Workshops als Auftakt zur Qualitätssicherung der Lehre

Studierende und Lerhende sollen von Lernergebnisorientierung & Modularisierung profitieren.
Studierende und Lerhende sollen von Lernergebnisorientierung & Modularisierung profitieren.

Diesen Monat war Workshop-Zeit an der FH Technikum Wien. In drei Terminen setzten sich in etwa 250 interne und externe Lehrende mit den Themen Lernergebnisorientierung und Modularisierung auseinander. Hintergrund: bis Oktober 2015 soll ein Konzept für die Modularisierung der Studiengänge und die lernergebnisorientierte Weiterentwicklung der Studienpläne entwickelt werden. Mit dem Studienjahr 2016/17 werden dann alle Lehrveranstaltungen der FH lernergebnisorientiert beschrieben und alle Curricula modularisiert sein.

 

Doch was bedeuten diese beiden Ziele konkret? „Auf Seiten der Studierenden soll Klarheit darüber herrschen, was man nach positiver Absolvierung einer Lehrveranstaltung  können soll“, sagt Daniela Waller, MSc, Leiterin des Arbeitspaketes Lernergebnisorientierung und Modularisierung im Projekt Weiterentwicklung Qualitätsmanagement, die federführend für diesen Prozess verantwortlich ist. „Für neue Lehrende stellt die Lernergebnisorientierung eine Planungshilfe zur Entwicklung von Lehrveranstaltungen dar. Und für beide Seiten ist eine Möglichkeit, um zu überprüfen, ob Studierende können, was von ihnen gefordert wurde und ob die Ziele der Lehrveranstaltung erreicht wurden.“

Vernetzen und verschränken

Die Modularisierung hat zum Ziel, durch Vernetzung oder Verschränkung von Teilkompetenzen einen insgesamt höheren Kompetenzerwerb zu erreichen. „Überlegen wir es uns beispielhaft anhand der Lehrveranstaltungen Programmieren und Objektorientiertes Modellieren. Wenn man die Inhalte beider Lehrveranstaltungen verschränkt, indem man das Gelernte gleich anhand einer konkreten Analyse, Modellierung und  Implementierung eines objektorientierten Systems einsetzt, führt das in der gleichen Zeit zu einem höherem Kompetenzerwerb bei Studierenden“, sagt Daniela Waller. Modularisierung kann zudem zu einer Verringerung der Prüfungslast auf Seiten der Studierenden führen. Im genannten Beispiel würde dies bedeuten, statt zweier einzelner Prüfungen beide Themen gemeinsam abzuprüfen oder die erzielten Lernergebnisse anhand eines gemeinsamen Projektes unter Beweis stellen zu lassen.

 

Wichtig ist dabei, dass solche Modulprüfungen einen Mehrwert in Bezug auf den Kompetenzerwerb liefern und die Studierenden nicht überfordern: „Zu verhindern ist, aus zwei schwierigen Prüfungen eine noch schwierigere Prüfung zu definieren“, so Daniela Waller.

 

Die Workshops zur Entwicklung lernergebnisorientierter und modularisierter Studiengänge wurden von Daniela Waller, MSc, und FH-Prof. Priv.-Doz. Dr. Martin Lehner, Vizerektor für Lehre, konzipiert und durchgeführt. FH-Prof. DI Peter Balogund FH-Prof. Mag. DI Friedrich Praus haben die Workshops durch deren Best Practices angereichert.