Von Balance-Fußball über einen Getränke-Roboter bis hin zu einem fliegenden Fisch – Wiener Forschungsfest 2018

Das Wiener Forschungsfest stellte von 14. bis 16. September einen neuen Rekord auf: 13.000 Besucherinnen und Besucher lockte das Fest in die CREAU. An über 40 Mitmach-Stationen gab es viel zu entdecken, die Besucherinnen und Besucher konnten Prototypen ausprobieren und erhielten Antworten auf knifflige Forschungsfragen.

Die FH Technikum Wien war mit zwei Stationen dabei: im Bereich gesundes Leben mit dem Projekt REHABitation und im Bereich Hilfe im Alltag mit dem Thema smartes Leben im smarten Zuhause.

Fliegende Bücher als Motivation

Oft muss man nach einem Unfall und einer Verletzung eine Rehabilitation machen, um bei bestimmten Körperteilen wieder fit zu werden. Nach dem Klinikaufenthalt muss diese Reha meistens zuhause weitergeführt werden. Doch da fehlt oft die Motivation, richtiges Feedback und eine gewisse Kontrolle. Daraus entstand die Idee für das Projekt REHABitation.

Bei der Station des Wiener Forschungsfests wurden zwei verschiedene Konzepte vorgestellt. Das erste ist ein Spiel, bei welchem ein Bücherregal auf einen Monitor projiziert wird. Das Regal ist vollgestellt mit Büchern, wobei einige davon hinausfallen. Aufgabe des Spielers ist es, die Bücher virtuell wieder in das Regal hineinzustellen. Dabei werden genau die Bewegungen trainiert, die für die individuellen Patienten wichtig sind. Der Sinn dahinter ist, die Übungen spielerisch zu gestalten und so auch die Patienten zu motivieren.

Das andere Projekt gilt der Balance-Fähigkeit, um den eigenen Körper aufrecht zu halten. Ein Wii-Board ist gekoppelt mit einem Roboter-Ball, welcher über das Board gesteuert wird. Als special-effect gibt es einen Lichtschranken, der ein Fußballtor symbolisiert. So kann man Fußball spielen, ohne sich vom Platz zu bewegen, ohne große Anstrengung und trainiert damit die Körperzone, die für den Patienten wichtig ist.

 

   

Kleine und große Hilfestellungen für die eigenen vier Wände

Bei der Station Smartes Leben im smarten Zuhause wurde man von einem fahrenden Roboter mit kleinen Snacks begrüßt. Der „Robofriend“ hat verschiedene Soundeffekte und könnte eine Hilfe für die Interaktion mit autistischen Kindern darstellen. „AsTeRICS“ ist ein Programm, bei welchem man über Kopfbewegungen die Maus am Monitor steuern kann. Gekoppelt mit anderen System-Lösungen kann man Befehle am PC antippen, welche dieser dann laut ausspricht.

Ein weiteres Projekt ist die „FLipMouse“: mit Hilfe eines Röhrchens im Mund, kann man ohne Hände einen PC bedienen. Man kann sie aber auch für andere Tätigkeiten verwenden. Für querschnittsgelähmte Kinder gibt es oft nicht viele Möglichkeiten etwas zu spielen, daraus entstand die Idee für den „fliegenden Fisch“. Dies ist ein großer fliegender Luftballon, in Form eines Fisches, welcher durch die Luft schwebt und so auch vom Rollstuhl gesteuert werden kann.   

Zum Abschied wird von einem kleinen Servier-Roboter ein Getränk angeboten. Nachdem man ihm die Frage beantwortet hat, was man trinken will, fährt er zu einer kleinen Bar, dort wird das Glas, welches er transportiert, befüllt, danach dreht er um und bringt einem das Getränk. In diesem Sinne: Danke & Prost, Roboter!

Mehr Infos zu diesen AsTeRICS-Projekten: http://www.asterics-academy.net/tools