Maximilian
- BSc Maschinenbau
- Hämeenlinna, Finnland
- Auslandssemester
- Häme University of Applied Sciences
- Wintersemester 2025/2026

Wie haben Sie sich auf Ihren Auslandsaufenthalt vorbereitet? Welche praktischen Vorkehrungen haben Sie vor dem Austausch getroffen?
Die Vorbereitungsphase begann mit einer intensiven Recherche potenzieller Partneruniversitäten sowie dem Abgleich der Kursangebote, um die Anerkennung für mein Learning Agreement sicherzustellen. Dabei lag der Fokus darauf, Module zu wählen, die inhaltlich weitgehend mit den Lehrplänen meiner Heimathochschule übereinstimmen. Ein weiterer zentraler Aspekt war die frühzeitige Sicherung einer Unterkunft. Da die Zuweisung in meinem Fall automatisch durch die Gasthochschule erfolgte, empfehle ich zukünftigen Studierenden eine präzise Absprache im Vorfeld. Besonders wichtig ist es, die Rahmenbedingungen der Wohnungssituation zu klären, um sicherzustellen, dass vor Ort eine soziale Atmosphäre gewährleistet ist.
Wie wurden Sie von der Gastinstitution begrüßt?
Die Begrüßung fand durch einen sog. “Welcome-Day” statt. Dabei wurden wir zuerst vom International-Office der Gastschule begrüßt, wobei wir uns kurz vorstellten. Danach ging es per Bus auf einen weiteren Campus der Schule, welcher auf Waldwirtschaft ausgelegt ist. Während des Tages lernten wir auch Exchange Studierende aus anderen Campus kennen. Es wurden Denk- & Freizeitspiele gemacht, hierbei wurde besonderer Fokus auf Teamarbeit gesetzt. Als Abschluss gab es noch eine Runde Sauna; inklusive Baden im naheliegenden See.
Wie war das Studium an der Gasthochschule?
Sowohl die Organisation als auch die Studieninhalte waren exzellent strukturiert und in einigen Bereichen der FHTW sogar einen Schritt voraus. Besonders hervorzuheben ist die didaktische Qualität: Die Professoren verfolgen das Ziel, Wissen so praxisnah und verständlich zu vermitteln, dass die Inhalte bereits während der Vorlesungen tiefgreifend verinnerlicht werden. Auch die Infrastruktur der Hochschule ließ keine Wünsche offen. Von einer preiswerten Kantine über ein schuleigenes Fitnessstudio bis hin zu ‘Gaming-Räumen’ mit Hochleistungs-PCs war die Ausstattung modern und studierendenorientiert.
Wie würden Sie das Land, die Kultur und die Freizeitaktivitäten beschreiben, die Sie während Ihres Auslandsaufenthaltes erlebt haben?
Von all den Ländern die für ein Auslandssemester zur Wahl standen, zählt Finnland sicher zu den einzigartigsten. Finnische Personen sind im Vergleich zu Österreichern introvertierter. Somit ist es Anfangs nicht leicht soziale Kontakte zu knüpfen. Jedoch kann hierbei die Sauna ganz gut helfen – wahrscheinlich die Aktivität, für die Finnland am bekanntesten ist. Der Alltag unterscheidet sich stark von jenem in Österreich, wobei die extrem langen Öffnungszeiten von Geschäften (kein Ruhetag) und die kurzen Wintertage die größten Unterschiede waren. Es hilft auch sehr, Videos auf den sozialen Medien anzuschauen, da diese sehr gut die Kulturen erläutern.
Über die Zimmer-/Wohnungssuche und Unterkunft
Wie oben erwähnt übernahm hier die Schule die Wohnungssuche. Bedauerlicherweise war dies der Negativpunkt am Auslandssemester, da wir nicht mit anderen Studenten zusammengezogen wurden. Die Wohnung hatte sehr wenige Möbel (in meinem Zimmer war nur Bett und Kommode beispielsweise) und auch Putzsachen oder Kochtöpfe fehlten.
Welche finanziellen Vorkehrungen haben Sie getroffen? Wie hoch waren die Lebenserhaltungskosten im Schnitt?
Mit der Erasmus+ Förderung von ~1700€ und meinen persönlichen Ersparnissen, musste ich nicht besonders auf meine Ausgaben achten. Die Lebenskosten sind jedoch höher als in Österreich, die Gesamtkosten pro Monat beliefen sich auf ca. 1000€, wobei hier auch die Miete integriert war.
Welche neuen Fähigkeiten und Qualitäten haben Sie erworben?
Bereits vor meinem Auslandsaufenthalt verfügte ich über fundierte Englischkenntnisse im sozialen Kontext. Das Semester bot mir die ideale Gelegenheit, diese sicher anzuwenden und darüber hinaus meinen Horizont im Fachenglisch entscheidend zu erweitern. Insbesondere durch die englischsprachigen Vorlesungen und die fachspezifischen Diskussionen konnte ich mir ein präzises technisches Vokabular aneignen, das mir in meiner zukünftigen beruflichen Laufbahn von großem Nutzen sein wird.
Wie haben sich Ihre Werte und Einstellungen während Ihres Auslandsaufenthaltes verändert?
Vor dem Auslandssemester hätte ich mich als eher introvertierteren Menschen eingeschätzt. Nachdem ich allerdings mit sehr vielen internationalen Leuten nun Kontakt pflege, bin ich deutlich extrovertierter geworden. Die Werte & Einstellungen haben sich allerdings nicht verändert.
Was war im Rückblick die größte Herausforderung bei der Vorbereitung auf oder während Ihres Auslandsaufenthaltes?
Anfangs war der Unterricht auf Englisch etwas gewöhnungsbedürftig, wobei ich mir dies relativ schnell angewöhnte.
Was war Ihre positivste Erfahrung während Ihres Auslandsaufenthaltes?
Das knüpfen neuer Freundschaften und der starke Zusammenhalt, welcher mir besonders gut in Erinnerung bleibt.


