Technikum Crowd: Der erste Schritt ist getan!

Technikum Crowd

Im Herbst 2019 konnten dank der erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne „One of 1000“ für zusätzliche Studienplätze acht weitere Studierende ihr Studium an der FH Technikum Wien aufnehmen. Zahlreiche Unternehmen und Einzelspenderinnen steuerten über 150.000 Euro für den dringend benötigten Technik-Nachwuchs im Land bei. 

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Informations- und Kommunikationssysteme

Für diesen Bachelor-Studiengang konnten 62.690 Euro von insgesamt 20 UnterstützerInnen gesammelt werden. Das entspricht mehr als zwei vollen Studienplätzen für drei Jahre. 

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Mechatronik/Robotik

Für diesen Bachelor-Studiengang konnten 28.020 Euro von insgesamt 25UnterstützerInnen gesammelt werden. Das entspricht mehr als einem vollen Studienplatz für drei Jahre. 

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Urbane Erneuerbare Energietechnologien

Für diesen Bachelor-Studiengang konnten insgesamt 26.550 Euro von 97 UnterstützerInnen gesammelt werden. Das entspricht einem vollen Studienplatz für drei Jahre. 

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Informatik

Für diesen Bachelor-Studiengang konnten insgesamt 22.255 Euro von 6 UnterstützerInnen gesammelt werden. Das entspricht einem vollen Studienplatz für mehr als zwei Jahre.

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Wirtschaftsinformatik

Für diesen Bachelor-Studiengang konnten insgesamt 24.342 Euro von 33 UnterstützerInnen gesammelt werden. Das entspricht einem vollen Studienplatz für mehr als zwei Jahre. 

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Maschinenbau

Für diesen Bachelor-Studiengang konnten insgesamt 8.860 Euro von 10 UnterstützerInnen gesammelt werden. Das entspricht einem vollen Studienplatz für ein Jahr. 

News/Meilensteine

Die FH Technikum Wien freut sich über namhafte Unterstützung im Rahmen der Technikum Crowd begrüßen zu dürfen: Die Arbeitsgemeinschaft Datenverarbeitung (ADV) finanziert mit ihrer Spende in Höhe von 26.550 Euro einen zusätzlichen Studienplatz in der Fakultät Computer Science für die nächsten drei Jahre, also die Dauer eines Bachelor-Studiums. Damit setzt die IKT Interessenvertretung einen Schritt gegen den weiterhin bestehenden Fachkräftemangel im gesamten Sektor.

„Seit mehr als 60 Jahren unterstützt die ADV nun bereits das Thema der Weiterentwicklung der IKT-Branche und seiner Akteurinnen und Akteure. In unserem Jubiläumsjahr 2019 wollten wir daher nochmal ein klares Zeichen setzen und dem vorherrschenden IT-Fachkräftemangel mit dem Start der Unterstützung des einzigartigen Projekts der FH Technikum Wien entgegenwirken“, sagt Roland Ledinger, Präsident der ADV.

„Wir bedanken uns für die großzügige Unterstützztung. Gemeinsam mit der ADV treten wir einem gesamtgesellschaftlichen Problem aktiv und mutig entgegen“, sagt Gabriele Költringer, Geschäftsführerin der FH Technikum Wien.

Aktuell zählen 700 Mitglieder zum Verein, die sich aus Unternehmen, Expertinnen und Experten sowie Fachleuten aus dem IKT-Bereich zusammensetzen. Für diese ist der Verein die erste Anlaufstelle für Kommunikation und Vernetzung. Dadurch ergibt sich die fundierte Basis für einen hochqualifizierten und aktuellen Austausch in Form von regelmäßig veranstalteten Kongressen, Tagungen, Seminaren, Vorträgen und vielem mehr.

Nach dem erfolgreichen Start im Jahr 2019, als acht zusätzliche Studienplätze finanziert werden konnten, steht die Technikum Crowd weiter offen für Spenden. Nach wie vor kann die FH Technikum Wien weniger Studierende für zukunftsträchtige MINT-Studiengänge aufnehmen, als qualifizierte BewerberInnen vorhanden wären.

Die Liste der Unterstützer der Technikum Crowd wird länger: weiterer Unterstützer ist die Firma Ulla Popken. Um einen zusätzlichen Studienplatz im Bachelor Wirtschaftsinformatik an der FH Technikum Wien zu schaffen, spendet das Unternehmen eine vierstellige Summe dazu.

