Besuch in Schweden stärkt internationale Vernetzung der FH Technikum Wien

Eine Person hält einen 3D-gedruckten Metallgegenstand mit einer wabenartigen Struktur, während eine andere Person in der Nähe einen kleinen Würfel hält; beide sind in einem Raum und tragen Geschäftskleidung.

21. November 2025

Eine Delegation der FH Technikum Wien besuchte die Mid Sweden University an den zwei Standorten in Östersund und Sundsvall. Dabei standen Austausch, Forschung und gemeinsame Zukunftsprojekte im Mittelpunkt.

Am 11. November trafen sich Vertreter*innen der FH Technikum Wien und der Mid Sweden University in Östersund, um über die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit zu beraten. Zu Beginn bot die Miun einen Überblick über ihre Forschungsschwerpunkte, Studienprogramme und aktuellen Entwicklungen. Die Gespräche reichten von Forschungsförderung und curricularem Austausch über Trends im Bildungsbereich bis hin zu neuen Projektideen.

Die Kooperation der beiden Hochschulen hat bislang zahlreiche Studierendenprojekte hervorgebracht und wesentliche Impulse zur Internationalisierung gesetzt. Dies zeigte sich auch in den Präsentationen und Diskussionsrunden des Tages.

Gemeinsame Herausforderungen und Chancen

„Ich sehe viele Gemeinsamkeiten zwischen unseren Hochschulen – sowohl bei der Forschungsfinanzierung als auch bei der Frage, wie wir mehr Studierende für technische Studiengänge gewinnen“, erklärte Lars-Erik Rännar, Deputy Dean des Departments of Engineering, Mathematics and Science Education der Mid Sweden University.

Auch FH-Technikum-Wien-Geschäftsführer Florian Eckkrammer ging auf die Entwicklung der Studierendenzahlen in Ingenieurstudien ein. Gleichzeitig betonte er den unverändert hohen Bedarf an technisch qualifizierten Fachkräften: „Die Gesellschaft braucht Menschen, die Probleme lösen können, und die Industrie braucht neue Ingenieur*innen.“

Rückblick auf gemeinsame Studierendenprojekte

Im Laufe des Treffens präsentierte Andrey Koptyug, Forscher am Sports Tech Research Centre und Mitorganisator des Besuchs, ausgewählte Masterprojekte österreichischer Studierender der vergangenen zehn Jahre. Viele dieser Arbeiten sind eng an laufende Forschungsprogramme der Miun gekoppelt und zeigen die wechselseitigen Vorteile der Kooperation.

Er betonte: „Unsere Zusammenarbeit begann als Initiative von Forschenden und wuchs zu einer umfassenden Kooperation zwischen unseren Hochschulen in Forschung und Lehre – formalisiert durch das Double-Degree-Abkommen von 2019. Die Austauschstudierenden tragen wesentlich zur Forschung an unserem Zentrum bei und haben uns geholfen, neue Ansätze für Master-by-Research-Programme und Austauschmöglichkeiten zu entwickeln.“

Forschungseinrichtungen im Fokus Im weiteren Verlauf des Tages besuchten die Teilnehmer*innen die Labors des Sports Tech Research Centre sowie das Swedish Winter Sports Research Centre. Demonstrationen im Windkanal und Einblicke in additive Fertigung, Materialprüfung und sportwissenschaftliche Forschung verdeutlichten die Vielfalt der gemeinsamen Anknüpfungspunkte.

Anschließend stellten auch Kolleg*innen des Departments of Natural Science, Design and Sustainable Development der Miun ihre technischen Studiengänge vor und diskutierten mögliche Anbindungen an zukünftige gemeinsame Initiativen.

Von den Bergen an die Küste – Besuch am Campus Sundsvall

Am Mittwoch, dem 12. November, reiste die Delegation dann weiter nach Sundsvall. Dort fanden Gespräche mit dem Department of Computer Science and Electrical Engineering sowie dem STC Research Centre statt. Im Mittelpunkt standen laufende Projekte, technologische Innovationen und Kooperationsmöglichkeiten in Forschung und Studierendenaustausch.Parallel dazu boten Sessions zu internationaler Mobilität und digitalen Tools Einblicke, wie Austauschprogramme weiter vereinfacht und gestärkt werden können. Am Nachmittag folgte eine Online-Informationsveranstaltung für Studierende, die sich für ein Austauschsemester interessieren. Der Abend stand zur freien Verfügung und bot Gelegenheit, Sundsvalls Stadtzentrum zu erkunden.Sylvia Geyer, Rektorin der FH Technikum Wien, hob die Bedeutung einer gezielten Internationalisierung hervor: „Alle unsere Studierenden absolvieren mindestens ein Modul mit internationalem Fokus – die Studierendenprojekte am Sports Tech Research Centre sind hierfür ein hervorragendes Beispiel.“

Fortsetzung des Dialogs

Der abschließende Besuchstag, der 13. November, widmete sich vertiefenden Gesprächen zur Kooperation in der Lehre, insbesondere im Bereich Industrial Engineering and Management. Vor der Rückreise reflektierten beide Seiten die intensiven Gespräche und die gestärkte Basis für weitere gemeinsame Aktivitäten.

