Fachabend: Drohnen, autonomes Fliegen und das Internet of Things

Donnerstag, 04. Mai 2017
18: 00 - 21: 00
FH Technikum Wien, Höchstädtplatz 6, 1200 Wien, A1.04A

Das Institut für Embedded Systems lädt in Kooperation mit Infineon zu einem Fachabend. 

1. Infineon

Infineon ist mit einem Umsatz von 6,5 Mrd € und über 36000 Angestellten zu den größten Halbleiterkonzernen in Europa. 1,8 Mrd des Umsatzes werden in Österreich erwirtschaftet, der größte Entwicklungs- und Fertigungsstandort ist in Villach, dort hat Infineon über 3000 Mitarbeiter beschäftigt. Entwicklungsschwerpunkte sind integrierte Sensoren (Magnetfeld, Druck, hochauflösende Mikrofone, Radar, Lidar, ..) Leistungselektronische Halbleiter und „Embedded Systems“ und Mikrocontroller für „Automotive“ und  „Industrial“ Anwendungen.

  

Reinraum bei Infineon / Infineon-Standort Villach (beide © Infineon) / Villach bei Nacht (© Roland Ster, Creative Commons, Share Alike 3.0) 

 

2. Infineon & das Institut für Embedded Systems

Infineon kooperiert im Rahmen des Josef Ressel Zentrums (JRZ), in welchem am Institut für Embedded Systems seit April 2013 erfolgreich zum Thema Verfikation geforscht wird, mit der FH Technikum Wien. Die XMC Mikrocontroller-Familie von Infineon ist ebenfalls seit einigen Jahren integraler Bestandteil der Embedded Systems Software & Echtzeitbetriebsystem Lehrveranstaltungen, welche die Studierenden im Rahmen des Bachelor Elektroniks besuchen.

 

3. Drohnen, autonomes Fliegen & IoT

Es ist sehr schwierig moderne Vorlesungen über Mikroelektronik zu halten, da die Entwicklungsgeschwindkeit enorm ist. Infineon hat um die 14000 Produkte aus verschiedensten Bereichen im Produktportfolio.  Um eine moderne, projektorientierte Vorlesung zu ermöglichen haben wir, im Rahmen einer Lehrveranstaltung am MCI Innsbruck, begonnen gemeinsam mit Studierenden einen Multicopter von Grund auf zu programmieren. Das Thema war ein voller Erfolg, neben der Drohnensteuerung wurden viele andere Funktionen verwirklicht, wie zum Beispiel Smartphone-App, Höhenregelung über hochauflösende Drucksensoren, Radar, GPS und LTE-Connectivity. Schöne Erfolge waren auch ein Design Contest in China und Österreich. In China haben sich mehr als 150 Teams beworben. Aus dem Demonstrator soll jetzt eine Plattform für autonome Fortbewegung werden. Es werden in einem etwas größeren Rahmen Radar, optische Sensoren sowie „Deep Learning“ –Technologie eingebaut. Weiters wird es auch jede Menge kleinerer Projekte geben, um neue Anwendungen für Sensoren, Controller und Leistungselektronik zu zeigen, z.B. eine Infineon Renndrohne.

Im Rahmen dieser Tätigkeiten haben wir auch eine neue Form der Kooperation aufgebaut, das „Emerging Applications Lab“. Dort unterstützen wir den Aufbau einer „kritischen Masse“ mit Hilfe von Studierendenjobs, welche aber keine wissenschaftliche Verpflichtung haben, sondern für neue Applikationen Demonstratoren entwickeln. Dies wurde im Rahmen von diversen Hochschulkooperationen begonnen, und Infineon würde das sehr erfolgreiche Modell gerne in Österreich weiter ausbauen.

Alles über den Multicopter

Die Anmeldung zu diesem Event ist bereits geschlossen.