Die Popken Fashion Group verbindet die Marken Ulla Popken, GINA LAURA, Studio Untold und JP1880 unter einem Dach. Die Ulla Popken GmbH ist ein internationales Modeunternehmen aus Deutschland, das Damenmode in großen Größen über Versandhandel, das Internet, eigene Filialen und über Franchise-Partner vertreibt. Mit einem Jahresumsatz von 250 Millionen Euro stand das Unternehmen im Jahr 2005 an 24. Stelle der größten Versandhäuser Deutschlands.

Im Rahmen des diesjährigen Staatspreis PR setzte sich die FH Technikum Wien in der Kategorie Corporate Social Responsibility durch. Die Crowd-Kampagne der FHTW wurde unter 92 eingereichten Projekten als einer von sechs Kategoriesiegern im Rahmen der PR Gala 2019 des PRVA und des Bundesministeriums für Digitalisierung ausgezeichnet.

‘One of 1000‘ ist ein spendenbasiertes Crowdfunding-Projekt, welches mehr Studienplätze für High-Potentials generieren soll und gegen die Verschwendung von Talenten vorgeht“, erklärt Gabriele Költringer, Geschäftsführerin der FH Technikum Wien. Außerdem sollte in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein für die Problematik der Studienplatzfinanzierung geschaffen werden.

Die Kampagne wurde durch interne Kommunikation, klassische Medienarbeit, Online- und Social Media-Aktivitäten sowie Stakeholder-Kommunikation unterstützt und richtete sich vor allem an die Familien der BewerberInnen, AbsolventInnen der FH und Unternehmen, die unter dem Fachkräftemangel leiden – so waren beispielsweise Unternehmen wie Siemens, Schrack-Seconet, Kapsch-Group, Iteratec, Signon Österreich, Axians ICT Austria, Kloeckner Metals, Sawczynski & Partner, Gebauer & Griller, Electro-Terminal, Liebherr, ZKW, Team Communication Technology als Spender mit an Bord.

2019 konnten durch die erfolgreiche Kampagne insgesamt rund 150.000 Euro eingenommen und acht weiteren StudentInnen ein Studium an der FH Technikum Wien ermöglicht werden. „Wir freuen uns sehr für unsere digitale Crowdfunding-Kampagne diese hochkarätige Auszeichnung zu erhalten. Das zeigt, dass die FH Technikum Wien Problemen wie dem Fachkräftemangel aktiv entgegentritt und dass darüber hinaus mit etwas Mut und out-of-the-box thinking ein Gewinn für die Gesellschaft entstehen kann“, so Gabriele Költringer. „Genau aus diesem Grund hat der FEEI vor mittlerweile 25 Jahren die FH Technikum Wien gegründet. Ich freue mich, dass an der FH Technikum Wien dieser Pioniergeist bis heute mit Aktionen wie dieser gelebt wird und dass der FEEI als Gründer daran mitwirken kann“, ergänzt Lothar Roitner.

Im Herbst 2019 dürfen dank der erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne für zusätzliche Studienplätze acht weitere StudentInnen ihr Studium an der FH Technikum Wien aufnehmen. Zahlreiche Unternehmen und Einzelspender steuerten insgesamt ca. 150.000 Euro für den dringend benötigten Technik-Nachwuchs im Land bei – eine bis dato einzigartige Kampagne in Österreich.

Die FH Technikum Wien startete im Mai 2019 die webbasierte Crowdfunding-Kampagne „One of 1000“, mit der zusätzliche technische Studienplätze finanziert werden. Grund dafür war, dass im Herbst 2018 über 1.000 qualifizierte BewerberInnen aufgrund fehlender öffentlich finanzierter Studienplätze abgewiesen werden mussten – heuer waren es sogar über 1.500. Dass nicht ausreichend Interessenten für technische Studiengänge vorhanden wären, um mehr Plätze zu rechtfertigen, erweist sich also als Mythos. Damit hat sich die Situation noch verschärft. Vom Bund wurde von vorneherein für Herbst 2019 kein einziger weiterer öffentlich finanzierter Studienplatz zugesagt. Die gute Nachricht: Nun können zumindest acht weitere StudentInnen durch die alternative Finanzierung ein Studium an der FH Technikum Wien starten.

