Florian

  • Oxford, Großbritannien
  • Staff Mobility
  • Centre of English Studies
  • Sommersemester 2025/2026

Florian Wimmer, Researcher und Lektor an der Fakultät Electronic Engineering & Entrepreneurship, hat von 09.02. bis 13.02.2026 an einem von der FH Technikum Wien organisierten Sprachkurs in Oxford (England) teilgenommen. Gemeinsam mit 18 Kolleg:innen konnte er in der Woche seine Englischkenntnisse perfektionieren und Oxford erkunden. Florian hat sich für eine umweltfreundliche An- und Abreise entschieden und erzählt in folgenden Absätzen darüber:

Hintergrund und Motivation

Meine letzte Englischausbildung war, wie bei den meisten, in der Schule und während es immer geläufiger wurde Englisch zu sprechen, haben sich auch viele Fehler eingeschlichen und gefestigt und jegliche Theorie wurde vergessen. Deshalb sah ich es als super Gelegenheit an, um diese Fehler zu finden und die nötige Theorie dazu aufzufrischen. Ein Add-on war natürlich die Gelegenheit, Oxford und Umgebung erkunden zu können. Persönlich wäre ich womöglich nie extra dort hingefahren und hätte diese eindrucksvolle Universitätsstadt nie gesehen.


Als Junior Lecturer/Researcher betrifft es mich vor allem in zwei Bereichen. In der Lehre, da ich auf Englisch unterrichten muss und um ansatzweise vernünftige Forschung zu betreiben, kommt man auch hier an Englisch nicht vorbei. Auch in Pausen etc. kann es nötig sein, um mit dem einen oder anderen Kollegen zu kommunizieren. Englisch ist also ein täglicher Begleiter.

Klimafreundliche Mobilität

Neben dem Umweltgedanken finde ich es viel weniger stressig, wenn man am Bahnhof in den Zug einsteigen kann ohne Puffer für Personen- und Gepäckskontrollen einrechnen zu müssen. In Summe fällt die An-/Abreise zwar doch um einiges länger aus (ca. 20 h anstatt ca. 8 h), allerdings kann man die Zeit im Zug, im Gegensatz zum Flughafen/Flugzeug, sehr gut nutzen. Eine weitere Motivation war für mich ein eingeschobener Privataufenthalt pro Strecke. Bei der Hinfahrt war es eine Nacht in Brüssel und bei der Rückfahrt waren es drei Nächte in Paris. Auch diese Städte habe ich zum ersten Mal gesehen, also war es eine sehr eindrucksvolle Reise.

Die Organisation war schon um einiges aufwendiger, allerdings wollte ich die Zeit auch optimal nutzen. Man könnte es vermutlich auch mit weniger Aufwand planen bzw. geht es beim zweiten Mal bestimmt schon schneller.

Das Highlight der Strecke war der Eurotunnel, wobei sich dieser im Grunde genommen nicht von einem Alpentunnel unterscheidet. Ich hatte das Glück, in einer Aktion ein Interrail-Ticket in der 1. Klasse zu ergattern, weshalb meine Reise unter dem Meer auch noch von Essen und Trinken begleitet wurde. Es waren auch erstaunlich viele Streckenabschnitte für Hochgeschwindigkeitszüge ausgelegt, dementsprechend war ich ca. die Hälfte der Zeit mit um die 300 km/h unterwegs. Neben dem Eurostar konnte ich auch andere bekannte Zuganbieter testen, wie TGV und ICE. Und dann waren da natürlich auch noch Paris und Brüssel…

Alle FHTW-Anleitungen und Beispiele sind für Flüge ausgelegt und es wären ein paar Guidelines hilfreich, um zumin. mal einen Überblick zu bekommen, was alles möglich ist. Die verlängerte Reisezeit sollte keine Hürde sein, da man die Zeit wirklich gut im Zug nutzen kann, während bei Flugreisen quasi die gesamte Reisezeit nicht sinnvoll genutzt werden kann. Damit sollte man auch in der FH werben. Es sollten die grünen Optionen generell mehr aufgezeigt werden, da ich von anderen Kursteilnehmern vor Ort erfahren habe, dass ihnen nicht bewusst war, dass diese Möglichkeit bestand, sonst hätten sie es vielleicht auch so gemacht.

Empfehlung an Personen, die umweltfreundlich reisen möchten: Wenn das Ziel weit entfernt ist, erleichtert ein Interrail-Ticket die Koordination und Abrechnung. Lediglich Sitzplatzreservierungen sind noch extra zu bezahlen (Achtung: Diese können teils sehr hoch ausfallen, wie im Eurotunnel – sollte man also im Budget berücksichtigen). Interrailtickets sind immer wieder auch vergünstigt. Wenn man es beispielsweise gegen Ende des Jahres kauft (Stichwort: Black Friday), kann man möglicherweise wie ich um dasselbe Geld 1. Klasse fahren, was fürs Arbeiten im Zug sehr praktisch ist. Nutzt die Zugfahrt für einen privaten Aufenthalt zwischendurch, dann wirkt die Reisezeit gleich viel kürzer.

Sprachkurs und Lerninhalte

Es wurde versucht auf unseren Job als Lektor:innen einzugehen. Es half, das British English vom American English besser abzugrenzen. Wenn man spricht, kommen zwischendurch immer Fragen auf. Dort hat man die Gelegenheit, dass man diese jederzeit stellen kann, wodurch auch viele interessante Diskussionen aufkamen.

Teils wurden im Kurs sehr spezifische Themen durchgenommen wie Feedback geben, etc.. Es sind viele Kleinigkeiten, an die man dann im Hochschulalltag gelegentlich zurückdenken kann.

Ich würde den Kurs weiteren Kolleg:innen empfehlen, da es eine eigene Erfahrung und eine andere Art ist, eine Sprache zu lernen als in Österreich. Man wird auf Fehler und Schwächen aufmerksam, denen man danach zu Hause mehr Beachtung schenken kann. Außerdem ist es ein ausgezeichnetes Teambuilding-Event, wo man Leute von allen möglichen Abteilungen kennenlernt. So gesehen wird nicht nur der Blick auf die Englischkenntnisse geschärft, sondern man lernt auch die FH Technikum Wien von ganz anderen Seiten kennen.