Master-Studiengang Maschinenbau – Digitalisierte Produktentwicklung & Simulation

Digitale Fabrik

➸ Die Digitalisierung verändert immer größere Bereiche unseres täglichen Lebens – und somit auch des Maschinenbaus.

➸ Der neue Master-Studiengang vermittelt das Know-how, um den Herausforderungen des neuen digitalisierten Maschinenbaus gerecht zu werden.

➸ Sie studieren mit maximaler Nähe zur Wirtschaft – in Praxis-Übungen und Projekten gemeinsam mit Industriepartnern und Sponsoren, bis hin zur unserer Unterstützung bei der Gründung von Start-ups.

Was lerne ich in diesem Studium?

Der Schwerpunkt des Vollzeitstudiums liegt auf Entwicklung von Maschinen und Anlagen, beginnend mit der ersten Ideenfindung über die strukturierte Erstellung von Entwürfen bis hin Konstruktion, Berechnung und Simulation. Entlang dieses gesamten Entwicklungsprozesses werden gezielt industrieübliche, moderne Softwaretools für Berechnung und Simulation auf dem Stand der Technik in praktischen Übungen und Projekten angewendet.

Durch die Kombination technischer, wirtschaftlicher und persönlichkeitsbildender Inhalte erwerben die Studierenden eine moderne, vielfältige und praxisnahe Ausbildung, die in weiterer Folge vielfältige Beschäftigungsmöglichkeiten bietet. Der Arbeitsmarkt fragt nach Expertinnen und Experten, die in der Rolle eines eigenständig agierenden Projektleiters diesen gesamten Entwicklungsprozess in unterschiedlichsten Sektoren des Maschinenbaus (wie etwa Werkzeugmaschinen, Automobiltechnik, Automatisierungstechnik), verstehen, organisieren, planen und leiten.  

Die Digitalisierung verändert immer größere Bereiche unseres täglichen Lebens – und sie wirkt sich auch massiv auf den Maschinenbau auf. Jedes Produkt wird zum Unikat und entspricht exakt den speziellen Kundenwünschen. Weltweiter Marktdruck sorgt dafür, dass sich die Zeit bis zur Markteinführung verringert. Die Produktentwicklung erfolgt zunehmend digital und virtuell, der Zeitpunkt der realen Produktion oder des Prototypenbaus verschiebt sich immer weiter nach hinten.

Kunden und Partner werden direkt, digital und in Echtzeit in den Wertschöpfungsprozess integriert. Maschinen, Anlagen, Programme, Algorithmen kommunizieren direkt miteinander (M2M communication, internet of things). Alle relevanten Informationen stehen jedem Betroffenen (Mensch & Maschine) jederzeit in Echtzeit zur Verfügung

Sämtliche bisher getrennt voneinander bestehende Informationspakete (z.B. CAD-Modelle, FEM-Modelle, dynamische Modelle…) werden sukzessive miteinander direkt vernetzt und integriert. Am Ende steht EIN Modell, in dem alle Teilmodelle integriert sind (Digital Twin) – Auswirkungen von Änderungen an einer Eigenschaft auf alle anderen Eigenschaften werden sofort und automatisch upgedatet.

 

Studierende lernen:

  • den gesamten Entwicklungsprozess von Maschinen entsprechend dem derzeitigen Stand der Technik zu verstehen und konkret anzuwenden, im Speziellen
    • in der initialen Ideenfindungs- und Planungsphase im Sinne von „Customer Requirements“ zu klären,
    • in der Kreativ-/Konzeptphase eine abstrakte Darstellung der erforderlichen Produkt- Funktionen sowie grundsätzlich möglicher Lösungsprinzipien zu entwickeln,
    • in der Entwurfsphase die beste Gesamtlösung zu identifizieren und gestalterisch festzulegen,
    • in der Konstruktions- und Auslegungsphase den Entwurf bis hin zu Einzelteil- und Montage-Zeichnungen konstruktiv auszuarbeiten und auszulegen,
    • und diesen gesamten Entwicklungsprozess hinsichtlich Technik, Ökonomie und Ökologie nachhaltig zu optimieren.
       