FH Technikum Wien zieht positives Resümee

„Verglichen mit der Anzahl der interessierten, potentiellen Studierenden ist es zwar ein Tropfen auf dem heißen Stein, dennoch sind wir sehr stolz und dankbar, so tolle Unterstützung für unsere Kampagne erhalten zu haben“ freut sich Gabriele Költringer, Geschäftsführerin der FH Technikum Wien über die erfolgreiche Kampagne. Vor allem Unternehmen, die unter enormem Fachkäfte-Mangel leiden, spendeten für zusätzliche Studienplätze. Folgende Unternehmen haben gespendet: Siemens, Schrack-SEconet, Kapsch-Group, Iteratec, Signon Österreich, Axians ICT Austria, Kloeckner Metals, Sawczynski & Partner, Gebauer & Griller, Electro-Terminal, Liebherr, ZKW, Team Communication Technology. Auch der Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie unterstützte. Lothar Roitner, Geschäftsführer des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) betont: „Die FH Technikum Wien wurde vor 25 Jahren als Netzwerkpartner des FEEI gegründet, um dem Fachkräftemangel in der Industrie entgegenzuwirken. Diese Problematik beschäftigt unsere Branche bis heute und sie spitzt sich weiter zu: Es werden mehr Fachkräfte als je zuvor in den Zukunftsfeldern der Elektro- und Elektronikindustrie gesucht. Treiber dafür ist die Digitalisierung, doch ohne ausgebildete Arbeitskräfte wird Österreich hier auf der Strecke bleiben. Für uns war es daher selbstverständlich, die FH Technikum Wien im Rahmen ihrer digitalen Crowdfunding-Kampagne zu unterstützen.“

Aber auch viele Einzelspender und vor allem Alumni der FH Technikum Wien spendeten großzügig. „Sie wissen, welche Türen sich für sie durch das Studium an der FH Technikum Wien geöffnet haben und wollen jungen Menschen die gleichen Chancen ermöglichen“, erklärt Költringer.

Ein weiteres Unternehmen unterstützt die Technikum Crowd: Signon finanziert mit 8.850 Euro ein Jahr eines Bachelor-Studienplatzes für Informatik. Geschäftsführer Paul Kleinrath über die Tätigkeitsfelder von Signon, den Fachkräftemangel und die finanzielle Unterstützung der Technikum Crowd.

Die Axians ICT Austria Gmbh finanziert für den Bachelor Informations- und Kommunikationssysteme einen Studienplatz für ein Jahr. COO Vladimir Mlynar stellt im Video die Tätigkeitsfelder von Axians vor und schlägt eine Brücke zur Technikum Crowd:

Mit Schrack Seconet konnten wir ein weiteres Top-Unternehmen gewinnen. Der international tätige Anbieter für Brandmelde-, Kommunikations- und Sicherheitssysteme finanziert mit 26.550 Euro einen vollen Studienplatz im Bachelor Informations- und Kommunikationssysteme. Das bedeutet, dass bereits im Herbst 2019 eine weitere qualifizierte Person, die bislang abgelehnt hätte werden müssen, mit ihrem Studium beginnen kann.

Kloeckner Metals Austria reiht sich in die Liste der Unterstützer der Technikum Crowd. Mit einer Spende im vierstelligen Bereich hilft das Unternehmen dabei, einen zusätzlichen Studienplatz im Bachelor Urbane Erneuerbare Energietechnologien an der FH Technikum Wien zu schaffen.

Österreichs führender herstellerunabhängiger Multi-Metal-Distributor bietet Aluminium-, Edelstahl- und Buntmetallprodukte, unter anderem in einem eigenen Metallhandel Onlineshop.

Kloeckner treibt die Digitalisierung des Werkstoffhandels aber auch intern voran. So wird der Materialfluss zunehmend elektronisch gesteuert. Außerdem ist das Unternehmen bemüht, die 122 MitarbeiterInnen in Österreich zu fördern, weiterzubilden und systematisch auf Führungsaufgaben vorzubereiten. Der Metallspezialist mit Sitz in Wien setzt dabei auch auf die Stärke des internationalen Konzerns Klöckner & Co SE, der vergangenes Jahr in insgesamt 13 Ländern 6,79 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet hat.

Die Kapsch Group finanziert einen zusätzlichen Studienplatz ab 2019 im Bachelor Informations- und Kommunikationssysteme. COO Kari Kapsch über Fachkräftemangel, Versagen im Bildungssystem und die Unterstützung seines Unternehmens im Bereich Informations- und Kommunikationstechnik.

