Simon
- MSc Erneuerbare Energien
- Lissabon , Portugal
- Praktikum
- Instituto Dom Luiz FCUL
- Sommersemester 2025/2026

Wie haben Sie Ihre Praktikumsstelle gefunden? Wie haben Sie sich dafür beworben? Wie haben Sie sich auf Ihren Auslandsaufenthalt vorbereitet?
Ich habe im Zuge meiner Recherche für die Masterarbeit die Professorin in einem Paper gefunden. Gleichzeitig habe ich gefragt, ob ich in diesem Zusammenhang auch ein Praktikum vor Ort machen kann. Nachdem das geklärt war, habe ich mich um die organisatorischen Dinge wie Unterkunft, Anreise, Versicherung und Finanzierung gekümmert.
Welche praktischen Vorkehrungen haben Sie vor dem Austausch getroffen?
Vor dem Aufenthalt habe ich eine Unterkunft gesucht, meine Anreise organisiert und überprüft, ob meine Versicherungen auch in Portugal gültig sind. Da Portugal in der EU ist, war kein Visum notwendig.
Wie wurden Sie von der Firma begrüßt, eingeschult und willkommen geheißen?
Am ersten Tag mussten zuerst einige administrative Dinge erledigt werden. Es gab auch eine Ansprechperson für Erasmus. Mit dieser hatte ich danach aber kaum noch Kontakt. Im Arbeitsalltag hatte ich hauptsächlich mit meinen direkten Kolleginnen und Kollegen zu tun. Diese waren sehr nett, hilfsbereit und standen mir bei Fragen zur Verfügung.
Über die Zimmer-/Wohnungssuche und Unterkunft
Ich habe mein WG-Zimmer über Spotahome gefunden. Die Plattform war für die Suche praktisch, da man dort verschiedene Zimmer vergleichen konnte. Die Preise für ein WG-Zimmer liegen in Lissabon je nach Lage und Ausstattung ungefähr zwischen 500 und 800 Euro pro Monat. Besonders zentral gelegene Zimmer sind meistens teurer. Es lohnt sich daher, früh mit der Suche zu beginnen und auch auf die Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel zu achten.
Welche finanziellen Vorkehrungen haben Sie getroffen? Wie hoch waren die Lebenserhaltungskosten im Schnitt?
Ich habe meinen Aufenthalt durch meine Ersparnisse und die Erasmus+-Förderung finanziert. Der größte Kostenpunkt war die Miete. Dazu kamen Lebensmittel, öffentliche Verkehrsmittel und Freizeitaktivitäten. Insgesamt ist Lissabon vor allem beim Wohnen nicht besonders günstig.
Wie würden Sie das Land, die Kultur und die Freizeitaktivitäten beschreiben, die Sie während Ihres Auslandsaufenthaltes erlebt haben?
Portugal habe ich als sehr angenehm und entspannt erlebt. Die Menschen waren freundlich und offen. Lissabon bietet viele Sehenswürdigkeiten, unterschiedliche Stadtviertel und viele Möglichkeiten, die Freizeit zu gestalten. Besonders gut gefallen haben mir die Nähe zum Meer, die Ausflüge in die Umgebung und die Atmosphäre in der Stadt.
Wie würden Sie das Praktikum beschreiben?
Das Praktikum bestand zu einem großen Teil aus selbstständigem Arbeiten. Im Rahmen meiner Masterarbeit habe ich verschiedene Methoden untersucht, mit denen das Solarpotenzial von Fassaden großflächig berechnet werden kann. Anschließend habe ich die Methoden miteinander verglichen und gebenchmarkt. Dabei musste ich viele Arbeitsschritte eigenständig planen, umsetzen und auswerten. Meine direkten Kolleginnen und Kollegen waren bei Fragen aber immer hilfsbereit.
Welche neuen Fähigkeiten und Qualitäten haben Sie erworben?
Ich habe vor allem gelernt, selbstständiger und strukturierter zu arbeiten. Da ich viele Aufgaben alleine bearbeiten musste, konnte ich meine Fähigkeiten in der Planung, Problemlösung und Auswertung verbessern. Fachlich habe ich außerdem viel über die großflächige Berechnung von Fassadensolarpotenzialen und den Vergleich verschiedener Methoden gelernt. Zusätzlich war es sehr wertvoll, in einem anderen Land zu leben und zu arbeiten, da ich dadurch auch kulturell viel mitgenommen habe. Ich habe einen neuen Alltag in Lissabon kennengelernt, mich an andere Arbeits- und Lebensweisen angepasst und gemerkt, wie bereichernd es ist, in einem internationalen Umfeld zu sein.
Wie haben sich Ihre Werte und Einstellungen durch Ihren Auslandsaufenthalt verändert?
Der Aufenthalt hat mich selbstständiger gemacht. Ich habe gelernt, mich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden und Verantwortung für meine Arbeit zu übernehmen. Außerdem bin ich offener gegenüber anderen Arbeitsweisen und neuen Situationen geworden.
Was war im Rückblick die größte Herausforderung bei der Vorbereitung auf oder während Ihres Auslandsaufenthaltes?
Eine der größten Herausforderungen war die Wohnungssuche, da gute und leistbare Zimmer in Lissabon schnell vergeben sind. Während des Praktikums war besonders das selbstständige Arbeiten herausfordernd. Ich musste meine Aufgaben selbst organisieren, Entscheidungen treffen und bei Problemen eigene Lösungen finden. Rückblickend war das aber auch einer der Punkte, durch die ich am meisten gelernt habe.
Was war Ihre positivste Erfahrung während Ihres Auslandsaufenthaltes?
Am positivsten fand ich die Kombination aus fachlicher Arbeit und dem Leben in Lissabon. Ich konnte intensiv an meiner Masterarbeit arbeiten, viele Aufgaben selbstständig lösen und gleichzeitig eine neue Stadt und Kultur kennenlernen. Besonders schön war auch die Natur rund um Lissabon, vor allem die Nähe zum Meer und die vielen Möglichkeiten für Ausflüge ins Grüne. Auch meine direkten Kolleginnen und Kollegen waren sehr nett, wodurch ich mich im Arbeitsalltag wohlgefühlt habe.

