Von Cybersicherheit in kritischen Infrastrukturen bis zu Risikoanalysen im militärischen Produktkontext: Start me up Monday am 28. September 2026

Eine Person tippt auf einem Laptop, auf dem Symbole für Cybersicherheit zu sehen sind, darunter ein leuchtendes Schild und ein Vorhängeschloss, die für Datenschutz und sicheren Zugriff für mehrere Benutzerprofile stehen, vor einem dunklen Hintergrund.

17. September 2026

Dem hochaktuellen Themenfeld Sicherheit und moderne Schutzsysteme widmet die FH Technikum Wien am 28. September 2026 um 17 Uhr ihre Veranstaltungsreihe Start me up Monday. Einer der Teilnehmer, Sascha Kristament von Rheinmetall, spricht im Vorbericht im Interview.

Ob Cybersicherheit in kritischen Infrastrukturen, Deep Technologies und Förderlandschaft, Risikoanalysen im militärischen Produktkontext oder datenautonome Kommunikation: Das Programm beim Start me up Monday am 28. September 2026 führt an der FH Technikum Wien durch die zentralen Fragen der digitalen Resilienz – von Forschung über Industrie bis hin zu Start-ups.

Interview: Cyber-Risikoanalysen im militärischen Kontext

Im Vorfeld haben wir mit Sascha Kristament (Vehicle Cyber Security Manager, Rheinmetall MAN Military Vehicles Österreich GesmbH) gesprochen. Er spricht am 28. September über „Cyber-Risikoanalysen im militärischen Produktkontext – Herausforderung, Grenzen und Handlungsfelder“. Hier das Interview:

Was unterscheidet Cyber-Risikoanalysen im militärischen Kontext grundlegend von Analysen im zivilen Automotive-Bereich?
Sascha Kristament: Die wohl wichtigste Unterscheidung spiegelt sich in dem Angreifer Modell wieder. Im zivilen Bereich betrachten wir Cyberkriminelle, Fahrzeugdiebstahl und Tuning. Im militärischen Umfeld müssen hauptsächlich staatliche Akteure berücksichtigt werden. Diese unterscheiden sich in der Motivation und den verfügbaren Ressourcen. Staatliche Akteure agieren mit einer Motivation schwere Schäden zu verursachen, wobei zivile Akteure oft nur eine finanzielle Bereicherung im Sinn haben. Die Motivation bzw. das Ziel des Angreifers kann dementsprechend im militärischen Bereich zu einer Gefährdung der Mission führen.

Wie integriert man Cybersecurity in den gesamten Produktlebenszyklus – von Konzeptphase bis Betrieb im Feld?
Sascha Kristament: Das Grundprinzip bleibt in jeder Phase gleich – Identifizieren, Analysieren, Mitigeren, Überwachen. Was sich zwischen den Phasen ändert sind die Informationsquellen, Methoden und Verantwortlichkeiten. In der Entwicklung werden schützenswerte Assets identifiziert, mögliche Cyberrisiken analysiert & bewertet, die Risiken mit Security Mechanismen mitigiert und die Assets anschließend in ein Security Monitoring überführt. Im Feld werden durch das Security Monitoring Schwachstellen festgestellt, davon betroffene Assets identifiziert und die Schwachstellen mittels Software Update behoben.

Wie testen und validieren Sie Annahmen aus der Risikoanalyse (z. B. Red Teaming, Threat Modeling, Penetrationstests) unter realistischen Einsatzbedingungen?
Sascha Kristament: Anhand des vorgegebenen Einsatzprofiles sowie den angenommenen Schadensszenarien innerhalb der Bedrohungsanalyse werden die notwendigen Testfälle definiert und priorisiert. Diese werden möglichst auf realen, seriennahen Fahrzeugen in den repräsentativen Fahrzeugzuständen getestet. Die Tester sind dabei darauf spezialisiert, Schwachstellen zu identifizieren und auf verschiedene Arten auszunutzen. Stimmen die realen Ergebnisse nicht mit den Ergebnissen aus der Bedrohungsanalyse überein wird die Schleife wiederholt.

Infos zum Event: (28.9.2026 – FH Technikum Wien)

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Wir bitten um Anmeldung.
Weitere Infos zur Veranstaltung, zu weiteren Teilnehmer*innen und zur Anmeldung:
https://www.technikum-wien.at/events/start-me-up-monday-sicherheit/

Digitale Veranstaltungsgrafik mit dem Text „Start Me Up Monday“, einem Raketensymbol, dem Wort „SICHERHEIT“ und dem Hinweis „Save the Date: 28. September 2026“ auf einem dunkelblauen Hintergrund im Tech-Stil.