Spiele programmieren lernen: Master Game Engineering und Simulation

Traumberuf Game Engineer

Du bist spielebegeistert, technikversiert und interessierst dich für das Programmieren? Dann bist du an der FH Technikum Wien im Master-Studiengang Game Engineering und Simulation bestens aufgehoben!

Hier lernst du, Computerspiele für verschiedene Plattformen zu konzeptionieren, zu entwickeln sowie zu portieren oder neue Game Engines zu entwickeln, die den aktuellen technischen Anforderungen entsprechen.

In deinem Traumberuf als Game Designer entwirfst du die Spielewelt, die Regeln und die Charaktere eines Spiels oder bist Projektmanager bei der Spieleproduktion.

Diese Seite soll dir dabei helfen, einen ersten Überblick darüber zu gewinnen, was auf dich zukommt, wenn du Spiele programmieren lernen willst. Los geht’s!

Spiele programmieren lernen - Was braucht es dafür?

Wenn es dein größter Wunsch ist, Spieleprogrammierer zu werden, dann freue dich auf einen sehr spannenden, aber nicht ganz einfachen Weg. Neben dem Erlernen der Studieninhalte im weiter unten erklärten Master Game Engineering und Simulation solltest du auch in der Lage sein, Themen selbst erarbeiten zu können, dich viel mit Literatur und Internetforen zu beschäftigen und der englischen Sprache mächtig sein - denn viele technische Anleitungen bzw. Handbücher der Branche kommen aus englischsprachigen Ländern.

Als Game Developer solltest du dir auch nicht allzu schwer mit der Mathematik tun. Es wird nämlich viel um 3D-Grafiken, Physiksimulationen sowie künstliche Intelligenz gehen und diese beinhalten mathematische und geometrische Fragestellungen.

Abstraktion, logisches Denken und komplexe Zusammenhänge verstehen sind außerdem relevante Skills, die beim Game Engineering von Nutzen sind. Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Problemlösungsfähigkeit.

Du besitzt die Basis dieser Fähigkeiten, hast einen themenverwandten Bachelor (z.B. Informatik) abgeschlossen und hast Lust auf einen praxisorientierten Master im Bereich Spiele entwickeln? Dann ist das Studium Game Engineering und Simulation genau das Richtige für dich!

Master Game Engineering und Simulation

Die Computerspiele-Szene boomt. Deshalb braucht es auch so viele ExpertInnen wie möglich am Markt. Die FH Technikum Wien hat es sich zum Ziel gesetzt, mit dem Master-Studiengang Game Engineering und Simulation genau diese ExpertInnen auszubilden.

Studierende bekommen technisches, wirtschaftliches sowie rechtliches Know-how im Bereich der Entwicklung von Computer- und Videospielen vermittelt und werden so auf die kreativen Berufsfelder Game Development sowie Game Design vorbereitet. Ebenso relevante Tätigkeitsfelder umfassen das wirtschaftlich orientierte Game Producing und den spannenden Bereich Computersimulation und Visualisierungen.

Da die Ausbildung eine ausbalancierte Kombination aus industrieller Entwicklungsarbeit und Wissenschaft ist, ist auch eine Basis für einen Job in der Forschung gegeben.

Der Studiengang richtet sich an die Absolventinnen und Absolventen der Bachelor-Studiengänge unserer FH sowie anderer technischer FH- und Universitäts-Studiengänge.

Das Spiele programmieren ist ein wichtiger Teilbereich des Master-Studiengangs Game Engineering und Simulation. Dazu beschäftigen sich die Studierenden mit folgenden Themen:

  • Computerspiele für verschiedene Plattformen zu konzeptionieren, zu entwickeln oder zu portieren
  • Echtzeitgrafik Anwendungen mit modernen Technologien zu entwickeln
  • Moderne Algorithmen aus dem Bereich der künstlichen Intelligenz zu implementieren und einzusetzen
  • Game Engines für die Spieleentwicklung einzusetzen oder neue Game Engines zu entwickeln, die den aktuellen, technischen Anforderungen an Performance entsprechen
  • Ein Computerspiele Projekt von Beginn an zu planen und praktisch bis zur Marktreife unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlicher, rechtlicher und marketingrelevanter Rahmenbedingungen zu planen und eigenverantwortlich umzusetzen
  • Mathematische Kenntnisse für die Entwicklung von Algorithmen und Simulationsnumerik anzuwenden
  • Einflussgrößen von Massive-Multiplayer-Onlinegames zu berechnen und zu berücksichtigen
  • Als Game Designer die Spielwelt, die Regeln und die Charaktere eines Spiels zu konzipieren
  • Wissenschaftliche Methoden in Forschungsprojekten anzuwenden

Aktuelle Projekte des Studiengangs

Louie & LOOP ist ein klassischer 2D sidescrolling Platformer, verfeinert durch vielschichtige Puzzleelemente mithilfe einer kniffligen Teleportationsmechanik.

