzept im Rahmen eines Vortrags auf der FOSDEM, der größten Open Source Konferenz Europas. Auch auf den Linuxwochen in Wien sowie auf der Secure Linux Administration Conference in Berlin wird sich das Projekt präsentieren.

Ein weiterer Meilenstein dieser mittlerweile internationalen Erfolgsgeschichte war die Kooperation mit der Filehosting-Software Nextcloud, die Ende 2016 verkündet wurde. „Auf die Zusammenarbeit mit Nextcloud sollen weitere Kooperationen folgen“, sagt Nimmervoll. „Außerdem wollen wir noch in diesem Jahr einen Enterprise Support einführen.“