Frauen in der Technik: FEEI und FH Technikum Wien fördern zum elften Mal mit „1.000 Euro statt Blumen“ erfolgreiche Studentinnen

Der FEEI und die FH Technikum Wien fördern bereits zum elften Mal sechs erfolgreiche Studentinnen der größten rein technischen Fachhochschule in Österreich mit 1.000 Euro in bar sowie dem Ersatz der Studiengebühren für ein Jahr. Zum dritten Mal begleiten Mentorinnen aus der Wirtschaft die Nachwuchstechnikerinnen bei ihrer Karriereplanung.
„Die Kombination Frauen und Technik funktioniert hervorragend. Bester Beweis dafür ist, dass sich das Projekt 1.000 Euro statt Blumen als Fixpunkt im Studienjahr etabliert hat. Zum dritten Mal fördern wir aktiv den Berufseinstieg bzw. den Karriereweg der Stipendiatinnen mit unserem Mentoring-Programm. Sechs Technikerinnen aus der Wirtschaft fungieren als wichtige Role Models“, sagt FEEI-Geschäftsführer Lothar Roitner.


„Der Frauenanteil an der FH Technikum Wien wächst erfreulicherweise stetig: Lag der Anteil der Studentinnen 2006 noch bei 11,5 Prozent, ist er 2016 auf 19 Prozent gestiegen. Vor allem akademische Lehrgänge sind bei Frauen beliebt. Mit dem Stipendium möchten wir jungen Frauen Mut für ein technisches Studium machen und etwaige Berührungsängste abbauen“, beschreibt Fritz Schmöllebeck, Rektor der FH Technikum Wien, das Ziel des Projekts. „Die Industrie sucht händeringend nach Technikerinnen, denn Frauen bringen andere Sichtweisen, Ideen und Erfahrungen mit und fördern die Kommunikation in Teams. Gemischte Teams sind erwiesenermaßen produktiver als rein männliche“, bekräftigt Schmöllebeck.

Mentorinnenprogramm für High Potentials

Das Mentorinnenprogramm ist eine Win-Win-Situation für beide Seiten: Die Mentorinnen erhalten einen persönlichen Kontakt mit vielversprechenden High Potentials der Fachhochschule. Das Mentorinnenprogramm läuft jeweils für ein Jahr und beinhaltet Besuche des Unternehmens, in dem die Mentorin arbeitet. Die persönlichen Kontakte zwischen Mentorin und Mentee können individuell gestaltet werden. Zusätzlich finden für Stipendiatinnen und Mentorinnen des Stipendiums 1.000 Euro statt Blumen zwei Netzwerkevents Frauen in der Technik statt.
Die Mentorinnen „1.000 Euro statt Blumen“ 2017 sind:

  • DI Marlene Hawelka, BSc, tbw research
  • DI Sabine Nadherny-Borutin, Brantner Walter GmbH
  • Univ. Prof. Dipl.-Chem. Dr. Cornelia Kasper, Universität für Bodenkultur Wien
  • DI Morana Maricic, Nokia Solutions and Networks Österreich GmbH
  • DI Amira Derado, Infineon Mag. Gabriele Bech, ÖBB

Life Science Technologies bei Frauen am beliebtesten

Jeder sechste Studierende an der FH Technikum Wien ist weiblich, wobei drei Studienrichtungen besonders herausragen: der Bachelor-Studiengang Biomedical Engineering sowie die beiden Master-Studiengänge Technisches Umweltmanagement und Ökotoxikologie sowie Tissue Engineering and Regenerative Medicine. Bei letzterem beträgt der Frauenanteil eindrucksvolle 2/3. Diese Studienrichtungen verbinden Wissen aus den Fächern Biologie und Chemie und eröffnen ein breites Spektrum an Berufsfeldern. Aber auch andere Richtungen weisen mittelweile einen beachtlichen Frauenanteil auf: So zum Beispiel der Bachelor-Studiengang Verkehr und Umwelt mit 27,9 Prozent.

Fachhochschule fördert Projekte, um Mädchen und Frauen für Technik zu begeistern

„Der FH Technikum Wien ist es ein großes Anliegen, noch mehr Frauen für technische Ausbildungen zu gewinnen. Wir fangen schon früh damit an: Maßnahmen wie Schulpräsentationen, Messeteilnahmen und Aktivitäten, um Mädchen für Technik zu begeistern, gehören zu unserem fixen Programm. Aber auch gezielte Projekte an der Fachhochschule wie Netzwerkveranstaltungen, eine Informationsplattform für Studentinnen oder ein Selbstverteidigungskurs für Frauen zählen dazu“, erklärt Angelika Ott, stellvertretende Geschäftsführerin der FH Technikum Wien.


Für das Leistungsstipendium 1.000 Euro statt Blumen müssen die Studentinnen theoretisch einen Notendurchschnitt unter 1,5 haben. „Allerdings haben die vier Stipendiatinnen sogar einen beachtlichen Notendurchschnitt von 1,0 bis 1,1“, zeigt sich Ott beeindruckt. „Zwei Sonderstipendien gibt es für die Vereinbarkeit von Studium und Beruf sowie von Studium und Familie auf. Diese Stipendiatinnen sind ein besonders Vorbild für die Mehrfachbelastung im Alltag und zeigen, wie sie Studium und Beruf bzw. Familie unter einen Hut bringen“, so Ott abschießend.

Die Gewinnerinnen im Studienjahr 2015/16 sind:

  • Angela Ferreira, Bachelor-Studiengang Verkehr und Umwelt
  • Ingrid Stassner, Master-Studiengang Technisches Umweltmanagement und Ökotoxologie
  • Karoline Pill, Master-Studiengang Tissue Engineering and Regenerative Medicine
  • Katrin Munzenrieder, Bachelor-Studiengang Informatik
  • Susanne Eder, Bachelor-Studiengang Wirtschaftsinformatik
  • Jasmin Pruckner, Bachelor-Studiengang Internationales Wirtschaftsingenieurwesen

Pressefotos finden Sie hier

1000 Euro statt Blumen 2017
„1.000 Euro statt Blumen“: ausgezeichnete Studentinnen und Mentorinnen


v.l.n.r. Gewinnerin Ingrid Stassner, Sabine Nadherny-Borutin (Brantner Walter GmbH), Gewinnerin Karoline Pill, Cornelia Kasper (BOKU Wien), Gabriele Bech (ÖBB), Gewinnerin Jasmin Pruckner, Morana Maricic (Nokia Solutions and Networks Österreich GmbH), Fritz Schmöllebeck (Rektor der FH Technikum Wien), Lothar Roitner (FEEI-Geschäftsführer), Amira Derado (Infineon), Gewinnerin Katrin Munzenrieder, Gewinnerin Susanne Eder, Marlene Hawelka (tbw research), Angelika Ott (stellv. Geschäftsführerin FH Technikum Wien) und Gewinnerin Angela Ferreira

Über den FEEI:
Der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie vertritt in Österreich die Interessen des zweitgrößten Industriezweigs mit rund 300 Unternehmen, über 60.000 Beschäftigten und einem Produktionswert von 13,4 Milliarden Euro (Stand 2015). Gemeinsam mit seinen Netzwerkpartnern – dazu gehören u. a. die Fachhochschule Technikum Wien, UFH, die Plattform Industrie 4.0, Forum Mobilkommunikation (FMK), der Verband Alternativer Telekom-Netzbetreiber (VAT) und der Verband der Bahnindustrie – ist es das oberste Ziel des FEEI, die Position der österreichischen Elektro- und Elektronikindustrie im weltweit geführten Standortwettbewerb zu stärken.