Flora
- MSc Innovations- und Technologiemanagement
- George Town, Malaysia
- Auslandssemester
- Universiti Sains Malaysia
- Sommersemester 2025/2026

Wie haben Sie sich auf Ihren Auslandsaufenthalt vorbereitet?
Für die Bewerbung mussten zahlreiche Dokumente eingereicht werden, darunter ein Letter of Recommendation (per Mail an die Studiengangsleitung/IO), CV, Academic Transcript, Study Abroad Application Form, ein Englisch-Nachweis des IO, Passport-Fotos und -Scans sowie die Bestätigungen (Confirmation Letter). Wichtig war auch das Ausfüllen des Learning Agreements, welches vom IO und der Studiengangsleitung unterzeichnet werden musste. Bezieher:innen von Studienbeihilfe sollten frühzeitig das AS1-Formular für die Auslandsbeihilfe einreichen.
Rat an zukünftige Studierende: kümmert euch extrem frühzeitig um alle Dokumente, Vorab-Freigaben und den Visa-Prozess!
Welche praktischen Vorkehrungen haben Sie vor dem Austausch getroffen?
Vorab musste das Single Entry Visa (SEV) und die Digital Arrival Card (DAC) beantragt werden. Vor Ort wird der Pass für ca. 3 Wochen bei der USM abgegeben, um das eigentliche Studentenvisum zu erhalten – während dieser Zeit kann man nicht international reisen! Zudem habe ich Impfungen (Hepatitis A/B, Tollwut, Typhus etc.) beim Tropeninstitut gemacht und mir einen internationalen Führerschein sowie ausreichend Steckdosenadapter besorgt. Für die Registrierung beim Außenministerium (Reiseregistrierung) ist gesorgt worden.
Wie wurden Sie von der Gastinstitution begrüßt?
Die Betreuung und Kommunikation seitens der USM verlief sehr gut, u.a. über Telegram-Gruppen. In einer Welcome Week gab es eine Orientierung sowie einen Übersichtsplan für das riesige Unigelände. Die Abläufe bezüglich Kursanmeldung, Visumsabgabe und der Nutzung von Google Maps für die Gebäude wurden in den ersten Wochen klar vermittelt.
Über die Zimmer-/Wohnungssuche und Unterkunft.
Ich habe im Arte S Tower gewohnt, wo der Großteil der Austauschstudierenden untergebracht ist. Es bietet Pool und Gym. Die Miete liegt bei ca. 200–300 € pro Monat/Person. Die Wohnungen wurden meist über Makler gebucht.
Welche finanziellen Vorkehrungen haben Sie getroffen? Wie hoch waren die Lebenserhaltungskosten im Schnitt?
Die Lebenshaltungskosten sind vergleichsweise sehr günstig. Für die Unterkunft fallen ca. 200–300 €/Monat an. Essen und Einkäufe (z. B. bei Lotus) sowie Grab-Fahrten (ca. 1,50–3 € pro Fahrt) sind extrem preiswert. Eine lokale Sim-Karte (U Mobile) für unlimitiertes 5G kostet etwa 10 €/Monat. Einen größeren Posten macht die private Auslandsversicherung aus (ca. 130 €/Monat, da die Uni-Pflichtversicherung wenig deckt). Für Ausflüge und Flüge (z. B. mit AirAsia) sollte ein gutes Zusatzbudget eingeplant werden.
Wie würden Sie das Land, die Kultur und die Freizeitaktivitäten beschreiben, die Sie während Ihres Auslandsaufenthaltes erlebt haben?
Malaysia ist ein unglaublich vielfältiges, gastfreundliches und faszinierendes Land mit multikulturellen Einflüssen. Penang und Südostasien bieten die perfekte Basis für Trips: Von Städtetrips nach Kuala Lumpur (per Zug mit KTMB oder Bus via 12Go) über Urlaube in Nachbarländern bis hin zu Stränden und Natur ist alles möglich.
Wie würden Sie das Studium beschreiben?
Das Studium an den Schools (z. B. Business, Management, Social Sciences) unterscheidet sich etwas vom Heimatsystem. In jedem Fach gibt es mindestens eine Präsentation, fast immer eine Gruppenarbeit, einen Mid-Term-Test und meist ein Final Exam.
Welche neuen Fähigkeiten und Qualitäten haben Sie erworben?
Interkulturelle Kompetenz & Anpassungsfähigkeit: Durch das Leben in einer völlig neuen Kultur, die Zusammenarbeit in internationalen Teams bei Gruppenarbeiten und das Reisen in Südostasien.
Sprachkenntnisse: Vertiefung der englischen Sprache im akademischen Alltag sowie im täglichen Leben.
Organisationsgeschick: Selbstständige Bewältigung von Bürokratie (Visa, Versicherungen, Anrechnungen) und Reiseplanung.
Wie haben sich Ihre Werte und Einstellungen durch Ihren Auslandsaufenthalt verändert?
Ich habe gelernt, flexibler und gelassener mit unerwarteten Planänderungen oder bürokratischen Verzögerungen umzugehen. Zudem hat das Leben in Malaysia mein Verständnis für verschiedene Kulturen und Lebensweisen nachhaltig geprägt und meine Offenheit gegenüber Neuem gestärkt.
Was war im Rückblick die größte Herausforderung bei der Vorbereitung auf oder während Ihres Auslandsaufenthaltes?
Die bürokratischen Hürden im Vorfeld – insbesondere der visumsbezogene Prozess (SEV, EMGS, Passabgabe für 3 Wochen bei der USM) – sowie der anfängliche organisatorische Aufwand bei Kursanrechnungen und lokaler Sim-Karten-Registrierung.
Was war Ihre positivste Erfahrung während Ihres Auslandsaufenthaltes?
Die unvergesslichen Reisen in Malaysia und den Nachbarländern, die Gemeinschaft mit den anderen Austauschstudierenden im Arte S sowie die herzliche Gastfreundschaft vor Ort.