  • im gesamten Entwicklungsprozess industrieübliche, moderne Softwaretools für Berechnung und Simulation von der Mikro- hin zur Makroebene zielgerichtet anzuwenden, im Speziellen
    • die dreidimensionale, optimierte Abbildung von Maschinen in modernen CAD-Tools,
    • die Festigkeitsauslegung der zu entwickelnden Maschinen durch Anwendung von Finite-Elemente-Methoden,
    • die kinematische und dynamische Bewegungssimulation von Maschinenteilen und gesamten Maschinen durch die Anwendung von Mehrkörpersimulationen,
    • und die Simulation von Maschinenverbünden und gesamten Produktionssystemen.
       
  • gezielt Schnittstellenkompetenz für andere Professionen zu entwickeln, die für die Funktionalität von Maschine zusammen zu führen sind (wie etwa Elektrotechnik, Meß-/Steuer-/ Regeltechnik, Werkstofftechnik und Advanced Materials, Informatik) und so im Team mit ExpertInnen aus diesen Fachbereichen optimierte Gesamtlösungskonzepte zu erarbeiten.   
Digitale Fabrik an der FH Technikum Wien

Was mache ich damit in der Praxis?

AbsolventInnen arbeiten in allen Bereichen der Entwicklung und Konstruktion maschinenbaulicher Produkte, von der ersten Idee bis zum fertigen Konstruktions-Paket, dass dann direkt gefertigt werden kann. Sie beschäftigen sich ebenfalls im Maschinen-„mid life cycle“ mit der technischen Konzeptionierung und Umsetzung von Service-, Adaptierungs- und Upgrade-Strategien und Projekten. Nach einigen Jahren Berufserfahrung sind oft leitende Positionen erreichbar.

„Die Arbeitsmarktchancen sind gegenüber normalen Maschinenbau-Absolventen hervorragend. Das gilt … vor allem für den Mittelstand im Maschinen- und Anlagenbau… Ohne solche Mitarbeiter wissen diese Mittelständler nicht worum es geht und wie das im Betrieb und mit den Kundenanforderungen zu verbinden ist…. Ohne diese Fähigkeiten, wie soll eine Firma wissen, worum es dabei geht oder was in Zukunft kommt?
 

„Die großen 10 Computerprogramme, die hier eingesetzt werden, können theoretisch sehr viele IT-Spezialisten bedienen, aber für den Einsatz im Maschinen- und Anlagenbau brauchen sie Leute, die sich wirklich mit den Problemen und der Maschinenbautechnik auskennen, keine „Knopferldrucker“. Sehr wichtig ist damit auch der Punkt Bewertung, der eben nicht nur reines Simulations-Know-how erfordert, sondern die maschinenbauliche Spezialisierung. Der Stundenplan deckt die Kombination gut ab.“
 

„Wir haben Kunden im Maschinenbau, die haben einen Simulanten auf drei Konstrukteure. In Großunternehmen wie Siemens oder BMW kommen bereits 30 Berechner auf 100 Konstrukteure. Im Mittel im Maschinenbau jede neue siebente Position mit Simulation und Digitalisierungsanforderungen anzunehmen ist ausgesprochen realistisch.“

Wann erfülle ich die Zugangsvoraussetzungen für eine Bewerbung?

Zugangsvoraussetzung für diesen Master-Studiengang ist ein Bachelor- und/oder anderer akademischer Abschluss einer technischen Fachhochschule oder Universität im Umfang von mindestens 180 ECTS-Credits.

Welche weiterführenden Angebote bietet die FH Technikum Wien?

Auch nach dem Master-Abschluss begleitet die FH Technikum Wien ihre Absolventinnen und Absolventen durch den Zyklus des lebenslangen Lernens. Der Technikum Wien Alumni Club bietet seinen Mitgliedern zahlreiche Vorteile und die Technikum Wien Academy wartet mit einen breiten Weiterbildungsangebot auf, das von eintägigen Seminaren bis hin zu postgradualen Master-Lehrgängen reicht.