Institut für Sprachen & Kulturwissenschaften

Lehre am Institut für Sprachen und Kulturwissenschaften

Die Verwendung von Sprache ist immer mit Handeln in verschiedenen Rollen verbunden. Daher steht im Vordergrund die praktische Sprachhandlungskompetenz, für deren durchgehende Entwicklung unsere LektorInnen, meist native speakers aus den unterschiedlichsten Berufsfeldern und Ländern, sorgen. Unser Kompetenzmodell setzt sich aus vielen Teilkompetenzen zusammen und umfasst die folgenden Dimensionen des sprachlichen Handelns:

Digital: Erstellung von verbalen, inhaltsbezogenen Mitteilungen

Dazu zählen die Wiederholung, Festigung und Erweiterung der Codekompetenz, d.h. eines Repertoires an Strukturen und Redemitteln, das thematisch und situativ richtig eingesetzt wird.

Die Erweiterung in Richtung technisch-wirtschaftlicher Kompetenz betrifft in erster Linie Wortschatz und Semantik, die auf die Studiengänge individuell zugeschnitten werden. Dazu – und zur Unterstützung kognitiver Prozesse – werden Textbeispiele eingesetzt, die die oft erheblichen Unterschiede in der Textgrammatik zwischen deutschen und englischen Fachtexten verdeutlichen.

Analog: Herstellung emotionaler Beziehungen zum Partner

Diesem Ziel dienen verschiedenste Aktivitäten, die einerseits sprachliches Handeln fördern, andererseits positive Auswirkungen auf die Gruppendynamik zeitigen und somit persönlichkeitsbildend wirken. Dazu gehören vertrauensbildende Maßnahmen wie der Aufbau einer stressfreien Atmosphäre, die die Sprechbereitschaft fördert, sowie die Definition von individuellen Lernzielen und das Coaching der Studierenden in ihrem Lernprozess. Im Unterricht werden die unterschiedlichsten Sozialformen eingesetzt, die die friktionsfreie Zusammenarbeit garantieren und die emotionalen Bindungen an die Mitstudierenden und Lehrbeauftragten verstärken.

Soziokulturell: Wissen über und Einhalten von Normen der Zielkultur

Diese Dimension vermittelt Wissen um die Interdependenz von Sprache, Sprecher, Partner und soziokulturellem Kontext, um die Wirkung der Sprachhandlung adäquat einschätzen zu können. Die Verwendung der englischen Sprache als moderne Lingua franca verlangt auch interkulturelle Orientierung, die Sitten und Gewohnheiten von Partnern unterschiedlicher kultureller Hintergründe respektiert. Soziokulturelle Kompetenz wird durchgehend in allen Semestern durch entsprechende Inhalte sowie durch Lehrbeauftrage unterschiedlicher Herkunft vermittelt.

Humanistisch: Kenntnis und Respektieren ethischer Grundsätze, Thinking outside the box.

Die humanistische Dimension bildet die Grundlage für informierte Entscheidungsprozesse und dient als stützende und regulative Instanz in der praktischen und wissenschaftlichen Arbeit. An erster Stelle steht dabei die Berufsethik für Techniker, also für eine Gruppe, an deren Entwicklungen das Wohl der Gesellschaft hängt.

Zusätzlich zur vorherrschend technischen wird auch eine humanistische Perspektive des Fortschritts und der Veränderung der Gesellschaft eingezogen. Ethisch-philosophische Themen – sowohl im Rückblick als auch in Vorausschau auf zukünftige Entwicklungen – eignen sich dazu besonders, denn sie bieten Raum für Reflexion einerseits und für kreatives, unkonventionelles Denken andererseits.

Die Inhalte aller Lehrveranstaltungen werden regelmäßig aktualisiert, um den letzten Entwicklungen Rechnung zu tragen. Gleichzeitig werden auf Grund des Feedbacks der Studierenden, Lehrbeauftragten und Studiengangsleiter die Methodik und Didaktik regelmäßigen Revisionen unterzogen, um die Qualität der Lehre zu sichern und weiter zu steigern.