Philip

  • BSc Wirtschaftsinformatik
  • Rovaniemi, Finnland
  • Auslandssemester
  • Lapland University of Applied Sciences
  • Wintersemester 2025/2026
Eine Person in einer blauen Jacke steht neben einer roten Polarkreismarkierung mit einer leuchtenden Laterne an der Spitze, umgeben von Bäumen und dekorierten Lichtern, auf einem Platz im Freien mit Menschen im Hintergrund.
Wie haben Sie sich auf Ihren Auslandsaufenthalt vorbereitet? Welche praktischen Vorkehrungen haben Sie vor dem Austausch getroffen?

Wir haben uns bereits im März oder April für ein Apartment bei DAS Housing angemeldet um eines in der Nähe der Universität zu bekommen. Außerdem habe ich geschaut, ob ich ausreichende Versicherungsabdeckung habe, zum Beispiel eine Reiseversicherung sowie Unfallsversicherung bei der Kreditkarte. Außerdem habe ich mir warme Kleidung und Schuhe besorgt, da es im Winter sehr kalt wird.

Wie wurden Sie von der Gastinstitution begrüßt?

Es gab einen Welcome Buddy, der mich bereits im Vorhinein kontaktiert hat und den Schlüssel für mein Apartment vorher abgeholt hat und mir bei meiner Ankunft direkt übergeben hat. Außerdem gab es in der ersten Woche eine Welcome week, wo die ersten Informationen und organisatorischen Dinge erledigt wurden, wie checken, ob der vorher ausgemachte Stundenplan keine Überschneidungen hat und diesen wie in unserem Fall zu ändern. Außerdem gab es mehrere Events mit anderen Austauschstudenten um diese kennenzulernen und Connections zu knüpfen.

Wie war das Studium an der Gasthochschule?

Es war alles mehr auf Abgaben, Präsentationen und Projekten fokussiert. Wir hatten von 6 Fächern nur in einem eine Prüfung. Wenn man die Aufgaben macht, sollte man keine Probleme haben die Fächer zu bestehen. Ich fand es nicht zu schwer die Aufgaben zu erledigen und hatte noch Zeit für verschiedene Events von Studentenorganisationen und Reisen zu anderen Städten in Finnland.

Wie würden Sie das Land, die Kultur und die Freizeitaktivitäten beschreiben, die Sie während Ihres Auslandsaufenthaltes erlebt haben?

Es ist stereotypisch schon kälter als in Österreich, vor allem im Dezember und Jänner wird es sehr kalt. Es ist außerhalb der Städte sehr karg, außer Wald und Seen gibt es meistens nicht viel anderes. Deswegen gehen sehr viele Finnen sehr gerne Fischen oder Campen im Wald. In Rovaniemi gibt es mehrere verschiedene Angebote. Ein Freund war öfters Boxen, es gibt ein Sportzentrum mit einem Schwimmbad, Bowlingbahn, Volleyballhalle, Eishockeyhalle, etc. Die Finnen sind grundsätzlich reserviert, aber wenn man gemeinsame Interessen und Unternehmungen macht, sind die meisten sehr freundlich.

Über die Zimmer-/Wohnungssuche und Unterkunft

Wir haben von einem Freund der letztes Jahr in Rovaniemi war, die Info bekommen, dass wir uns so früh wie möglich bei DAS Housing für ein Apartment anmelden sollen, damit wir die beste Chance haben eines zu bekommen. Wir haben auch angegeben, dass wir jeweils ein 2er Apartment haben wollen, was wir dann auch bekommen haben.

Welche finanziellen Vorkehrungen haben Sie getroffen? Wie hoch waren die Lebenserhaltungskosten im Schnitt?

Ich habe mich für das Erasmus+ Programm beworben für die finanzielle Unterstützung. Diese habe ich auch bekommen, ansonsten habe ich keine weiteren Vorkehrungen getroffen, außer mein vorher bereits Erspartes. Ich habe während meines Auslandsaufenthalts noch die Familienbeihilfe von meinen Eltern und das Leistungsstipendium für das vorherige Studienjahr erhalten.

Haben Sie Tipps was noch zu beachten ist?

Vom Flughafen in die Stadt gibt es nur Taxis oder der Welcome Buddy holt einen ab, aber das war bei mir nicht der Fall. Es kann vorher ein Taxi zum Flughafen bestellt werden, dann kann der Preis vorher bestimmt werden. Es kann dann günstiger sein.
Außerdem sind in den Apartments gar keine Utensilien, es muss alles entweder vom Recycling Room ausgeborgt werden oder wenn es dort nichts mehr gibt, kaufen. Zum Glück gibt es von der Universität ein Buffet in der Früh und zum Mittag um €2,95 und in der Hauptuni ist es bis 18 Uhr offen, also geht sich ein frühes Abendessen aus. Der Recycling Room ist von ESN organisiert, dort gibt es Messer, Besteck, Töpfe, Pfannen usw. zum ausborgen für die Dauer des Aufenthalts, am Ende gibt man sie dann zurück.

Welche neuen Fähigkeiten und Qualitäten haben Sie erworben? 

Ich habe einen Survival Finnisch Kurs als einen der 6 Kurse belegt, aber Finnisch ist echt schwer, ich muss das länger lernen um wirklich gesprächsfähig zu sein. Außerdem habe ich mehr über andere Länder und Kulturen gelernt, und ich finde auch meine sozialen Fähigkeiten verbessert. Außerdem war der Kurs Deep Learning sehr interessant, wo wir mit maschinellem Lernen gearbeitet und experimentiert haben.

Was war im Rückblick die größte Herausforderung bei der Vorbereitung auf oder während Ihres Auslandsaufenthaltes?

Ich habe mir beim akklimatisieren ein bisschen schwer getan, ich bin von 30+ Grad zu Hause zu 10 bis 20 Grad am Tag gewechselt und die erste Woche war mir ständig kalt. Außerdem, wie bereits erwähnt gibt es in den Apartments keine Utensilien, das war auch nervig.

Was war Ihre positivste Erfahrung während Ihres Auslandsaufenthaltes?

Die ganzen Erfahrungen, die man mit anderen Leuten gemeinsam macht. Für mich war das Kennenlernen von vielen neuen Leuten aus den verschiedensten Ländern und dann Reisen oder Events mit ihnen zu machen am besten. Außerdem sind die Nordlichter echt cool.