Was mache ich damit später in der Praxis?

Game Engineers sind am Arbeitsmarkt gefragt:

  • Mit ihren Kenntnissen sind sie perfekt für die interaktive Unterhaltungs- und Softwareindustrie sowie für die Forschung und Entwicklung im Bereich Computergrafik und Simulation ausgebildet.
  • Sie arbeiten beispielsweise als Game DeveloperIn, Game DesignerIn oder EntwicklerIn von Simulationen und Visualisierungen.
  • Typische Aufgaben umfassen die Konzeptionierung der softwaretechnischen Entwicklung, die Entwicklung von Game-Design in Computerspielen oder Projektmanagement bei der Spieleproduktion.

Welche Zugangsvoraussetzungen brauche ich für eine Bewerbung?

Da es sich bei Game Engineering um ein Master-Studium handelt, brauchst du bereits einen Bachelor- und/oder anderer akademischer Abschluss einer technischen Fachhochschule oder Universität im Umfang von mindestens 180 ECTS-Credits.

Als "Grundlage" für dieses Master-Studium eignet sich der Bachelor-Studiengang Informatik perfekt. Hier eignest du dir alle notwendigen Kenntnisse an, die du zum Spiele programmieren brauchst.

→ Zugangsvoraussetzungen für den Master-Studiengang Game Engineering und Simulation

Programmiersprachen

Was es an Grundlagen und welches Studium es für das Game Development braucht, wurde oben bereits ausführlich beschrieben. Was nun noch fehlt sind die Programmiersprachen - denn ohne Programmiersprachen keine Computerspiele! In diesen Sprachen werden die Programme vom Programmierer geschrieben (Quellcode). Erst dann werden sie in eine für den Rechner ausführbare Form übersetzt. Es gibt heutzutage sehr viele unterschiedliche Programmiersprachen. Für die Game Developer sind zum Glück nur ein kleiner Teil davon relevant. An der FH Technikum Wien wird mit den Sprachen C++, C# (gesprochen C sharp), Java und Python gearbeitet. Wie die einzelnen Sprachen funktionieren und was sich damit programmieren lässt erfährst du nachfolgend.

C++

In C++ (ausgesprochen “C Plus Plus”) werden die meisten professionellen Games programmiert, da sie die Programmierung sehr schneller Programme auf einer niedrigen Ebene zulässt. Auf einer niedrigen Ebene bedeutet, dass es nicht viel “zwischen” dem Programm und der Hardware des Rechners gibt. Deshalb ist C++ leicht rudimentär und es schleichen sich von Programmiererseite leicht Fehler ein, wenn man nicht aufpasst. C++ stellt somit nicht die idealste Programmiersprache für Einsteiger dar. Wenige Developer nur können die Sprache in all ihren Details und Facetten verstehen und nutzen. C++ ist aber im Programmieren von Computerspielen sehr weit verbreitet und es gibt eine große Auswahl an Bibliotheken sowie eine Vielzahl an Tools und Entwicklungsumgebungen. Nachfolgend siehst du einige Screenshots, wie C++ in der Praxis angewandt wird.

C#

Die Programmiersprache C# (ausgesprochen “C Sharp”) zeichnet deutliche Parallelen mit C++ auf und macht ein bequemes Programmieren von Spielen möglich. C# ist jünger als C++ und deshalb gibt es weniger Bibliotheken und Tools. Aus Sicht der leistbaren Geschwindigkeit kommt C# nicht an C++-Programme heran, jedoch sollten auch größere Programmierkonzepte keine Probleme bereiten. Interessant: C# ist bestens geeignet für Xbox-Spiele und es handelt sich außerdem um eine “.NET-Sprache”. Unten siehst du einen Screenshot einer C# Programmierung.

Java

Java ist eine schon etwas ältere Programmiersprache. Sie hat C# stark beeinflusst und beide Sprachen sind sich relativ ähnlich. Vor allem Android-Apps und Spiele werden mit Java programmiert. Für das Game Development für den PC ist Java nur bedingt geeignet.

Python

Die Programmiersprache Python unterscheidet sich sehr stark von C++, C# und Java. Python benutzt dynamische Typisierung und Duck-Typing. Deshalb sind Python-Programme auch oft nicht so schnell, wie die oben genannten Programmiersprachen. Dafür kommen mit Python programmierte Spiele mit recht wenig Quellcode aus. Tools und Bibliotheken gibt es ausreichend. Außerdem ist Python für Anfänger aufgrund der unkomplizierten Handhabung sehr gut geeignet.