Die FH Technikum Wien startet eine Crowdfunding-Kampagne für einen zusätzlichen Studienplatz im Bachelor Wirtschaftsinformatik. Das Portal technikum-crowd.at ist bereits seit zwei Wochen online. In dieser Zeit wurde ein erster zusätzlicher Studienplatz für Mechatronik/Robotik finanziert und das Funding für den Studiengang Urbane Erneuerbare Energietechnologien erfolgreich gestartet. Jetzt beginnt eine weitere Kampagne für einen Bachelor-Studienplatz auf drei Jahre im Studiengang Wirtschaftsinformatik. Mit an Bord ist das Unternehmen iteratec, das ein Drittel der Finanzierung für diesen weiteren Studienplatz übernimmt. Um die volle Finanzierung zu schaffen, sind alle herzlich eingeladen, sich auf technikum-crowd.at zu beteiligen.

Warum Crowdfinanzierung?

Im Herbst 2018 musste die FH Technikum Wien über 1.000 qualifizierte BewerberInnen aufgrund fehlender öffentlich finanzierter Studienplätze abweisen. Dem steht ein dramatischer Mangel an technischen Fachkräften in der Industrie gegenüber. Trotzdem ist das Wachstum an Fachhochschulen gebremst – 2019 gibt es keine neuen öffentlich finanzierten Studienplätze. Deshalb startete die FH Technikum Wien eine Crowdfunding-Kampagne, um in Eigeninitiative zusätzliche technische Studienplätze an der Hochschule zu schaffen.

Unterstützung durch iteratec

Das innovative Softwareentwicklungs- und Technologieberatungs-Unternehmen iteratec unterstützt den Bachelor-Studiengang Wirtschaftsinformatik. iteratec finanziert einen Studienplatz für ein Jahr und ist als Arbeitgeber laufend auf der Suche nach InformatikerInnen und WirtschaftsinformatikerInnen.

Lothar Roitner, Geschäftsführer des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) sowie Präsident der FH Technikum Wien, über die Situation an der Fachhochschule, den Fachkräftemangel und den Ausbau der öffentlich geförderten FH-Studienplätze.

Im Herbst 2018 musste die FH Technikum Wien über 1.000 qualifizierte BewerberInnen aufgrund fehlender öffentlich finanzierter Studienplätze abweisen. Dem steht ein dramatischer Mangel an technischen Fachkräften in der Industrie gegenüber. Trotzdem ist das Wachstum an Fachhochschulen gebremst – 2019 gibt es keine neuen öffentlich finanzierten Studienplätze. Deshalb startet die FH Technikum Wien jetzt auf der Plattform www.technikum-crowd.at eine Crowdfunding-Kampagne, um in Eigeninitiative zusätzliche technische Studienplätze an der Hochschule zu schaffen. Zum Auftakt wurde zur Pressekonferenz geladen.


Im Bild v.l.n.r.: Kurt Hofstädter (Director Digital Strategy, Siemens AG Österreich und stellvertretender Präsident der FH Technikum Wien), Gabriele Költringer (Geschäftsführerin, FH Technikum Wien), Janice Goodenough (CEO, Hydrogrid), Lothar Roitner (Geschäftsführer, Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie und Präsident der FH Technikum Wien)

Initiative gegen Verschwendung von Talenten

Die FH Technikum Wien zeigt nun Initiative gegen die Verschwendung von Talenten und startet die webbasierte Crowdfunding-Kampagne „One of 1000“, mit der zusätzliche technische Studienplätze finanziert werden. Gleichzeitig nimmt die Hochschule ihre gesellschaftliche Verantwortung wahr und weckt öffentliches Bewusstsein für die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage technischer Fachkräfte. Die FH Technikum Wien begibt sich damit in eine Vorreiterrolle – das webbasierte Crowdfunding-Projekt für mehr Studienplätze ist einzigartig in Europa.

