Department Industrial Engineering

Das Department Industrial Engineering an der FH Technikum Wien bündelt die Kompetenzen in den Bereichen Fertigung, Automatisierung, Robotik, Erneuerbare Energietechnologien bis hin zu entrepreneurialen Engineeringmodellen.

  

v.l.n.r.: 3D-Druck in der Digitalen Fabrik, Energieforschungspark Lichtenegg, Digitale Fabrik der FH Technikum Wien, Der Serviceroboter „Robbie“ für den Einsatz bei Erkundungs- und Rettungseinsätzen

Departmentleitung

Corinna Englehardt-Nowitzki

FH-Prof. Dr. Corinna Engelhardt-Nowitzki

Departmentleitung
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Kompetenzfelder

Das Kompetenzfeld Digital Manufacturing, Automation & Robotics beschäftigt sich mit der Forschung intelligenter sowie vernetzter Methoden und Ansätzen zur Realisierung von flexiblen Produktionssystemen. Für die Integration von herstellerübergreifenden Systemen werden verschiedene Robotersysteme sowie proprietäre Schnittstellen von Automatisierungstechnikkomponenten untersucht und Industrieroboter mit Sensoren und Werkzeugen ausgestattet um diese Ansätze praktisch zu realisieren. Dazu werden Methoden für die Realisierung von autonomer Navigation und Lokalisierung von Mobil- und Servicerobotersystemen entwickelt.
Darüber hinaus werden Ansätze zum Einsatz von kollaborativen Robotern für den gemeinsamen Arbeitsraum mit Mensch und Roboter erforscht.

Ebenfalls Gegenstand des Kompetenzfeldes sind die Entwicklung von Schnittstellen für die Durchführung der Bearbeitung (z.B. Fräsen, Entgraten, Schneiden, Schleifen, Polieren) mithilfe von Robotern sowie Methoden zur Prozess- und Materialoptimierung generativer Fertigungsverfahren. Die Digitale Fabrik der FH Technikum Wien bietet die optimale Infrastruktur für die Untersuchung und Weiterentwicklung dieser Themen.

In den Lehrveranstaltungen des Kompetenzfeldes Digital Manufacturing and Robotics wird die Anwendung von CAx Technologien zur Produktherstellung sowie Werkstoff- und Fertigungstechnik zur Herstellung von Produkten gelehrt. Dazu wird u.a. Wissen zum Einsatz von modernen Fertigungsmethoden wie generativen Fertigungstechnologien vermittelt.

Im Bereich Robotik lernen die Studierenden den praktischen Umgang mit Industrierobotern - die Vermittlung von Wissen zur Verwendung von Simulationswerkszeugen sowie die Realisierung von Roboterapplikationen. Studierenden werden Berechnungsmethoden zur Entwicklung und Auslegung von Industrierobotern vermittelt, dabei lernen sie den Umgang mit datenbasierten Modellierung von Prozessen. Dieses Wissen kann in weiterer Folge einerseits für die Prozessoptimierung und andererseits für die mobile Robotik eingesetzt werden. Der Fokus liegt auf statistischen Methoden der Datenverarbeitung und der Modellierung von Prozessen, welche aufgrund hoher Störungen nur durch probabilistische Modellierung regelbar sind.

Digitale Fabrik

Im Kompetenzfeld Renewable Energy Systems beschäftigt sich ein interdisziplinäres Team von ExpertInnen auf unterschiedlichen Ebenen mit technologischen, systemischen, ökologischen und gesellschaftlichen Fragestellungen im Bereich Erneuerbare Energie. In enger Kooperation mit universitären und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie in Zusammenarbeit mit der Energiewirtschaft und österreichischen Unternehmen sind die ExpertInnen des Kompetenzfeldes an über 30 nationalen und europäischen Forschungs- sowie Aus- und Weiterbildungsprojekten in führender Funktion beteiligt. Leitende Aufgaben in nationalen und internationalen ExpertInnennetzwerken - wie z. B. die stellvertretende Leitung des Photovoltaik-Forschungsprogrammes der Internationalen Energieagentur (IEA) - liegen ebenso in den Händen des Kompetenzfeldes wie die wissenschaftliche Leitung und Mitgestaltung von diversen Fachtagungen.

 

 

 

 

 

 

Das Kleinwindkraftteam der FH Technikum Wien im Energieforschungspark Lichtenegg. © Ian Ehm / FEEI

Themenfelder:

  • Nachhaltige und lebenswerte Gebäude sowie energieflexible Quartiere
  • NutzerInnen-orientierte, integrierte Energiesysteme und -technologien z. B. Bauwerksintegrierte Photovoltaik (BIPV), (gebäudemontierte) Kleinwindkraftanlagen, netz- und systemdienliche Stromspeichersysteme
  • Umwelt und Gesellschaft

