Biber der Informatik: Preisverleihung mit Bundesminister Wiederkehr an der FH Technikum Wien

13. März 2026
Der Wettbewerb fördert analytisches Denken und Begeisterung für Informatik schon im Schulalter. Bei der Preisverleihung im Festsaal wurden die besten Leistungen gewürdigt.
Am 11. März 2026 fand an der FH Technikum Wien die feierliche Preisverleihung des Wettbewerbs „Biber der Informatik“ statt. Insgesamt 112 Preisträger*innen wurden ausgezeichnet, rund 220 Gäste nahmen an der Veranstaltung teil.
Der Wettbewerb zählt zu den größten Informatik-Wettbewerben für Schüler*innen in Österreich. 65.734 Schüler*innen von der 3. bis zur 13. Schulstufe aus ganz Österreich hatten im November 2025 daran teilgenommen.
Die Preisverleihung wurde von der Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG) organisiert und an der FH Technikum Wien durchgeführt. Begrüßungsworte sprachen Christoph Wiederkehr, Bundesminister für Bildung, der die Auszeichnungen gemeinsam mit Wolfgang Ebner, Sektionschef im Bundeskanzleramt für Digitalisierung und E-Government, überreichte.
Auch Sylvia Geyer, Rektorin der FH Technikum Wien, gratulierte den Schüler*innen zu ihren Leistungen, betonte die Bedeutung des Wettbewerbs für die Förderung informatischen Denkens und führte Gäste durch ausgewählte Bereiche der Hochschule.
OCG-Präsident Wilfried Seyruck würdigte die Leistungen der ausgezeichneten Jugendlichen: „Die Aufgaben waren diesmal zum Teil deutlich kniffliger als in den Jahren zuvor. Umso mehr freuen wir uns über den Leistungsbeweis, den unsere Denksporttalente erbracht haben.“
Stark wachsendes Interesse am Wettbewerb
Der Wettbewerb wurde von der Österreichischen Computer Gesellschaft gemeinsam mit der TU Wien für Österreich organisiert. Die Teilnahmezahlen zeigen ein deutlich steigendes Interesse:
- 410 Schulen nahmen zwischen 10. und 21. November 2025 am Wettbewerb teil – 49 mehr als im Vorjahr.
- Die Zahl der Teilnehmer*innen stieg von 55.913 im Jahr 2024 auf 65.734 im Jahr 2025.
Bildungsminister Christoph Wiederkehr betonte bei der Preisverleihung die Bedeutung der Informatik für Bildung und Gesellschaft: „Das zeigt, dass Informatik begeistert. Informatik ist essenziell für die Zukunft unserer Gesellschaft. Der Biber fördert nicht nur logisches Denken und Kreativität, sondern weckt auch frühzeitig Interesse an einem Bereich, der für unsere Wirtschaft und unseren Alltag immer wichtiger wird.“
Es sei ihm als Bildungsminister ein besonderes Anliegen, dass alle Kinder und Jugendlichen die Chance erhalten, digitale Kompetenzen zu entwickeln. Der Wettbewerb leiste dazu einen wichtigen Beitrag. Wiederkehr gratulierte allen Teilnehmer*innen und dankte den Organisator*innen für ihr Engagement.
Auch Wolfgang Ebner, Sektionschef im Bundeskanzleramt für Digitalisierung und E-Government, hob die Bedeutung des Wettbewerbs hervor: „Diese jungen Talente sind die Zukunft unserer digitalen Gesellschaft. Wettbewerbe wie der Biber der Informatik wecken Neugier und Begeisterung – genau das brauchen wir, um junge Menschen für Zukunftsthemen zu motivieren. Ihre Leistungen machen Mut und zeigen, welches Potenzial in unseren Schulen steckt. Unser Ziel ist es, diese Begeisterung dauerhaft zu erhalten und weiter auszubauen.”
Knifflige Aufgaben fördern informatisches Denken
Beim „Biber der Informatik“ stehen keine Computer- oder Software-Kenntnisse im Vordergrund. Gefragt sind vielmehr logisches Denken, Kombinationsfähigkeit und analytisches Vorgehen. „Die Beispiele sind klassische Denksportaufgaben, die informatisches Denken fördern“, erklärt Wilfried Seyruck, Präsident der Österreichischen Computer Gesellschaft.
Nur etwa drei von tausend Teilnehmer*innen (0,27 %) erreichten im Gesamtwettbewerb die Höchstpunktezahl. Das unterstreiche, wie anspruchsvoll die Aufgaben in diesem Jahr waren, betonten Wilfried Seyruck und Ronald Bieber, Generalsekretär der Österreichischen Computer Gesellschaft. „Wir sind aber überzeugt, dass alle Kinder und Jugendlichen, die daran teilgenommen haben, Gewinner*innen sind. Denn sie alle haben gelernt, dass Denksportaufgaben unsere Kreativität und Lösungskompetenz anregen. Das ist die Basis von informatischem Denken.“
Schulen aus mehr als 70 Ländern beteiligten sich an „Biber der Informatik“
Die OCG plädiert daher dafür, entsprechende Angebote bereits ab der Volksschule zu schaffen. „So können wir ohne technische Hilfsmittel informatische Fähigkeiten und Begabungen schon früh fördern. Das wäre eine gute Vorbereitung auf den Informatik-Unterricht in der Schule, der jetzt ausgebaut werden soll“, erklärt Ronald Bieber.
Der Wettbewerb „Biber der Informatik“ wurde 2004 unter dem Namen „Bebras“ in Litauen erstmals durchgeführt. Heute beteiligen sich Schulen aus mehr als 70 Ländern daran.
Weiterführende Informationen:
Biber der Informatik: FH Technikum Wien als Bühne für IT-Talente (2025)
Österreichische Computer Gesellschaft (OCG)
Bachelor-Studiengang Informatik



















