Start me up Monday: Autonomes Fahren - Basics for Entrepreneurs

Montag, 03. Dezember 2018
18: 00 - 21:00
FH Technikum Wien: HS F0.02

Der Start me up Monday findet am 03.12.2018 zum Thema Autonomes Fahren statt: von den Grundlagen des Autonomen Fahrens über das Thema Sicherheit, über Umgebungssensorik von autonomen Fahrzeugen bis hin zu Sensorintegration in Scheinwerfersystemen.

 

Ing. Michael Nikowitz, MSc

Koordinator für Automatisiertes und Vernetztes Fahren beim (bmvit) Bundeministerium für Verkehr, Innovation und Technologie

Michael Nikowitz studierte an der Fachhochschule Technikum Wien Mechatronik und Robotik. Er arbeitete mehrere Jahre als Robotik-Ingenieur in der Automobilindustrie sowie als Laser-Wissenschaftler und wechselte anschließend in die Branche automatisierter Mobilität. Hier arbeitete er mehrere Jahre für diverse Agenturen des bmvit – unter anderem für die FFG. Seit November 2016 ist er mit der Koordination und strategischen Weiterentwicklung der Initiativen des bmvit beim automatisierten Fahren in der Stabstelle Mobilitätswende und Dekarbonisierung (Generalsekretariat) beauftragt. Derzeit koordiniert er die Erstellung des neuen Aktionspakets zur automatisierten Mobilität. Überdies hat er als Autor bereits mehrere Fachbücher zu automatisierten Fahren und Robotik veröffentlicht.

Michael Nikowitz gibt in seinem Vortrag einen Überblick über die wesentlichen Treiber hinter dem automatisierten Fahren und zeigt auf, weshalb sich die Visionen vom selbstfahrenden Fahrzeug noch nicht verwirklicht haben. Er gibt einen Überblick über den aktuellen Stand der Entwicklung sowie Grundlagen und welche Herausforderungen es am Weg zum automatisierten Fahren zu bewältigen gibt.

Welche maßgeblichen Schritte in Österreich bereits umgesetzt wurden und wie Österreich im europäischen sowie internationalen Umfeld abschneidet, wird ebenfalls adressiert. 

Wann und ob sich automatisierte Fahrzeuge jemals durchsetzen können und welchen Beitrag das neue Aktionspaket des bmvit zur automatisierten Mobilität leisten wird, wird ebenfalls im Rahmen der Veranstaltung präsentiert.

 

Noemi Roecklinger

arbeitet als Data Scientist für ein internationales Ingenieurbüro in London. Zu ihren Projekten zählen Mega-Infrastrukturprojekte u.a. in Saudi-Arabien, der Schweiz und dem Vereinigten Königreich, wie zum Beispiel CrossRail-2. Ihre Aufgabe ist die Umsetzung der Digital Transformation und Generierung von Automatisierungsprozessen für Ingenieursarbeiten.

 

Noemis Fokus liegt auf Computer Vision Techniques, Photogrammetrie & Laserscanning sowie Machine Learning. Nach ihrem Abschluss an der TU Wien zog sie nach London, um am renommierten University College London zu studieren und zu arbeiten. Ihr Forschungsprojekt mit dem Titel Automated Urban Scene Analysis in Mobile Laser Scanning Point Clouds Using Machine Learning Techniques untersucht die automatische Detektion und Klassifizierung von Objekten im Straßenraum. Dieses Verfahren ist unerlässlich, wenn es um autonomes Fahren geht. Ein Algorithmus detektiert den Randstein, Straßenschilder und sogar sich bewegende Fußgänger und andere Fahrzeuge.

In ihrem Vortrag spricht Noemi über Object Detection und die neuen Möglichkeiten durch Machine Learning und Deep Learning im Kontext autonomes Fahren. Der Vortrag widmet sich außerdem offenen Fragestellungen und Herausforderungen, insbesondere dem Thema Sicherheit. Abschließend werden simple Tools zur Implementierung von Objektklassifizierungen vorgestellt, die es auch Nicht-Programmierern leicht machen, ihre Ideen umzusetzen. 

 

Dr. Wilfried Kubinger

graduierte 1999 an der Technischen Universität Wien zum Doktor der Technischen Wissenschaften. Von 2000 bis 2003 war er als Entwickler und Entwicklungsprojektleiter bei Siemens Österreich tätig und von 2003 bis 2010 war er im Geschäftsfeld „Safe and Autonomous Systems“ beim AIT Austrian Institute of Technology tätig und initiierte und leitete dort verschiedene Forschungsprojekte. Seit 2009 ist Kubinger an der FH Technikum Wien tätig und leitet aktuell das Kompetenzfeld „Automation & Sensor Technology“ sowie das Forschungsfeld „Automation & Robotics“.

In seinem Vortrag - „Anforderungen an die Umgebungssensorik von Autonomen Fahrzeugen der Zukunft“ - werden ausgewählte Sensorkonzepte besprochen, die in zukünftigen autonomen Fahrzeugen der Stufe 3-5 zum Einsatz kommen werden. Einzelne dieser Technologien wurden im Rahmen mehrerer geförderter FFG-Verbundprojekte, die unter Anleitung der FH Technikum Wien abgewickelt wurden, in Fahrzeuge integriert und evaluiert. Ausgewählte Ergebnisse dieser Projekte  werden im Rahmen dieses Vortrags vorgestellt und diskutiert.  

 

DI Stefan Weißensteiner

Stefan Weißensteiner studierte Mechatronik/Robotik (Bachelor) und Automatisierungstechnik/Wirtschaft (Master). Seit 2011 ist er im Automotive-Bereich tätig, von 2011 bis 2017 bei der Firma Pollmann für standortübergreifende Prozessentwicklungsthemen, seit 2017 bei der ZKW-Group im Vorentwicklungsbereich mit Fokus auf Sensorintegration.

 

In seinem Vortrag spricht er über „Sensorintegration in Scheinwerfersystemen“: Bisher autonom fahrende Fahrzeuge, die in den Medien oder auf der Straße auftauchen und typischerweise mit Sensoren am Fahrzeugdach ausgestattet sind, lassen schnell vermuten, dass die dafür notwendigen Sensorsysteme bei Serienfahrzeuge aus Kosten- und Designgründen wahrscheinlich nicht in dieser Form verbaut werden können. ZKW beschäftigt sich derzeit damit, eine leistbare Lösung für OEMs zu entwickeln, welche sich in das Design integrieren lässt und eine Weiterentwicklung von intelligentem hochauflösenden Licht ermöglichen soll.

 Dr. Michael Naderhirn

Michael Naderhirn hält einen Doktor der Technischen Wissenschaften von der JKU in Linz. Er studierte Mechatronik und spezalisierte sich auf Regelungstechnik und Robotik. Seit 2005 hat er mehrere Startups im Bereich der Sensorik und Robotik (mit-)gegründet. Seit 2016 ist der mit seiner Firma NM Robotic GmbH aktiv in das EU Projekt Enable-S3 eingebunden, welches zur Gründung des Startups Kontrol GmbH beitragen hat.

 

In seinem Vortrag stellt er die Firma Kontrol und die dahinterliegende Technologie vor. Die Firma Kontrol entwickelt den Führerschein auf dem Chip, welche die Zulassung von autonomen Autos ermöglicht. Des Weiteren spricht er über seine Erfahrung ein Startup im industriellen Umfeld zu gründen. 

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