Hashem

  • BSc Biomedical Engineering
  • Linköping, Schweden
  • Auslandssemester
  • Linköping University
  • Wintersemester 2025/2026
Eine Person in Winterkleidung steht nachts mit erhobenen Armen unter einer großen Metallkugel auf einer verschneiten Fläche.
Wie haben Sie sich auf Ihren Auslandsaufenthalt vorbereitet? Welche praktischen Vorkehrungen haben Sie vor dem Austausch getroffen?

Zunächst habe ich mir das Kontingent an möglichen Gasthochschulen angeschaut. Sehr schnell wurde mir klar dass Schweden das Land meiner Wahl sein soll, keine zweite Wahl gab es für mich nicht. Es wird vom IO jedenfalls empfohlen, eine zweite Wahl anzugeben, für den Fall dass man im Nominierungsverfahren für die gewünschte Gasthochschule nicht weiterkommt. Ich denke, mit meiner Zulassung in Schweden habe ich Glück gehabt!

Wie wurden Sie von der Gastinstitution begrüßt? 

Es wurden mehrere Tage mit einem Welcome-Programm angeboten wo besonders viele Neuankömmlinge begrüßt werden. Darüber hinaus hätte man aber vor Ankündigung zu jeder Zeit anreisen können, das Personal vom IO an der Gasthochschule ist außerordentlich freundlich und stets für alle Fragen zur Verfügung.

Wir wurden mit dem dortige System, der lokalen Kursplattform vertraut gemacht und es hat auch einige Vorträge über Internationalisierung, verschiedene Kulturen, ungewohnte Gepflogenheiten und besonders das Leben in Schweden.

Wie war das Studium an der Gasthochschule?

Die Organisation ist sehr einfach und intuitiv, sehr vergleichbar mit der FH. Die Teilnehmerzahl in den Kursen ist auch recht ähnlich, wie wir es vom Technikum kennen. Es wird ein hoher Wert auf interaktives Lernen und Gruppenarbeiten gelegt. Das Verhältnis zwischen Studenten und Lehrpersonen ist ganz besonders – auf Augenhöhe, Ansprache mit Vornamen und fehlendem Hierarchie-Empfinden – und dennoch sehr respektvoll und freundlich. Das habe ich als besonders positiv empfunden.

Wie würden Sie das Land, die Kultur und die Freizeitaktivitäten beschreiben, die Sie während Ihres Auslandsaufenthaltes erlebt haben?

Schweden ist ein Land reich an Kultur, Sehenswürdigkeiten und interessanten Eigenschaften. Es gibt von der Universität ein breites Angebot an sportlichen Aktivitäten und allgemein ist die Fitness in der Bevölkerung ziemlich gut. Klimaneutralität und Gender-Equality haben einen besonders hohen Stellenwert in der Gesellschaft.
Gleichzeitig sind die Schweden ein überraschend schüchternes und introvertiertes Volk – sich mit gebürtigen Schweden zu befreunden ist gar nicht so einfach, wie es einem erscheinen mag.
Dennoch habe ich keine Spur von Unfreundlichkeit empfunden, die Hilfsbereitschaft war stets überall vorhanden.

Über die Zimmer-/Wohnungssuche und Unterkunft

Ich habe mir eine private Wohnung auf Qasa.se rausgesucht und gemietet. Man muss früh genug schauen, meinen Mietvertrag habe ich etwa 2 Monate vor Start unterschieben gehabt.

Welche finanziellen Vorkehrungen haben Sie getroffen? Wie hoch waren die Lebenserhaltungskosten im Schnitt?

Ich war berufstätig und habe dadurch einiges Sparen können. Das Einkaufen ist tlw. deutlich teurer als in Österreich, ich rate von einer Vollversorgung vom Coop ab.

Wohnen (inkl Internet, Strom, Heizung,..) knapp 600€
Essen und Verpflegung evtl 500€, je nach Bedürfnisse

Zusätzliche Kosten entstanden durch die vielen Reisen, die unternommen wurden.

Welche neuen Fähigkeiten und Qualitäten haben Sie erworben?

Besonders die sozialen und persönlichen Fähigkeiten wurden (hoffentlich) ausgebaut und erweitert, vor allem da man sich in einer fremden Situation alleine zurecht finden muss. Eine großartige Erfahrung und Benefit fürs Leben. Natürlich haben die Sprachkenntnisse stark zugenommen. Besonders wenn man Sprachen wieder auffrischen möchte, findet sich mit Sicherheit ein internationaler Student, mit dem man die Sprache wieder üben kann.

Was war im Rückblick die größte Herausforderung bei der Vorbereitung auf oder während Ihres Auslandsaufenthaltes?

Die Wohnungssuche und Sicherstellung einer guten Unterkunft, welche den Bedürfnissen entspricht. Zusätzlich war die ein oder andere Prüfungen bisschen schwerer als erwartet, aber das gehört nun mal dazu.

Was war Ihre positivste Erfahrung während Ihres Auslandsaufenthaltes?

Das Gefühl, dem Alltag von daheim zu entkommen und für ein ganzes Semester “nur Student” sein zu können mit den unbegrenzten Möglichkeiten der Freizeitgestaltung.
Der Roadtrip zum Nordkapp und das Solo-Wintercampen würde ich als persönliches Highlight bezeichnen.