Industrie mit an Bord

Mit der Crowdfunding-Kampagne sollen möglichst viele Einzelspender angesprochen werden. Selbstverständlich ist aber auch Unterstützung aus der Industrie gefragt. Lothar Roitner ist Geschäftsführer des Fachverbands der Elektro- und Elektronikindustrie (FEEI) und Präsident der FH Technikum Wien. In seiner Doppelrolle kennt er sowohl die Bedürfnisse der Industrie als auch der Fachhochschule. Er erklärt: „Die FH Technikum Wien wurde vor 25 Jahren als Netzwerkpartner des FEEI gegründet, um dem Fachkräftemangel in der Industrie entgegenzuwirken. Seit ihrem Bestehen hat sie über 11.000 AbsolventInnen hervorgebracht. Allerdings werden auch jedes Jahr mehr Beschäftigte in der Elektro- und Elektronikindustrie eingestellt bzw. gesucht. Daher ist der Fachkräftemangel noch immer eines der größten Probleme unserer Branche: Acht von zehn Industrieunternehmen leiden gegenwärtig unter Rekrutierungsproblemen in Technik, Produktion sowie Forschung und Entwicklung – von der Fachkraft bis zu AkademikerInnen. Umso absurder ist es, dass die FH Technikum Wien im vergangenen Herbst über 1.000 qualifizierte BewerberInnen abweisen musste, weil es nicht genügend Studienplätze gegeben hat. Unter dieser Inkonsistenz leiden Unternehmen, (potentielle) Studierende und am Ende auch die Wirtschaft. Denn ohne ausgebildete Arbeitskräfte wird Österreich in der Digitalisierung auf der Strecke bleiben. Deshalb fordert der FEEI die Schaffung von mindestens 30 Prozent mehr Ausbildungsplätzen an Hochschulen im technischen Sektor.“

Kurt Hofstädter, Director Digital Strategy, Siemens AG Österreich und stellvertretender Präsident der FH Technikum Wien ergänzt: „Die FH Technikum Wien ist eine der führenden Fachhochschulen Österreichs und hat auch einen sehr guten internationalen Ruf. Wir bei Siemens suchen AbsolventInnen der MINT-Fächer, ganz besonders aus den Bereichen Elektrotechnik, Maschinenbau, Robotik, sowie ExpertInnen für Edge Computing, Cloud Computing und Künstliche Intelligenz. Diese FachhochschulabgängerInnen werden von der österreichischen Industrie dringend benötigt, um ihren erfolgreichen Weg in der Digitalisierung fortsetzen zu können. Daher haben wir uns entschlossen, die Kampagne „One of 1000“ zu unterstützen und einen Bachelor-Studienplatz im Studiengang Mechatronik/Robotik zu finanzieren. Wir schaffen damit einen zusätzlichen Ausbildungsplatz in diesem wichtigen Zukunftsfeld. Da uns bei Siemens Exzellenz ein Anliegen ist, widmen wir den Studienplatz dem besten Bewerber oder der besten Bewerberin im Rahmen des diesjährigen Aufnahmeverfahrens.“

Darüber hinaus haben bereits vor Kampagnenstart u.a. folgende Unternehmen zugesagt, in zusätzliche Studienplätze zu investieren: Schrack Seconet, ein Anbieter für Brandmelde-, Kommunikations- und Sicherheitssysteme; das weltweit tätige Mobilitäts- und Digitalisierungsunternehmen Kapsch Group, das innovative Softwareentwicklungs- und Technologieberatungs-Unternehmen iteratec und der Fachverband Metalltechnische Industrie.

Fachkräftemangel allgegenwärtig

Fehlende Fachkräfte beschäftigen aber nicht nur Konzerne – auch KMU und Start-ups leiden darunter. Janice Goodenough, CEO von HYDROGRID dazu: „HYDROGRID bietet eine vollautomatisierte IoT-Lösung zur Echtzeit -Steuerung von Wasserkraftwerken. Unser Team ist daher hoch-spezialisiert und wir brauchen laufend MINT-AbsolventInnen, insbesondere in den Bereichen IT, Data Science und Elektrotechnik. Bis dato ist es uns zwar gelungen, über indirekte Kontakte hervorragende Kandidaten für unsere Sache zu begeistern, mittelfristig könnte aber der mangelnde ‚Nachwuchs‘ an Technik-Absolventen unser Wachstum gefährden. Daher begrüßen wir die Initiative der FH Technikum Wien sehr, auf diesem innovativen Weg zusätzliche Studienplätze zu schaffen.“ Hydrogrid wurde erst vor kurzem von Bundesministerin Margarethe Schramböck mit dem Staatspreis für Digitale Produkte und Lösungen für seine Software-as-a-Service-Lösung (SaaS) ausgezeichnet.

