Wind, Wind und nochmal Wind: vom Do-it-yourself-Windrad bis zum Aufstieg auf ein 65 Meter hohes Windrad

Rückblick – Tag der offenen Tür im Energieforschungspark. 14:30 Ankunft in Lichtenegg. Schon beim Ausstieg aus dem Bus weht es so heftig, dass man sofort merkt, worum sich hier alles dreht: um den WIND. Der Standort ist ganz bewusst so gewählt, denn hier wurden bereits Messungen und Prüfungen von 25 verschiedenen Kleinwindkraftanlagen durchgeführt.

„Wenn ein Windrad hier überlebt, dann ist dies in ganz Europa möglich“, klärt uns Kurt Leeb (solvento energy consulting) über den windigen Standort auf. Danach gibt es einen Überblick über das Testgelände. Dabei gibt es die unterschiedlichsten Windräder zu bestaunen. Jenes von EasyWind kommt ohne Fundament aus, und ist somit ohne Kran auf- und abstellbar. Ein weiteres Objekt ist eine außergewöhnliche gelbe Windanlage, die früher einmal auf dem Dach der Energy Base stand. PureSelfMade präsentiert eine Kleinwindkraftanlage, die der Normalverbraucher selbst aufstellen kann. Das neueste Projekt heißt SmallWindPower @Home, bei welchem mehrere gebäudemontierte Windräder getestet werden, welche die Objekte für die weltweit einzige Mess- und Prüfinfrastruktur dieser Art sind.

  

Mauro Peppoloni (FH Technikum Wien) gibt danach einen Einblick in das Forschungsprojekt. Nach einem kurzen Überblick über die Arbeitsgemeinschaft (ARGE Lichtenegg), welche den Energieforschungspark betreibt, berichtet der Forscher über die Entstehung des Energieparks. 2010 wurde das Testfeld für die Windräder das erste Mal in Betrieb genommen, für zwölf Monate sollte getestet werden. Die Langzeitevaluierung ergab, dass nur fünf von 13 Anlagen zufriedenstellend waren. Um die Ursachen dafür zu erkennen und die technische Probleme zukünftig zu vermeiden war es ein großes Ziel weiter zu forschen. Auch Aufklärung gegenüber den Kunden war notwendig, denn es gab teilweise falsche bzw. irreführende Herstellerangaben. Die genauen Ergebnisse dazu findet man im Kleinwindkraftreport (hier zum Download). Besonders stolz ist man auf die zwei neuesten Objekte, die weltweit einzige Mess- und Prüfinfrastruktur für gebäudemontierte Kleinwindkraftanlagen, wofür zwei Gebäudenachbauten mit unterschiedlichen Dachaufbauten auf dem Testfeld gebaut wurden.

Als abschließendes Highlight steigen wir über eine enge Wendeltreppe auf ein 65 Meter hohes Windrad hinauf. Oben angekommen, ist jede Klage über die 300 Stufen vergessen. Denn der Ausblick von hier oben über die Bucklige Welt ist traumhaft.