Die Delegation der FH Technikum Wien bestand aus:Sylvia Geyer (Rektorin), Florian Eckkrammer (Geschäftsführer), Florian Ellinger (Incoming-Studierendenmobilität, EWP & Mobility-Online Koordination), Natalie König (Leitung Human Resources), Agnes Kriz (Leitung International Office), Stefan Litzenberger (Studiengangsleiter Bachelor Sports Engineering & Ergonomics und Master Sports Technology) und Thomas Mandl (International Coordinator Fakultät Computer Science and Applied Mathematics).

Der Besuch machte eindrucksvoll deutlich, welche Bedeutung internationale Hochschulkooperationen für Forschung, Innovation und hochwertige technische Bildung haben. Beide Institutionen verließen Schweden mit dem klaren Ziel, ihre Partnerschaft in den kommenden Jahren weiter auszubauen.

Am Titelbild zu sehen: Produkt aus einem 3D Drucker.

Weiterführende Informationen:

Ein Jahrzehnt des Erfolgs: Erneuerung des Double-Degree-Programms mit der Mid Sweden University (17. Mai 2024)

Erfahrungsbericht zu Praktikumsstelle in Östersund (Sommersemester 2023/2024)

Erfahrungsbericht zu Auslandsaufenthalt in Sundsvall (Sommersemester 2023/2024)

Mid Sweden University

Eine blaue Flagge der Europäischen Union mit gelben Sternen neben dem Text 'Funded by the European Union' in Blau auf hellem Hintergrund.
Neun Erwachsene, sechs stehend und drei sitzend auf einer Couch, posieren und lächeln für ein Gruppenfoto in einem Raum mit großen Fenstern und Vorhängen. Die Umgebung wirkt leger und professionell.

Am Gruppenbild zu sehen: Vorne: Cathrine Gladh, Sylvia Geyer, Stefan Litzenberger. Hinten: Agnes Kriz, Kent Bertilsson, Leif Olsson, Patrik Österberg, Florian Eckkrammer und Thomas Mandl.

Bilder Galerie:

Vier Erwachsene unterhalten sich in einem gut beleuchteten Raum. Zwei Personen im Vordergrund unterhalten sich, eine trägt ein kariertes Hemd und eine Brille. Im Hintergrund lächelt eine Frau eine andere Person an, die mit dem Rücken zur Kamera steht.
Eine Gruppe von Personen sitzt um einen Konferenztisch und hört einer Person zu, die Folien auf einem Bildschirm im vorderen Teil des Raums präsentiert. Auf dem Tisch stehen Papiere, Laptops, Getränke und Snacks. Der Raum ist mit hellen Deckenleuchten ausgestattet.
Eine Gruppe von Menschen steht und unterhält sich in einem modernen Labor des Sports Tech Research Centre, das Teil der Mid Sweden University ist. Die Szene wird durch eine Glaswand betrachtet, auf der das blaue Logo und der Name des Zentrums zu sehen sind.
Ein modernes, mehrstöckiges Bürogebäude aus rotem Backstein mit großen Glasfenstern steht an einem Flussufer, das sich im ruhigen Wasser spiegelt. Im Vordergrund sind blattlose Bäume und eine Grasfläche zu sehen, über denen sich ein bewölkter Himmel spiegelt.
Drei Personen stehen vor einem grünen Vorhang und lächeln in die Kamera. Die Person links trägt einen beigen Kapuzenpulli und eine umgekehrte Mütze, die Person in der Mitte ein graues Hemd mit einem gelben Becher in der Hand, und die Person rechts trägt eine Brille und ein rotes Oberteil.

Die beiden FHTW-Outgoing-Studierenden, die derzeit in Schweden studieren und an der FH Technikum Wien den Studiengang Master Sports Technology absolvieren: Christopher Koller und Helena Marchl, mit Stefan Litzenberger (Bildmitte, Studiengangsleiter Bachelor Sports Engineering & Ergonomics und Master Sports Technology).

Drei Personen stehen in einem Innenraum zusammen, halten Tassen und grüne Servietten in der Hand und unterhalten sich bei einer geschäftlichen Veranstaltung. Zwei Frauen und ein Mann sind zu sehen, alle tragen Namensschilder und Geschäftskleidung. Andere sind unscharf im Hintergrund zu erkennen.
Eine Gruppe von Menschen steht in einem Büro oder Labor und hört einem älteren Mann zu, der spricht. In dem Raum sind Schreibtische, Computer, Ballons und verschiedene Geräte zu sehen. Große Fenster lassen natürliches Licht herein.
Eine Gruppe von fünf Personen sitzt um einen Konferenztisch und hört aufmerksam zu. Auf dem Tisch befinden sich Laptops, Notebooks und Wasserflaschen. Die Umgebung ist ein heller Besprechungsraum mit einer Uhr und einer Holztafel an der Wand.
Eine Gruppe von Menschen steht und unterhält sich in einem Forschungslabor mit verschiedenen Geräten. Ein Mann gestikuliert, während er spricht; die anderen hören aufmerksam zu. An der Wand ist ein Sports Tech Research-Schild zu sehen.