Mission Diversity

Unsere Gesellschaft wird immer vielfältiger und Hochschulen wie auch Unternehmen sind mehr und mehr gefordert, mit Vielfalt inklusiv umzugehen. Dabei geht es einerseits darum, Chancengleichheit herzustellen, Diskriminierungen jeglicher Art zu verhindern sowie Vielfalt als Potenzial und Ressource zu fördern und zu nutzen. Andererseits herrscht akuter Mangel an Fachkräften und Frauen sind in technischen Bereichen nachwievor unterrepräsentiert.

Mission Diversity: Enge Zusammenarbeit mit der Wirtschaft

Die Fachhochschule Technikum Wien stellt sich diesen Herausforderungen und verankert Gender & Diversity in ihrer strategischen Ausrichtung. Die Themenpartnerschaft „Mission Diversity“ – ein Kooperationsmodell zwischen Wissenschaft und Wirtschaft – versteht sich als Auftrag und Zielsetzung mit Maßnahmen dazu: Gemeinsam mit Unternehmen aus Wirtschaft und Industrie setzt die Fachhochschule Technikum Wien Maßnahmen zur Förderung von Diversity und Chancengleichheit in der technischen Aus- und Weiterbildung und leistet damit einen verantwortungsvollen Beitrag zur Sicherung des Wirtschafts- und Industriestandortes Österreich – ganz im Sinne des Diversitätsgedankens: Vielfältige Perspektiven und Synergien als Potenzial und Mehrwert für alle Beteiligten.

Wir danken unseren Themenpartnern:

Berndorf Privatstiftung

"Österreich leidet unter Fachkräfte- und Technikermangel. Dieser Mangel kann verringert werden, wenn sich auch Menschen an eine technische Ausbildung herantrauen, die das ohne unterstützende Maßnahmen nicht tun würden. Kindern und Jugendlichen soll im Rahmen unserer Themenpartnerschaft mit der FH Technikum Wien auf spielerische Art und Weise gezeigt werden, wie spannend Technik ist. So kommt hoffentlich der eine oder die andere später auf die Idee, eine technische Ausbildung zu machen."

– Sonja Zimmermann, Vorstand Berndorf-Privatstiftung

Logo des FEEI

„An der FH Technikum Wien studieren derzeit knapp 3.200 Menschen, rund 850 MitarbeiterInnen und Lehrende sind hier tätig. Diversity, wie sie an unserer Fachhochschule verstanden und gelebt wird, steht für die gezielte Auseinandersetzung mit Unterschieden und Gemeinsamkeiten von Studierenden, Lehrenden und Mitarbeitern, mit dem Ziel, Potenziale zu erkennen und für Wachstum, Prosperität und Innovation zu nutzen.

Ein besonderes Anliegen ist es uns stets, Frauen für eine technische Aus- und Weiterbildung zu begeistern. Die Elektro- und Elektronikindustrie ist eine Branche, die sich seit Jahren durch moderne arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen auszeichnet. Eine Umfrage des FEEI im Jahr 2012 hat gezeigt, dass Frauen und Männer bei gleicher Tätigkeit gleich bezahlt werden. Allerdings liegt der Frauenanteil in der Branche nur zwischen 10 bis 35 Prozent. Je höher die Karrierestufe wird, desto weniger Frauen sind in diesen Positionen zu finden.

Dass Menschen dank unterschiedlichen Geschlechts, Alters, unterschiedlicher Herkunft und Religion zu einer größeren Erkenntnis jedes Einzelnen beitragen, muss uns stets klar und wichtig sein. „Der Wert eines Dialogs hängt vor allem von der Vielfalt der konkurrierenden Meinungen ab.“ Der Satz des Philosophen und Wissenschaftslogikers Karl Raimund Popper ist für eine Bildungs- und Forschungsinstitution Auftrag und Mission zugleich. Einen von Vielfalt geprägten Dialog zu führen und daraus zu lernen, soll unser Ziel sein. Oder anders ausgedrückt: wir wollen Vielfalt nützen, um Problemlösungsbewusstsein, Innovation und Kreativität zu fördern.“