FH Technikum Wien – Pioniere heute wie damals

Gabriele Költringer, Geschäftsführerin der FH Technikum Wien betont: „Mit der webbasierten Crowdfunding-Kampagne gehen wir einen Weg, den vor uns noch niemand gegangen ist. Wir sammeln Spenden, um zusätzliche Studienplätze zu schaffen, und sammeln gleichzeitig erste Erfahrungen mit einer modernen, alternativen Finanzierungsform, die in Österreich noch nicht etabliert ist. Mit dieser digitalen Spendenmöglichkeit wollen wir insbesondere auch jüngere, technikaffine Menschen erreichen, die den Wert eines Studienplatzes und einer technischen Ausbildung zu schätzen wissen. Deshalb sprechen wir auch ganz gezielt unsere über 11.000 AbsolventInnen an. Sie wissen, welche Türen sich für sie durch das Studium an der FH Technikum Wien geöffnet haben und wollen im besten Fall jungen Menschen die gleichen Chancen ermöglichen.“

Über „One of 1000“

„One of 1000“ läuft von Mai bis August 2019. Den Anfang machen die Kampagnen für Studienplätze der Studiengänge Mechatronik/Robotik und Urbane Erneuerbare Energietechnologien. Kampagnen für weitere Studienplätze mit Start noch in diesem Mai sind fix geplant. Die Studiengänge, für die gespendet werden kann, wurden aufgrund der Nachfrage von (potentiellen) Studierenden und Unternehmen ausgewählt. Grundlage für die Kampagnenziele ist die öffentliche Förderung für einen technischen Studienplatz an der FH Technikum Wien von 8.850.- Euro im Jahr, also 26.550.- Euro bis zum Abschluss eines Bachelor-Studiums. Die generierten Spenden fließen zu 100% in die Finanzierung von Studienplätzen und sind steuerlich absetzbar. Spenden sind bereits ab 10.- Euro auf der Plattform www.technikum-crowd.at möglich. SpenderInnen erhalten im Gegenzug ein kleines Dankeschön.

CONDA als technischer Partner

Daniel Horak, Absolvent der FH Technikum Wien und im Vorstand des Alumni Clubs aktiv, ist Gründer der Crowdinvesting-Plattform CONDA, die die aktuelle Crowdfunding-Kampagne mit einer White-Label-Plattform technisch ermöglicht. CONDA ist Österreichs größte Crowdinvesting-Plattform. Seit der Gründung im Jahr 2013 konnte das Unternehmen erfolgreich 106 Projekte mit mehr als 25 Millionen Euro finanzieren. Mittlerweile zählt CONDA über 30.000 internationale Investoren zu seiner Community.

Bilder

Fotos von der PK: https://www.apa-fotoservice.at/

Fotos von der FH Technikum Wien: https://www.technikum-wien.at/pressefotos

Im Herbst 2018 musste die FH Technikum Wien, Österreichs einzige rein technische Fachhochschule, über 1.000 qualifizierte Bewerberinnen und Bewerber aufgrund mangelnder, öffentlich finanzierter Studienplätze abweisen. Dem gegenüber steht ein dramatischer Mangel an technischen Fachkräften. Konkret bräuchte Österreichs Industrie über 16.500 MINT-Absolventen. Aktuell sieht es so aus, dass es 2019/20 keine zusätzlichen bundesfinanzierten Studienplätze geben wird.

FH Technikum Wien zeigt Initiative gegen die Verschwendung von Talenten

Deshalb werden durch eine spenden-basierte Crowdfunding-Kampagne zusätzliche Studienplätze geschaffen. Bereits im Herbst 2019 sollen möglichst viele High-Potentials die Chance haben, ein technisches Studium an der FH Technikum Wien zu beginnen. Die FH Technikum Wien setzt damit ein Zeichen und wird selbst initiativ. Auch die Industrie ist bereits mit an Bord.

Zum Auftakt der Crowdfunding Kampagne lädt die FH Technikum Wien zur Pressekonferenz

Wann? Dienstag, 07. Mai 2019, 10 Uhr

Wo? Impact Hub, Lindengasse 56, 1070 Wien

Gesprächsteilnehmer:

Gabriele Költringer, Geschäftsführerin, FH Technikum Wien

Lothar Roitner, Geschäftsführer, Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie

Kurt Hofstädter, CEE Industrie Leiter Siemens AG Österreich

Janice Goodenough, CEO von HYDROGRID

Diese Unternehmen haben die Technikum Crowd unterstützt: