Wärmewende im Recht: Fachdialog an der FH Technikum Wien

Zwei Personen stehen in einem Haus und lächeln in die Kamera. Hinter ihnen ist ein Banner für Erneuerbare Energie Österreich mit bunten Symbolen und Text zu sehen, und ein Fenster, das ein Bürogebäude im Freien zeigt.

28. November 2025

Erneuerbare Energie Österreich lud in Kooperation mit der FHTW zu einer hochkarätig besetzten Veranstaltung.

An der FH Technikum Wien versammelten sich am 11. November auf Einladung von Erneuerbare Energie Österreich (EEÖ) und initiiert von Studiengangsleiter Gottfried Eder juristische und energiepolitische Expert*innen sowie Entscheider*innen aus der Wirtschaft. Thema waren die rechtlichen Rahmenbedingungen und Barrieren rund um die Wärmewende.

Bereits in der Begrüßung machte Judith Klamert-Schmid, Departmentleiterin Industrial Engineering, deutlich, wie dringlich die Klärung rechtlicher Fragen rund um Heizungstausch und Gebäudesanierung geworden ist. Gottfried Eder unterstrich dieses Bild: „Das große Interesse am Fachdialog mit nahezu 150 Teilnehmer*innen zeigt, wie relevant entsprechende rechtliche Rahmenbedingungen für das Gelingen der Wärmewende sind.“ Die Initialzündung sei im Studiengang Klimabewusste Gebäudetechnik entstanden, als Roger Hackstock (Geschäftsführer Austria Solar, Moderator der Veranstaltung) zu einer Lehrveranstaltung eingeladen war.

Martina Prechtl-Grundnig, Geschäftsführerin des EEÖ, setzte den energiepolitischen Rahmen. Christoph Dolna-Gruber von der Österreichischen Energieagentur – selbst 2007 Teil des ersten Studienjahrgangs Erneuerbare Energie am Technikum – zeichnete ein klares Bild der politischen Ausgangslage zwischen Regierungsprogramm und EU-Vorgaben.

Elisabeth Sibile präsentierte Ergebnisse des ersten Gebäudereports Österreich. In der folgenden Session wurden die rechtlichen Stolpersteine entlang der zentralen Materiengesetze aufgearbeitet.
Wolfgang Amann (Institut für Immobilien, Bauen und Wohnen) skizzierte, wie WEG, MRG und WGG bei Sanierungen wirken – und wo sie blockieren. Michael Aumer (Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus) ergänzte, was ein klimafreundliches Wohnrecht leisten müsste und welche politischen Spielräume realistisch sind.

Die rechtlichen Hindernisse des Heizungstauschs aus der Praxis beleuchteten Ernst Bach (Sozialbau AG), Christian Kaltenegger (DECA) und Florian Stangl (NHP Rechtsanwälte). Bach und Kaltenegger arbeiteten am Nachmittag mit Hans Jörg Ulreich (WKO) und Karl Weidinger (GTÖ) heraus, welche rechtlichen Anpassungen tatsächlich Wirkung entfalten würden – und welche Vorstellungen Eigentümer- und Nutzer*innenseite an die Politik richten.

Gregor Biley (NHP Rechtsanwälte) beleuchtete aktuelle Probleme und gesetzliche Lösungsansätze für Bestand und Neubau. Die Schlussrunde moderierte Wolfgang Amann. Hier bemängelte Priska Lueger (Arbeiterkammer Wien) das Fehlen eines Katalogs an Schutzvorschriften für Kund*innen. Rudolf North (WKO) forderte eine gesamtheitliche Lösung. Adolf Melcher (Kelag Energie & Wärme) Planbarkeit und Stabilität statt sich ständig verändernder Rahmenbedingungen.

Durch die Veranstaltung konnten für die FH Technikum Wien viele neue Kontakte geknüpft und das Netzwerk für erfolgreiche Forschung und Lehre maßgeblich erweitert werden.

Eine Frau in einem weißen Blazer steht an einem durchsichtigen Podium mit einem Laptop und zwei Mikrofonen und spricht. Hinter ihr hängt ein Banner mit bunten Symbolen, die für erneuerbare Energien und Nachhaltigkeit stehen.
Ein Mann im Anzug spricht auf einem Podium mit einem Laptop in ein Mikrofon. Hinter ihm ist ein Transparent mit Symbolen für erneuerbare Energie und dem Text Erneuerbare Energie Österreich zu sehen.
Fünf Personen sitzen auf einer Bühne und führen eine Podiumsdiskussion vor einem Publikum. Eine große Leinwand hinter ihnen zeigt das Thema 'Wärmewende im Recht'. An den Seiten der Bühne sind Plakate mit Symbolen und Fahnen zu sehen.
Fünf Männer sitzen auf einer Bühne in einer Podiumsdiskussion, sprechen und gestikulieren. Auf einem Bildschirm hinter ihnen wird ein Präsentationstext in deutscher Sprache angezeigt, und im Hintergrund sind Banner mit Logos und Slogans zu sehen.

Video zur Veranstaltung:

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Podcast-Folge zu rechtlichen Hürden der Wärmewende: