Ediz
- BSc Internationales Wirtschaftsingenieurwesen
- Valencia, Spanien
- Auslandssemester
- Polytechnic University of Valencia
- Sommersemester 2025/2026

Wie haben Sie sich auf Ihren Auslandsaufenthalt vorbereitet? Welche praktischen Vorkehrungen haben Sie vor dem Austausch getroffen?
Ich habe mich vor allem über die Website der Partneruniversität, Erfahrungsberichte anderer Studierender und Informationen des International Office vorbereitet. Wichtig waren für mich die Kurswahl, das Learning Agreement, die Wohnungssuche und die organisatorischen Fristen. Praktisch habe ich mich um Unterkunft, Versicherungen, Anreise, Bankkarte, Dokumente und erste Spanischkenntnisse gekümmert. Ich würde zukünftigen Outgoing Studierenden empfehlen, früh mit der Kursplanung und Wohnungssuche zu beginnen, alle Unterlagen digital zu speichern und sich bei Fragen direkt an das International Office oder ehemalige Erasmus-Studierende zu wenden.
Wie wurden Sie von der Gastinstitution begrüßt?
Ich wurde an der Gastinstitution sehr freundlich begrüßt. Es gab Informationen zur Universität, zu organisatorischen Abläufen und zu den wichtigsten Ansprechpersonen. Besonders hilfreich waren die Hinweise zur Kursregistrierung und zu den Plattformen der Universität. Eine ausführlichere Orientierung zu den einzelnen Kursen und zur praktischen Nutzung der Uni-Systeme direkt zu Beginn wäre noch hilfreich gewesen, da vieles am Anfang etwas unübersichtlich war. Insgesamt konnte ich mich aber gut einleben und bei Fragen Unterstützung bekommen.
Wie war das Studium an der Gasthochschule?
Das Studium an der UPV war gut organisiert, aber teilweise anders strukturiert als an der FH Technikum Wien. Es gab viele praktische Aufgaben, Gruppenarbeiten und laufende Abgaben. Die Inhalte waren interessant und praxisnah. Die Infrastruktur der Universität war sehr gut, mit modernen Lernräumen, Bibliotheken und einem großen Campus. Manche organisatorischen Abläufe, wie Kurswahl oder Plattformen, waren am Anfang etwas ungewohnt, aber nach kurzer Zeit gut verständlich.
Wie würden Sie das Land, die Kultur und die Freizeitaktivitäten beschreiben, die Sie während Ihres Auslandsaufenthaltes erlebt haben?
Spanien und besonders Valencia habe ich als sehr offen, lebendig und angenehm erlebt. Die Menschen waren freundlich und hilfsbereit, und das Leben war oft entspannter als in Österreich. Valencia bietet eine sehr gute Mischung aus Stadtleben, Strand, Kultur und Freizeitaktivitäten. Ich habe viel Zeit am Campus, in Cafés, am Strand und bei Ausflügen verbracht. Besonders schön waren die internationalen Kontakte, das Kennenlernen der spanischen Kultur und das Leben in einer sehr sonnigen und lebendigen Stadt.
Über die Zimmer-/Wohnungssuche und Unterkunft
Die Wohnungssuche war eine der größten organisatorischen Aufgaben. Ich habe hauptsächlich über Online-Plattformen, WhatsApp-Gruppen und Empfehlungen gesucht. Es ist wichtig, früh zu beginnen und vorsichtig bei unseriösen Angeboten zu sein. Meine Unterkunft war grundsätzlich gut ausgestattet und für den Aufenthalt passend. Wichtig sind aus meiner Sicht eine gute Lage zur Universität oder Metro, ein klarer Mietvertrag und die Abklärung von Nebenkosten. Ich würde empfehlen, wenn möglich vorab eine Besichtigung oder zumindest ein Video-Call zu machen.
Welche finanziellen Vorkehrungen haben Sie getroffen? Wie hoch waren die Lebenserhaltungskosten im Schnitt?
