Integration virtueller Systeme in Lehre und Laborübungen (InviS)

Virtuelle Technologien zur Schaffung künstlicher oder erweiterter Realitäten bis hin zu Softwarelösungen zur virtuellen Inbetriebnahme haben in der produzierenden Industrie einen Reifegrad erreicht, der sowohl die Ausbildung in diesen Technologien als auch die didaktisch sinnvolle Anwendung dieser immersiven Werkzeuge in einer modernen, zukunftsorientierten Bildungseinrichtung. Virtuelle Technologien bieten enormes Potential für die Steigerung von positiven Lerneffekten in immer höherer Ausprägung bei gleichzeitig immer weiter sinkenden Kosten für Hardware und Software Lösungen.  Insbesondere an der Schnittstelle von Ingenieurwissenschaften bieten etwa Virtual oder Augmented Reality ideale Hilfsmittel um kontrollierte Untersuchungsumgebungen und Zukunftsvisionen (z.B. Einsatz und Auswirkungen von Mensch-Roboter-Kollaboration in Zukunftsfabriken) in der Lehre einzubinden. Im Zuge des digitalen Wandels und der stetigen Optimierung stehen auch die etablierten Prozesse der produzierenden Industrie vor einem Umbruch. Eine deutliche Veränderung der Prozesse zeichnet sich unter anderem im Planungs- und Realisierungsprozess, der sogenannten Inbetriebnahme von Anlagen ab. Durch eine frühzeitige digitale Simulation der Prozesse lassen sich deren Umsetzung schneller, fehlerfreier und schlussendlich kostengünstiger realisieren. Durch Integration dieser Methoden in die Lehre wäre es möglich, im FH-Betrieb kostenarme, aber dennoch komplexe mechatronische wie maschinenbauliche Entwicklungstätigkeiten zu beüben. Dabei können einfache physikalische Effekte wie das Verhalten von Bauteilen bei Kollisionen bis hin zum komplexen Mehrkörpersystemen (wie zb 6-Achs Knickarm-Roboter) und deren dynamisches Verhalten visualisiert werden. Im Rahmen des MA23 geförderten Projekts für ein Kompetenzteam für Lehre: Integration virtueller Systeme in Lehre und Laborübungen (InviS) sollen diese Technologien in den Hochschulbetrieb der FH Technikum Wien integriert werden. Um die erlangten Fachkompetenzen in den genannten Technologien, die als Schlüsseltechnologien im Wandel der Digitalisierung von Industrie und Produktion gelten, auch als eigene Lehrveranstaltung in den Curricula der Studiengänge der Fakultät Industrial Engineering zu festigen, soll ein Lehrveranstaltung zum Thema Virtuelle Technologien im industriellen Einsatz realisiert werden.

Zeitraum

März 2021 bis Februar 2024

Fördergeber

Stadt Wien

Department

Industrial Engineering

Forschungsschwerpunkt

Automation & Robotics

Projektteam

Horst Orsolits

Horst Orsolits, MSc

Head of Competence Center
+43 1 333 40 77-6355
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