Histo-Zytometrie – computerunterstützte Analysen der Zytoarchitektur und Gewebemorphologie

Mithilfe dieser Forschungsinfrastrukturförderung der Stadt Wien sollen state-of-the-art Technologien im Bereich der histologischen Arbeitsmethoden, insbesondere in der computerunterstützten Auswertung von Gewebeproben an der FH Technikum Wien ermöglicht und etabliert werden.
Histologische Arbeitsmethoden stellen essentielle und unabdingbare Lehrinhalte in der Ausbildung von Fachkräften im Bereich der Life Sciences und des Gesundheitswesens dar, da histologische Analysen der Zytoarchitektur und der Gewebemorphologie z.B. als Routineverfahren zur Diagnose bzw. Therapiewahl in der Medizin aber auch zur Aufklärung spezifischer Fragestellungen in der Grundlagen- als auch angewandten Forschung eingesetzt werden. Mithilfe dieser Technologie ist ähnlich wie aus der Durchflusszytometrie (engl. Fluorescence Activated Cell Sorting/Scanning) eine phänotypische und funktionelle Analyse von Zellen in einem Gewebe möglich, jedoch mit ortspezifischen Informationen jeder einzelnen Zelle im Gewebeverband. Die Histozytometrie ermöglicht somit eine bis dahin nicht erreichbare Informationstiefe der Analyse von Histologieschnitten.


Die Technik Histozytometrie befindet sich zurzeit im Vormarsch und dessen Potential wird vor allem in grundlagennahen Forschungsbereichen (z.B. Krebsforschung, Gefäßforschung, etc.) erkannt und genutzt. – Die Vorteile und Möglichkeiten für die Histozytometrie in anwendungsnahen Gebieten wie dem Tissue Engineering und der Ökotoxikologie sind mehr als evident, werden aber erst seit kurzem erkannt und genutzt. Die Zusatznutzen eines Geräts für die Histozytometrie liegt vor allem in der Lehre. Softwareseitig erlaubt das System schnelle und präzise Erkennung und Klassifizierung von morphologischen Gewebeeinheiten bzw. eine automatisierte Erkennung von Zellkernen. Dies sind nur zwei Beispiele wie mithilfe künstlicher Intelligenz eine computerunterstützte und automatisierte Auswertung von histologischen Proben ermöglicht wird. Diese Technik würde somit auch einen Anküpfungspunkt vieler Studiengänge im Bereich der künstlichen Intelligenz darstellen. Die vom System erstellten digitalen Bilddateien werden auf einem Server abgelegt und können durch gezielte Verteilung von Zugriffsrechten Forschenden, Lehrenden und Studierenden bereitgestellt werden. Diese sogenannte „virtuelle Mikroskopie“ ermöglicht (gerade in Zeiten der Covid-19 Pandemie) die orts-und zeitunabhängige Nutzung der generierten Daten für Forschungs- und Lehrzwecke. 

Zeitraum

September 2021 bis August 2025

Fördergeber

Stadt Wien

Department

Life Science Engineering

Forschungsschwerpunkt

Tissue Engineering & Molecular Life Science Technologies

Projektteam

Andreas Teuschl

FH-Prof. Priv.-Doz. Dr. techn. Andreas Teuschl-Woller

Studiengangsleitung Tissue Engineering and Regenerative Medicine
+43 1 333 40 77-2367
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