Ich habe meine Finanzierung vorab geplant und monatlich ein Budget für Miete, Essen, Transport und Freizeit festgelegt. Die Lebenshaltungskosten in Valencia waren etwas niedriger als in Wien, aber durch Freizeitaktivitäten, Reisen und Kaution trotzdem nicht zu unterschätzen. Für Unterkunft habe ich ungefähr 400–600 € pro Monat ausgegeben, für Verpflegung etwa 200–300 € und für Freizeit und Transport zusätzlich ca. 150–250 €. Insgesamt sollte man je nach Lebensstil mit ungefähr 800–1.100 € pro Monat rechnen.
Haben Sie Tipps was noch zu beachten ist?
Ich würde empfehlen, sich früh um Unterkunft, Learning Agreement und Kurswahl zu kümmern. Außerdem sollte man alle wichtigen Dokumente digital und ausgedruckt mitnehmen. Für Valencia sind die Apps für Metro/Bus, Google Maps, WhatsApp-Gruppen und die Uni-Plattformen sehr hilfreich. Es lohnt sich auch, schon vor der Anreise etwas Spanisch zu lernen, auch wenn viele Studierende Englisch sprechen. Man sollte offen auf andere Erasmus-Studierende zugehen und möglichst viele Aktivitäten am Anfang mitmachen, weil man dadurch schnell Anschluss findet.
Welche neuen Fähigkeiten und Qualitäten haben Sie erworben?
Während meines Aufenthalts habe ich meine Englisch- und Spanischkenntnisse verbessert und gelernt, mich in einem internationalen Umfeld sicherer zu bewegen. Ich bin selbstständiger geworden, besonders im Umgang mit organisatorischen Aufgaben, neuen Systemen und unerwarteten Situationen. Auch meine sozialen Fähigkeiten haben sich verbessert, da ich mit Menschen aus vielen verschiedenen Ländern zusammengearbeitet und gelebt habe. Fachlich konnte ich neue Perspektiven in meinem Studium gewinnen und praktische Projektarbeit vertiefen.
Wie haben sich Ihre Werte und Einstellungen während Ihres Auslandsaufenthaltes verändert?
Meine Werte und Einstellungen haben sich vor allem durch den Kontakt mit verschiedenen Kulturen und Lebensweisen erweitert. Ich bin offener, flexibler und selbstständiger geworden. Mir ist bewusster geworden, wie wichtig internationale Erfahrungen, Kommunikation und Anpassungsfähigkeit sind. Außerdem habe ich gelernt, Herausforderungen ruhiger anzugehen und mich schneller auf neue Situationen einzustellen. Der Aufenthalt hat mir gezeigt, wie wertvoll es ist, aus der eigenen Komfortzone herauszugehen und neue Erfahrungen aktiv anzunehmen.
Was war im Rückblick die größte Herausforderung bei der Vorbereitung auf oder während Ihres Auslandsaufenthaltes?
Die größte Herausforderung war am Anfang die Organisation: Wohnungssuche, Kurswahl, Learning Agreement und das Zurechtfinden in den verschiedenen Uni-Systemen. Auch die sprachliche Umstellung und die neue Umgebung waren zu Beginn etwas herausfordernd. Mit der Zeit wurde es aber deutlich einfacher, weil ich mich besser orientieren konnte und Unterstützung von anderen Studierenden bekommen habe. Rückblickend war diese Herausforderung sehr wertvoll, weil ich dadurch selbstständiger und sicherer geworden bin.
Was war Ihre positivste Erfahrung während Ihres Auslandsaufenthaltes?
Meine positivste Erfahrung war das internationale Umfeld und die vielen neuen Kontakte. Ich habe Menschen aus unterschiedlichen Ländern kennengelernt, gemeinsam studiert, Projekte gemacht und Freizeitaktivitäten erlebt. Besonders schön war es, in Valencia zu leben und Studium, Kultur, Strand und Reisen miteinander verbinden zu können. Der Aufenthalt hat mir nicht nur fachlich, sondern auch persönlich sehr viel gebracht und ich würde die Erfahrung jederzeit weiterempfehlen.