– Dr. Lothar Roitner, Geschäftsführer FEEI – Fachverband der Elektro- und Elektronikindustrie und Obmann der FH Technikum Wien

Logo der Firma Kapsch

"Wer den Blick über den Tellerrand wagt, der weiß, dass Unterschiede Chancen bedeuten und Vielfalt ein Erfolgsmodell ist. Für die Kapsch Group ist daher die Förderung von Vielfalt sowohl ein gesellschaftlich-politisches als auch ein strategisches Anliegen. 

Einerseits ist es von großer Bedeutung, dass das Potenzial von Vielfalt schon während der Ausbildung vermittelt wird – und dabei haben insbesondere Hochschulen eine entscheidende Vorbildwirkung.  Andererseits ist Technik in unserem Alltag omnipräsent. Und daher muss bei der Entwicklung neuer Produkte und Lösungen Diversität von Anfang an einbeogen werden.

Um diesen Anforderungen gerecht zu werden, ist eine konsequente Verankerung des Diversitätsgedankens in technischen Studienrichtungen Voraussetzung. Darüber hinaus bedarf es unterstützender Maßnahmen, um die Differenz zwischen der Bedeutung von Technik im Alltag und dem Interesse junger Menschen an einem Studium der MINT-Fächer zu überwinden. Das Projekt “Mission Diversity“ der FH Technikum Wien erscheint uns als geeignetes Instrument, Vielfalt zu fordern und zu fördern. Und daher unterstützen wir gerne und wünschen viel Erfolg in der Umsetzung."

–  Doz. (FH) Mag. Alf Netek, MA, CMO Kapsch AG 

UFH

„Die FH Technikum Wien ist die größte rein technische Fachhochschule in Österreich und beschäftigt sich bereits seit Längerem mit Herausforderungen und Potenzialen von Vielfalt. Vor allem Mädchen und Frauen für die Technik im Allgemeinen und für ein technisches Studium im Besonderen zu begeistern, ist der Fachhochschule ein wichtiges Anliegen, das sie mit großer Überzeugung vertritt. Ein eigens eingerichteter Think Tank für Gender Management verfolgt seit einiger Zeit das Ziel, optimale Rahmenbedingungen für weibliche Studierende an der FH zu ermöglichen. 

Dass die FH Technikum Wien nun eine „Mission Diversity“ verabschiedet, ist eine wertvolle und sinnvolle Weiterentwicklung dieses Weges. Die Hochschule ist ein Marktplatz der Vielfalt – allein jede/r achte der mehr als 3.000 Studierenden kommt aus dem Ausland. Fünf Prozent stammen aus Ländern außerhalb der EU. Vielfalt in all ihren Ausprägungen – Alter, Herkunft Geschlecht, Orientierung – ermöglicht Wachstum durch die Nutzung aller zur Verfügung stehenden Ressourcen. Sie erhöht die Chance, bislang unentdeckte Talente zu fördern. Sie erweitert den Handlungsspielraum über nationale Grenzen hinweg, nicht zuletzt dank Mehrsprachigkeit und Interkulturalität.

Diversity Management an der Fachhochschule schafft ein Klima der Akzeptanz, das einen größeren sozialen Zusammenhalt und den noch intensiveren Austausch verschiedener Dialoggruppen vorantreiben wird. Das Ziel muss es sein, allen Studierenden ein bestmögliches Studienumfeld zu bieten. Davon werden alle profitieren: die Fachhochschule, die Studierenden, die Mitarbeiter/-innen und nicht zuletzt die Unternehmen, die ihre Fachkräfte aus einem größeren Pool an top ausgebildeten Technikerinnen und Technikern rekrutieren können.“

 – Mag. Thomas Faast, Geschäftsführer UFH Holding GmbH