FH Technikum Wien startet ersten FH-Bachelor-Studiengang Maschinenbau in Wien: praxisnahe, akademische Ausbildung am Puls der Wirtschaft

Pressekonferenz Vorstellung des neuen Bachelor-Studiengangs Maschinenbau im November 2014
Pressekonferenz Vorstellung des neuen Bachelor-Studiengangs Maschinenbau im November 2014
  • Jeder fünfte Studienplatz wird direkt vom Fachverband der Maschinen und Metallwaren Industrie (FMMI) finanziert
  • Großer Bedarf für praxisnahe, akademische Ausbildung im Maschinenbau in Ostösterreich
  • Konsequente Erweiterung des Studienangebots als größte rein technische FH in Österreich

Die Fachhochschule Technikum Wien startete im Herbst dieses Jahres den ersten FH-Bachelor-Studiengang Maschinenbau in Wien und erweitert damit ihr Angebot als größte rein technische Fachhochschule in Österreich um einen weiteren strategischen Baustein. Der Studiengang wird – in dieser Form einzigartig in Österreich – durch den Fachverband Maschinen & Metallwaren Industrie unterstützt: Er beteiligt sich zu einem Fünftel an der Finanzierung und leistet damit einen wichtigen Beitrag, dem aktuellen Fachkräftemangel entgegen zu wirken.

"Der neue Studiengang Maschinenbau ist der erste an einer Fachhochschule in Wien. Der Bedarf an Fachkräften ist groß: Allein in Wien sind rund 50.000 Personen direkt in Maschinenbauunternehmen beschäftigt, die Nachfrage nach Mitarbeitern mit praxisnaher Ausbildung wird in den nächsten Jahren noch steigen", betont Fritz Schmöllebeck, Rektor der FH Technikum Wien, anlässlich des heutigen Pressegesprächs.

"Die Industrie braucht schlaue Köpfe mit fundiertem Grundlagenwissen, fachlicher und wirtschaftlicher Expertise sowie sozialen Kompetenzen“, ist auch Lothar Roitner, Obmann der FH Technikum Wien und Geschäftsführer FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie, überzeugt. "Dank der hohen Absolventenquote an unserer Fachhochschule werden bereits 2017 die ersten rund 50 Maschinenbau-Bachelor am Arbeitsmarkt verfügbar sein. Sie können sich nach ihrem Abschluss über ausgezeichnete Karrierechancen freuen."

Jeder fünfte Maschinenbau-Bachelor wird Absolvent der FH Technikum Wien sein

Wie groß der Beitrag der FH gegen den Fachkräftemangel ist, macht die Zahl der zukünftigen Absolventen deutlich: Jeder fünfte Maschinenbau-Bachelor wird 2017 ein Absolvent der FH Technikum Wien sein. Zuletzt (Studienjahr 2012/13) absolvierten laut unidata weniger als 200 Studierende Maschinenbau-Bachelor-Studiengänge in Österreich, darunter an der TU Wien und TU Graz. Dank des neuen Angebots stehen Unternehmen in wenigen Jahren rund ein Viertel mehr Maschinenbau-Bachelor-Absolventen zur Verfügung.

Praxisnahes Studieren in moderner Laborinfrastruktur

Bereits ab dem ersten Semester zeichnet sich der neue Studiengang durch eine starke Praxisnähe aus: Technische Grundlagen werden mit praktischen Übungen in modernen Labors und in Kleingruppen vermittelt. Im fünften Semester steht ein verpflichtendes Praktikum im Ausmaß von zwölf Wochen am Lehrplan.

Ein wichtiger Aspekt im Studienplan ist die breite Grundlagenausbildung in Fertigungstechnologien und Konstruktion. Zudem sieht das Curriculum eine weit über den gesetzlichen Rahmen hinausgehende Anzahl an wirtschaftlichen und persönlichkeitsbildenden Fächern vor. "Unternehmen fordern breit ausgebildete Fachkräfte mit Umsetzungs- und Lösungskompetenz", so Erich Markl, Studiengangsleiter Maschinenbau an der FH Technikum Wien. "Wir setzen daher seit Langem auf ein 3-Säulen-Modell mit technischen, wirtschaftlichen und persönlichkeitsbildenden Inhalten. Auch im Maschinenbau haben wir ein Verhältnis von 70 Prozent technisches Fachwissen zu 30 Prozent wirtschaftliches und persönlichkeitsbildendes Know-how. Unsere Absolventen weisen damit neben fachlicher Kompetenz auch Social Skills auf, die sie befähigen, Projekte zu leiten und Führungsaufgaben zu übernehmen."

Ergänzende Master-Studiengänge

Die Absolventen des FH-Bachelor-Studiengangs können aus einer Reihe von ergänzenden Master-Studiengängen der FH Technikum Wien wählen, die ihre umfassende technische Ausbildung abrunden. Für den Maschinenbau sind insbesondere die Master-Studiengänge Mechtronik/Robotik, Internationales Wirtschaftsingenieurwesen, Innovations- und Technologiemanagement und Erneuerbare Urbane Energiesysteme ideale Ergänzungen.

Zugangsvoraussetzungen

Der FH-Studiengang Maschinenbau ist als Vollzeitstudium von sechs Semestern und zirka 22 Wochenstunden konzipiert. Zugangsvoraussetzung ist entweder die Reifeprüfung, eine Berufsreifeprüfung oder ein facheinschlägiger Lehr-, BMS- oder Werkmeisterabschluss mit Zusatzqualifikationen. Mit entsprechenden fachlichen Vorkenntnissen, wie zum Beispiel einem HTL-Abschluss, kann ein Einstieg ins zweite oder dritte Semester erfolgen. Der FH-Studiengang schließt mit der Bezeichnung Bachelor of Science in Engineering (BSc) ab.

Über die FH Technikum Wien

Mit bisher mehr als 8.000 Absolventinnen und Absolventen sowie knapp 3.800 Studierenden ist die Fachhochschule Technikum Wien Österreichs größte rein technische FH. Das Studienangebot umfasst aktuell 12 Bachelor- und 17 Master-Studiengänge, die in Vollzeit, berufsbegleitend und/oder als Fernstudium angeboten werden. Das Studienangebot ist wissenschaftlich fundiert und gleichzeitig praxisnah. Sowohl in der Lehre als auch in der Forschung steht die Verzahnung von Theorie und Praxis an oberster Stelle.

Der Bereich Forschung & Entwicklung an der FH Technikum Wien ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen und konzentriert sich aktuell auf vier Schwerpunkte: eHealth, Embedded Systems, Erneuerbare Energie und Tissue Engineering. Die FH Technikum Wien wurde 1994 gegründet und erhielt im Jahr 2000 als erste Wiener Einrichtung Fachhochschulstatus. Seit 2012 ist sie Mitglied der European University Association (EUA). Sie ist ein Netzwerkpartner des FEEI - Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie.

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