Kompetenzen

  • Integrative Planung, Modellierung und Simulation, Umsetzung, Monitoring, Optimierung sowie ganzheitliche, interdisziplinäre Bewertung von Technologien und Systemen
  • NutzerInnen- und Stakeholder-Einbindung, Co-Creation und Partizipationsprozesse, Geschäftsmodellentwicklung
  • Umwelt- und Nachhaltigkeitsbewertungen, Lebenszyklusanalysen sowie Technikfolgenabschätzung
  • Experimental Design für Realibility und Accelerated Aging
  • Datenanalyse, -auswertung und  interpretation, Roadmapping
  • Diverse Mess- und Prüfdienstleistungen im Digital Energy Lab oder im Energieforschungspark Lichtenegg

Das Kompetenzfeld „Materials Science & Mechanical Systems“ deckt in Lehre und Forschung die Automatisierung von technischen und nicht-technischen Systemen sowie die Realisierung intelligenter Sensorik für autonome Systeme ab. 

Die Automatisierungstechnik umfasst dabei die Teilgebiete Messtechnik, Steuerungstechnik, Regelungstechnik sowie Aktorik und Netzwerktechnik.

  • Messtechnik: Techniken und Verfahren zum Erfassen nicht-elektrischer Größen sowie Methoden zur Anpassung, Kalibrierung, Auswertung und Dateninterpretation.
  • Steuerungstechnik: Auslegung und Optimierung von Ablauf- und Verknüpfungssteuerungen, Speicherprogrammierbare Steuerungen sowie zugehörige Visualisierungen
  • Regelungstechnik: Verfahren zur Identifikation von SISO- und MIMO-Regelstrecken maschinenbaulicher, mechatronischer sowie verfahrenstechnischer Natur. Auslegung sowie Optimierung von Reglern für Anwendungen aus Maschinenbau, Mechatronik und der Prozess- und Verfahrenstechnik.
  • Aktorik: Pneumatische, hydraulische und mechatronische Aktoren und deren energetische Optimierung
  • Netzwerktechnik: Echtzeitvernetzung von Sensoren, Aktoren, Steuer- und Regeleinrichtungen sowie Visualisierungseinheiten

Die intelligente Sensorik für autonome Systeme betrachtet insbesondere Sensoren zur Erfassung von Systemzustand und 2D/3D-Umgebungsinformationen (Innen-/ Außenbereich). Im Fokus sind hier die Erfassung relevanter physikalischer Größen, Signalanpassung, Sensorkalibrierung sowie die Sensordatenauswertung/-interpretation.

 

 

 

 

 

 

 

 

Das Automatisierungstechnik-Labor der FH Technikum Wien

Kernkompetenzen:

  • Mess-, Steuer- und Regeltechnik sowie Aktorik für Automatisierungsanwendungen
  • Echtzeitvernetzung von Sensoren, Aktoren, Steuer- und Regeleinrichtungen
  • Safety – Betriebssicherheit für Automation und Robotik
  • Mechatronische Systeme in der Automatisierungstechnik
  • Intelligente Sensorik für Autonome Systeme

Das Kompetenzfeld „Virtual Technologies & Sensor Systems“ beschäftigt sich mit der Analyse der technologischen sowie unternehmerischen Herausforderungen im Zuge der Änderungsprozesse durch die Digitalisierung.

Virtual Systems Engineering bietet eine ganzheitliche Betrachtung des Wandels beginnend bei Produktorientierung bis hin zur Serviceorientierung und die damit in Verbindung stehende Virtualisierung der dafür notwendigen Engineeringprozesse.

Kombinationen von Robotik, IoT und Augmented Reality eröffnen neue Möglichkeiten in der Maschine-Mensch-Kommunikation

Der Kompetenzbogen spannt sich von Mechanik und Maschinenelementen als Grundlage für die Modellbildung & Simulation mechanischer/mechatronischer Systeme über virtuelle Technologieanwendung wie Augmented/Virtual Reality in der Industrie bis hin zu entrepreneurialen Engineeringmodellen und den damit einhergehenden Technologietransferprozessen. Innerhalb dieser interdisziplinären Ausrichtung untersucht das Kompetenzfeld unter anderem folgende Fragestellungen:

  • Welche unternehmerischen Vorteile können durch den Einsatz virtueller Engineeringprozesse gewonnen werden?
  • Mit Hilfe welchen Technologien lassen sich durch Vernetzung und Mixed Reality Applikation Mehrwerte für Produktionssyteme generieren?
  • Wo liegen die technischen und wirtschaftlichen Grenzen in der Modellbildung, Simulation und AR/VR-Darstellung von mechansichen/mechatronischen Systemen?
  • Wie kann Systems Engineering im unternehmerischen Kontext genutzt werden und welche entrepreneuriale Grundhaltung ist dafür im Unternehmen erforderlich?
  • Welche Anforderungen an Unternehmen und Mitarbeiter entstehen durch neue Geschäftsmodelle, die durch die erfolgreiche Einführung neuer Technologien ermöglicht werden?
  • Wie kann ein erfolgreicher Technologietransfer neuer Technologie in etablierte Produktionssysteme gelingen?