Simon

  • BSc Biomedical Engineering
  • Ames, USA
  • Auslandssemester
  • Iowa State University
  • Sommersemester 2025/2026
Eine große Menschenmenge steht in einer Basketball-Arena, während eine riesige amerikanische Flagge auf dem Spielfeld und der Anzeigetafel zu sehen ist, wobei die meisten Menschen der Flagge zugewandt sind. Banner und rote Sitze füllen das Stadion. Einige Leute machen Fotos.
Wie haben Sie sich auf Ihren Auslandsaufenthalt vorbereitet? 

Die Bewerbung für die Iowa State University verlief erfreulich unkompliziert und schnell. Da es kein strenges Auswahlverfahren gab, war der Prozess stressfrei. Das International Office unterstützt dabei und wenn man die Mobility Online Bewerbung macht geht das. Rat an zukünftige Outgoings: Setzt euch frühzeitig an den Kursplan! Prüft genau, welche Kurse am besten zu eurem Studium passen. Achtet dabei unbedingt darauf, dass es keine zeitlichen Überschneidungen bei den Vorlesungen gibt sonst müsst ihr es vor Ort ändern was aber auch möglich ist.

Welche praktischen Vorkehrungen haben Sie vor dem Austausch getroffen?

Der wichtigste bürokratische Schritt war das US-Visum. Der gesamte Bestell- und Beantragungsprozess braucht zwar ein wenig Zeit, ist aber absolut machbar, wenn man die Vorgaben Schritt für Schritt abarbeitet. Sobald das Visum vorlag, habe ich das Reiseticket gebucht und die restlichen Details organisiert. Es kann sich auch sehr lohnen, direkt ein Hin- und Rückticket zu buchen, wenn ihr schon wisst, wann ihr wieder abreist.
Für das Leben auf dem Campus in Ames und die Freizeit vor Ort empfiehlt es sich außerdem, vorab eine gebührenfreie Kreditkarte/Debitkarte einzurichten, beides wird eigentlich überall akzeptiert. Da es direkt von österreichischen Banken kaum komplett gebührenfreie Optionen für das Nicht-EU-Ausland gibt, habe ich die DKB genutzt. Es gibt aber auch glaube ich Online-Alternativen wie Revolut, die man auch aus Österreich eröffnen kann und keine Auslandsgebühren haben. Aber überprüft das alles vorher.

Wie wurden Sie von der Gastinstitution begrüßt?

Die Begrüßung durch die Iowa State University war gut organisiert. Vor dem eigentlichen Vorlesungsbeginn gab es eine spezielle Welcome Week für alle Austauschstudierenden. Das International Office hat uns dabei unterstützt, die ersten notwendigen bürokratischen und praktischen Schritte vor Ort zu erledigen (wie z. B. die Campus-Card abholen, den Campus erkunden und offene Fragen klären).

Über die Zimmer-/Wohnungssuche und Unterkunft.

Ich habe während meines Austauschs im Frederiksen Court (Freddy Court) direkt auf dem Campus gewohnt und kann das absolut weiterempfehlen. Es ist wie eine Art WG aufgebaut, wobei es 2er- und 4er-Apartments gibt (es müssen aber nicht zwingend alle Zimmer besetzt sein). Das Zimmer selbst war mit einem Tisch, einem Stuhl, einem Schrank und einem Bett gut ausgestattet, allerdings war keine Bettwäsche dabei – darum muss man sich selbst kümmern. Von den klassischen Dorms (Wohnheimen) würde ich eher abraten: Dort hat man keine eigene Küche, kein privates Badezimmer und ist zudem verpflichtet, einen teuren Dining Hall Pass für die Mensa dazuzunehmen. Im Freddy Court ist man viel flexibler. Ein riesiger Vorteil aller On-Campus-Unterkünfte ist die Lage: Man wohnt direkt am Campus und alle Kurse sind problemlos fußläufig erreichbar aber es fährt auch ein gratis Bus über den Campus und auch außerhalb.

Welche finanziellen Vorkehrungen haben Sie getroffen? Wie hoch waren die Lebenserhaltungskosten im Schnitt?

Kosten sind sehr vergleichbar mit Wien. Housing ist mit 550$ voll ok Empfehlung nochmal für Frederiksen Court. Verpflegung ist im Schnitt vielleicht etwas teurer je nach dem was man kauft als in Wien aber hält sich auch in Grenzen Iowa ist da eines der günstigen Staaten, man kann auch den dinning pass kaufen den fand ich etwas teurer

Wie würden Sie das Land, die Kultur und die Freizeitaktivitäten beschreiben, die Sie während Ihres Auslandsaufenthaltes erlebt haben?

Typisch amerikanischer Mittlerer Westen mit Gastfreundschaft obwohl ich mich mehr und öfter mit anderen Internationals getroffen habe.
Recreation Center der ISU bieten direkt am Campus Sportmöglichkeiten für eigentlich alle Sportarten vor allem aber Basketball und Volleyball. Die vorlesungsfreie Zeit unbedingt für Reisen nutzen, ich bin nach Chicago und Puerto Rico während des Spring Breaks und ein Roadtrip an die Westküste zu den Nationalparks nach Semesterende.

Wie würden Sie das Studium beschreiben?

Im Vergleich zur FH ist das Studium ähnlich verschult, aber auch praxisorientierter. Der Fokus liegt weniger auf einer einzigen großen Prüfung am Semesterende. Stattdessen setzt sich die Note aus kontinuierlichen Leistungen wie wöchentlichen Quizzes, Assignments, Gruppenarbeiten und Midterm-Exams zusammen. Das erfordert kontinuierlichen Aufwand, hält den Stress am Ende aber in Grenzen.

Welche neuen Fähigkeiten und Qualitäten haben Sie erworben?

Merkbare Verbesserung in Sprache und Verständnis sowohl in alltäglichen Szenarien als auch in wissenschaftlichen Themen.

Was war Ihre positivste Erfahrung während Ihres Auslandsaufenthaltes?

Die beste Erfahrung hatte ich im College Basketball sowohl Profi Spiele zusehen als auch Pick up games in den recreation center diese haben sich stark von allem was ich bis jetzt in Europa erlebt habe unterschieden